I have a dream

Schon seit längerer Zeit spiele ich mit dem Gedanken, irgendwann die USA mit dem Fahrrad zu durchqueren. Im Moment steht eigentlich nur fest: Die Tour wird in New York auf der Brooklyn Bridge beginnen und in San Francisco auf der Golden Gate Bridge enden. Bei den dazwischen liegenden 6.000 Kilometern bin ich noch ziemlich flexibel und geschmeidig. It would be nice, wenn sich irgendwie die Niagarafälle, der Mount Rushmore, das Monument Valley, die Ausläufer des Yellowstone Nationalparks, das größte Harley Treffen der Welt in Sturgis in eine Route integrieren lassen.

Nachdem ich zwischenzeitlich meinen Altersteilzeitvertrag unterschrieben habe, bin ich ab 2021 startklar :-)

In 2018 habe ich ja schon mal das Death Valley in einer Tour mit Sascha von Las Vegas nach San Francisco durchquert. Da muss ich auf jeden Fall noch einmal durch :-)

Sport

Sport ist für mich der Schlüssel für einen gesunden und leistungsfähigen Körper, Belastbarkeit sowie mentale Stärke. Mein halbes Leben waren vor allem Squash, Fußball und Marathon meine große Leidenschaften. Nach der fuckigen Diagnose mit der Arthrose in beiden Knien musste ich 2008 schweren Herzens mit diesen Sportarten aufhören.

Zum Glück habe ich seitdem Begeisterung am Radsport gefunden. Entweder lang ... oder hoch ... oder gerne auch beides :-)

Joey Kelly hat die Leidenschaft für den Ausdauersport sehr treffend beschrieben: "Der Ultrasport ist eine Leidenschaft von mir. Eine Verbindung aus Natur, Mensch und Leistung. Das ist etwas für mich selbst, und ich ziehe daraus unheimlich viel Kraft." Auch Dieter Baumann hat diese positive Energie sehr schön illustriert: "Durch den Dauerlauf -den immer gleichen Rhythmus und die gleichmäßige Atmung- sortiere ich die Erlebnisse, werte sie, packe sie am Ende ein und weg. Es entsteht Platz im Kopf, ein freier Raum, ein Nichts. Irgendwann, wenn alles verstaut ist, denke ich nichts mehr. Ich laufe ...".

Ok, ich laufe nicht ... aber beim Radeln passiert das gleiche :-) Ohne Sport und meine Physis könnte ich meinem Job nicht ausüben.

Deshalb ist mein Training darauf ausgerichtet, einmal im Jahr einen Wettkampf wie den Ötztaler Radmarathon absolvieren zu können. Der Ötzi gehört mit einer Distanz von 235 km und 5.500 Höhenmetern über 4 Pässe (Kühtai [2.017 Meter], Brenner [1.370 Meter], Jaufen-Pass [2.094 Meter] und Timmelsjoch [2.509 Meter]) zu einer der schwersten Eintages-Radrennen:

Oder guckst Du den Streckenrundflug im Video:

Die positive Energie bei der Zieleinfahrt ist mit nichts zu vergleichen ... und die Gefühle sind mit Worten nicht zu beschreiben.

Guckst Du diese TV-Reportage, da wird die Faszination für Long-Distance-Radrennen sehr schön beschrieben:

Ötzi Reportage Teil 1

Ötzi Reportage Teil 2

Richtig geil finde ich diesen Werbespot von Asics, weil er die Begeisterung von Menschen für Sport zeigt. Bei manchen Szenen kriege ich auch nach hundert mal anschauen immer noch eine Gänsehaut. Guckst Du:

Auch ich lebe Sport. So oft wie es geht versuche ich, Zeit für ein Training zu finden. If possible, every damned day. Und als Controller führe ich selbstverständlich ein Trainingstagebuch:

Challenges

Herausforderungen sind ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Jedes Jahr nehme ich mir mindestens ein besonderes Projekt vor, um im Rhythmus zu bleiben, meine Physis auf hohem Niveau zu halten, meine Grenzen auszuloten, neue Dinge auszuprobieren ... or whatever.

Hier die Challenges der letzten Jahre:

2020: 24 hours

2019: 24 hours

2018: Death Valley Tour

2018: Ötztaler Radmarathon

2017: AlpenBrevet

2017: 24 hours

2016: Ötztaler Radmarathon

2015: AlpenBrevet

2015: 24 hours

2014: Ötztaler Radmarathon

2013: 24 hours

2012: Ötztaler Radmarathon

2011: Allgäu Triathon

2008: TransAlp

24 hours 2020

Fucking Corona. Der Ötzi 2020 ist ausgefallen ... ebenso der AlpenBrevet 2020 ... ok, dann fahre ich dieses Jahr eben wieder 430 km mit dem Rad in 24 Stunden auf ein Käffchen nach Duisburg zu meiner mum.

Am 04. September 2020 war es soweit. Ich bin Donnerstag zurück aus Spanien gekommen, am Freitag habe ich das Rad vorbereitet und das Gerödel gepackt ... und um 19:15 Uhr gings ab Stuttgart Mitte los. Dieses Jahr hatte ich zwar nur wenige longturns in den Beinen, aber ansonsten solide trainiert. Insofern war ich guter Dinge, dass ich es zum dritten Mal hinkriege.

Die Strecke Stuttgart, Bretten, Speyer, Alzey, Bingen, Koblenz, Bonn, Köln, Neuss ... Krefeld kenne ich zwischenzeitlich fast auswendig. Dennoch kommt es insbesondere in der Nacht immer mal wieder vor, dass ich mich verfahre oder kurz navigieren muss.

Rückblickend hat dieses Jahr wieder alles super geklappt. Kurz vor Bretten ist mir zwar die Halterung für die Vorderlampe gebrochen, ich konnte die Lampe aber notdürftig mit einem iPhone Ladekabel befestigen. In Speyer am Dom und in Alzey habe ich wieder traditionell meine Müslipausen eingelegt ... und irgendwie verging die Nacht wie im Flug, so dass ich gegen 05:45 Uhr in Bingen den Rhein erreicht habe. Es war kalt in der Nacht, aber das hält wach.

Ab dem Rheintal hatte ich wieder mal Pech mit Gegenwind, aber darauf war ich emotional vorbereitet. Selbst ein kurzzeitiger Regen hat mich nicht aufhalten können. Kurz vor Koblenz kam dann endlich die Sonne raus. In Koblenz habe ich mich umgezogen und konnte dann endlich wieder ohne Schaal und Regenjacke und nur noch im Radtrikot fahren. Es flutschte es wie am Schnürchen. In Bonn habe ich traditionell das zweite Frühstück eingenommen, dann habe ich ziemlich easy Köln und Neuss erreicht ... und ab da wusste ich dann, dass ich es wieder schaffen werde.

Es ist für mich immer wieder erstaunlich, dass man hinten raus nach fast 20 Stunden auf der langen B9 immer noch Power findet, um mal kurz Gas zu geben. Insbesondere weil ich in diesem Jahr (erneut) fast 200 km lang Gegenwind hatte. Ab Krefeld begann dann schon fast meine Zielgerade. Dieses Gefühl, nach 430 km bei meiner mum anzukommen ist auch nach der fünften Fahrt immer noch unbeschreiblich. Ein geiles Gefühl.

Nach 19 Stunden und 20 Minuten reine Fahrtzeit bin ich in Rumeln angekommen. Insgesamt habe ich 22,5 Stunden mit Pausen benötigt. So schnell habe ich es noch nie geschafft.

Müde, abgekämpft ... aber glücklich und stolz. Ich bin sicher, dass dies nicht meine letzte Tour nach Duisburg war.

24 hours 2019

Nachdem ich wie in den letzten Jahren im ungeraden Jahr 2019 wieder einmal nicht beim Ötzi gelost wurde, brauchte ich ein natürlich ein alternatives Event, um mal wieder meine Leistungsgrenze auszutesten.

Lange musste ich nicht überlegen. Warum nicht noch einmal wie 2017 mit dem Rad 450 km in 24 Stunden nach Duisburg zu meiner mum fahren? Von insgesamt drei Versuchen habe ich es bisher nur einmal geschafft. Das zunächst ins Auge gefasste Wochenende Anfang August (mit Matze) war leider total verregnet. Es hat so geschifft, dass wir leider nachts um 1 Uhr aus Sicherheitsgründen nach 100 km abbrechen mussten. Der Abbruch ging mir so was von auf den Sack, dass ich mir fest vorgenommen habe, die offene Rechnung bei die ersten Möglichkeit nach meinem Urlaub in Holland auszugleichen. Murphy wollte es, dass genau das Wochenende meiner Rückkehr regenfrei sein sollte. Also war der Plan, am Donnerstag Nacht früher nach Hause zu fahren ... und am Freitag loszufahren.

Ok, mein letzter Longturn im Schwarzwald lag mehr als 5 Wochen zurück, in Holland bin ich nur ein paar km auf einem alten Leih-Mountainbike gefahren, CarboLoading war zeitlich nicht mehr zu schaffen ... aber ich war total erholt. Also habe ich Freitag ausgeschlafen, meine Klamotten gepackt, Nahrung für die Fahrt gekauft, das Rennrad gecheckt, geölt und die Reifen mit 7,5 Bar aufgepumpt ... und um 18:05 Uhr gings dann los.

Als Route habe ich die gleiche wie 2017 gewählt: In Speyer über den Rhein und dann die bergige ab 20km kürzere Strecke parallel der Autobahn A61 nach Bingen (statt über Mainz am Rhein entlang). Kopfmäßig habe ich die Strecke in vier Ankerpunkte aufgeteilt ... Speyer (100 km), Bingen (200 km), Bonn (330 km) und danach einfach nur noch weiter kurbeln bis Duisburg.

Die ersten 100 km über die B10 und die B35 nach Speyer liefen trotz hohem Verkehr und einem Navigationsfehler hinter Ditzingen völlig entspannt. Traditionell habe ich wieder in Bretten bei Mc Donalds eine kurze Trink- und Esspause eingelegt. Selbstverständlich bin ich danach natürlich wieder den kleinen Umweg über Rheinhausen im Landkreis Karlsruhe gefahren. Der Ort heißt genau wie meine Heimatstadt am Niederrhein, das finde ich irgendwie lustig. Ein paar km vor Speyer hatte ich dann kurzzeitig einen erhöhten Puls, da auf einem Schild angezeigt wurde, dass die Rheinbrücke gesperrt ist. So viele Brücken gibt es in dieser Gegend nicht ... und auch keine Straße parallel zum Rhein, d.h. ich hätte viel Zeit durch den Umweg und das umständliche Navigieren verloren. Zum Glück konnte ich mit dem Rad trotz Baustelle und Sperrung über die Brücke.

Gegen Mitternacht habe ich mich in Speyer am Dom für die kalte Nacht umgezogen, zwei Bananen für den Kohlenhydrate-Speicher nachgeschoben und eine Flasche Müsli getrunken. Müsli mit Milch in einer Joghurt-Trinkflasche nehme ich zwischenzeitlich immer als Nahrung auf Longturns mit und finde ich besser als PowerGels.

Die nächsten 100 km bis Bingen liefen total easy. Es gibt zwar keine Straße, über die man mal eine längere Strecke einfach mal geradeaus fahren kann, aber die Navigierei hält nachts wach. Man lümmelt quasi von Dorf zu Dorf. Lustig war ein kleiner Navigationsfehler, der mich mindestens 10 km gekostet hat. Google Maps (für Radfahrer) führte mich zunächst über einen Weinberg ... dann wurde daraus ein Schotterweg ... und nach ein paar km stand ich plötzlich wieder im gleichen Ort. Shit happens.

Nachts völlig alleine durch die Prärie zu radeln, das hat irgendetwas. Keine Sau unterwegs. Da finde ich die Zeit, um mich zu sortieren, nachzudenken und die Seele baumeln zu lassen.

Ein geiles Gefühl, als ich dann morgens gegen halb sechs Bingen erreicht habe. Ich bin dann noch ein paar km in der aufgehenden Sonne den Rhein entlang gefahren, bis ich die erste geöffnete Bäckerei gefunden habe. Dort habe ich meine beiden Wasserflaschen wieder aufgefüllt und mir ein ausgiebiges Frühstück mit allem (in Worten a l l e m) was das Herz begehrt gegönnt.

Danach ging es dann weiter nach Koblenz. Die Strecke durch das Rheintal, vorbei an der Loreley und den vielen Burgen, ist total schön. Blauer Himmel, Sonne, endlich mal kein Gegenwind ... und die Temperaturen waren noch angenehm warm, und nicht zu heiß. Einfach nur geil. Mittlerweile habe ich zwar zunehmend meinen Hintern gespürt, aber mit meiner Power hatte ich immer noch Null komma Null Probleme. Am deutschen Eck habe ich dann auf der Moselbrücke 2cm Vaseline nachgeschoben und eine Tüte Studentenfutter eingeatmet. Danach ging es dann weiter nach Bonn. Die 60 km Strecke gingen auch mega schnell vorbei. Dort habe ich mir dann nach 330 km ein zweites Frühstück gegönnt. Pflaumenkuchen mit Sahne, ein Pudding-Teilchen, ein Schinkenbrötchen und eine Cola.

Auch der Weg nach Köln verlief so easy, dass ich dieses Mal keine Rast am Kölner Dom gemacht habe, sondern direkt weiter Richtung Neuss bin. Ab jetzt nicht mehr den Rhein entlang, sondern gerade aus über die B9. Auf dem Weg über Dormagen nach Neuss habe ich dann zwar zunehmend schwere Beine bekommen, aber zu keinem Zeitpunkt so stark, dass ich daran gedacht habe, aufzuhören. Es war ein geiles Gefühl an den beiden Stellen vorbei zu fahren, wo ich 2013 bzw. 2015 aufhören musste, weil nix mehr ging. In Neuss habe ich dann die letzte Pause gemacht, gegessen, mir ein Eis als Nachtisch gegönnt, noch einmal zwei Riegel eingeschoben und die Flaschen mit Cola gefüllt.

Ich war ein bisschen müde, ich spürte meinen Rücken und meine Beine ... aber an dieser Stelle wusste ich, dass ich die letzten verschissenen 35 km bis zu meiner mum auf jeden Fall schaffe. Auch die letzten eineinhalb Stunden verliefen wie im Flug. Ich hatte null Probleme mit der Kraft, das Rad funzte ... alles lief perfekt.

Die letzten paar Kilometer ab Krefeld Uerdingen waren einfach nur geil. Trotz der 450 km in den Socken, kurbelt man mit einem Lächeln auf den Lippen. Man ist müde, aber es ist noch Power da. Und das Gefühl, diese Strecke ohne Unfall, körperliche Probleme oder technische Störungen geschafft zu haben ... kann man mit Worten nicht beschreiben.

Guckst Du die Strecke im Video:

Und wenn Du noch ein paar Fotos sehen möchtest, guckst Du ins Fotoalbum

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Death Valley 2018

Eigentlich war es eine Spinnerei aus 2016. Zusammen mit Sascha habe ich eine Herausforderung für einen Rad-Urlaub gesucht. Wir wollten etwas "nicht-alltägliches" machen, so sind wir ziemlich schnell auf das Death Valley gekommen. Das Tal liegt nah bei Las Vegas, also brauchten wir nur noch ein Ziel. Wir mussten nicht lange überlegen. San Francisco ist eine geile Stadt, die Golden Gate Bridge ein geniales Ziel ... zack, war unsere Tour eingetütet.

Genau genommen haben wir erst nach der Buchung der Flüge und der beiden Hotels im Tal des Todes mit der eigentlichen Planung begonnen. Dass es am Ende aller Tage von den Kilometern genau gepasst hat, war reiner Zufall, Intuition or whatever.

Insgesamt sind wir 1.250 km in 12 Tagen gefahren und haben 12.500 Höhenmeter weggedrückt. Grandios. Einfach nur geil. Ich werde diese Tour nie vergessen.

Ein Bilderbuch sagt mehr als 1000 Worte. Guckst du.

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Ötztaler Radmarathon 2018

Dieser Ötzi war nach 2012, 2014 und 2016 bereits der vierte Start in Sölden. Keine Ahnung, warum ich nie in den ungeraden Jahren gelost werde. Und vor allem warum ich drei von vier meiner Ötzis bei beschissenem Wetter fahren musste.

Schon eine Woche vor dem Start zeigten alle Wetter-Apps an, dass es die komplette Woche regnen wird ... und am Samstag vor dem Rennen hatte sich das Tief wunderbar in den Alpen festgesetzt:

Und scheiße kalt war es auch noch. Die Meteorologin hatte bei der Fahrerbesprechung jedoch eine gute Nachricht für die 5.000 Radler: "Es wird nicht schneien". Damit hatte sie übrigens komplett recht. Mit der weiteren Prognose lag sie jedoch voll daneben. Anstatt nachmittags gegen 15:00 Uhr fing es schon zwei Stunden nach dem Start bei der Auffahrt auf den Kühtai an zu regnen. Oben auf dem Pass war es dann 4 Grad kalt ... und die Schuhe waren trotz Überzieher bereits nass. Dazu kamen tief hängende Wolken und nasse Straßen, so dass man nur sehr langsam talwärts fahren konnte. Die Abfahrt nach Innsbruck dauerte bereits 10 Minuten länger als in 2016.

Zum Glück habe ich bei der Auffahrt auf den Brenner eine gute Gruppe gefunden, wo ich mich dran hängen konnte. Zwischenzeitlich hatte es endlich aufgehört zu regnen ... aber ich konnte die Regenjacke nicht ausziehen, sonst hätte ich den Anschluss an die Gruppe verloren. Richtig nah auffahren konnte man trotzdem nicht, da die Straßen noch nass waren und die Gischt spritzte. Für die Auffahrt zum Brenner habe ich dadurch vier Minuten länger gebraucht als bei meiner Bestzeit in 2016. Insgesamt lag ich 20 Minuten darunter ... damit war ich angesichts der Rahmenbedingungen zufrieden.

Bei der Talabfahrt runter nach Italien musste ich die Regenjacke noch anlassen, weil es war einfach immer noch scheiße kalt war ... und einstellige Temperaturen bei Geschwindigkeiten von etwa 80 km/h nur begrenzt lustig sind. Vor der Auffahrt auf den Jaufenpass habe ich mich dann umgezogen und konnte nach 150 km endlich das erste mal in kurz fahren. Blöd, dass es nach einer halben Stunde wieder heftig zu regnen anfing. Also lange Hose und Regenjacke wieder an ... und weiter gings. Der Jaufenpass ist echt "dreckig", da er keine flachen Teilstücke hat, auf denen man ein bisschen durchatmen kann. Kurz vor der Passhöhe auf 2.090 Metern lag die letzte Labestation vor dem Timmelsjoch. Dieses Mal wollte ich nicht den gleichen Fehler wie in 2016 machen, wo ich ohne Anhalten weiter gefahren bin ... und es am Timmelsjoch bitter bereut habe :-) Dieses Mal habe ich beide Flaschen mit Cola (nein, keine light) aufgefüllt und mindestens 3 Käasebrote gegessen. Und zum Nachtisch gab es Kuchen ...

Die Abfahrt nach St. Leonhardt lief trotz der Straßenverhältnisse super ... und tatsächlich habe ich im Kreisverkehr zur Auffahrt auf das Timmelsjoch die Sonne gesehen. S o n n e ... yeah. Also zum zweiten mal Regenjacke und Regenhose ausziehen und damit dann gings los auf den 29 km langen Anstieg:

Dieses mal dauerte es keine Viertelstunde, dann fing es wieder stark an zu regnen. Also wieder umziehen ... weiter treten ... und irgendwie versuchen, sich nicht emotional runter ziehen zu lassen. Es war eine Freude, durch die Tunnel zu fahren ... da war man wenigstens für ein paar Meter trocken. Bis zur Labestation nach 15 km lief es eigentlich sehr ordentlich. Ich war müde ... aber fit ... und ich hatte bis hierhin eigentlich noch kein Tief. Dort habe ich mir noch mal die beiden Flaschen mit Cola gefüllt, zwei heiße Suppen zum Aufwärmen gegessen, zwei Kuchen für die Hand mitgenommen und war bereit für die letzten 14 km Anstieg.

Je höhe wir kamen desto kälter wurde es, die Füße waren komplett nass ... aber trotzdem es lief irgendwie rund. Diese Wetterverhältnisse zermürben einen ... dennoch hatte ich nie ein richtiges Tief. Und wenn man erst mal die Kehren kurz vor dem Gipfel erreicht hat ... dann weiß man, dass man den Ötzi geschafft hat .. und das gibt noch einmal zusätzliche Energie:

Die Abfahrt zurück nach Sölden hat ziemlich genau 1 Stunde gebraucht, etwa 10 Minuten länger als in 2016. Mit 12:28 Stunden habe ich zwar eine Stunde länger gebraucht als in 2016, dennoch war ich mega zufrieden. Den Ötzi innerhalb der knock-out-Zeiten zu schaffen, ist schon grandios. Und bei diesen Wetterverhältnissen ins Ziel zu kommen, ist echt ne geile Sache.

Natürlich fragt man sich, wenn man frierend im Ziel steht, warum tue ich mir das eigentlich an :-) Aber schon eine Nacht später ist klar ... ich melde mich 2019 wieder an ...

Wenn Du noch ein paar Fotos sehen möchtest, guckst du ins Fotoalbum

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AlpenBrevet 2017

Eigentlich wollte ich in diesem Jahr ja gemeinsam mit Matze das vierte Mal beim "Ötzi" starten. Aber offensichtlich habe ich nur in den geraden Jahren Losglück. Ok, dann eben nicht ... also bin ich wie in 2015 das zweite Mal beim AlpenBrevet in der Schweiz gestartet. Die Strecke ist mit 172 km und 5.294 Höhenmetern (Grimselpass [2.164 Meter], Nufenenpass [2.478 Meter], Gotthardpass [2.106 Meter] und Sustenpass [2.260 Meter]) auch kein Zuckerschlecken.

Ab Mai habe ich mich mit meiner bewährten Trainingsmode vorbereitet. Jeden zweiten Tag möglichst viele Höhenmeter weg drücken ... und zusätzlich an den Wochenenden ein paar long turns in den Schwarzwald. Und natürlich traditionell mein 24 Stunden race nach Duisburg. Aus beruflichen Gründen bin ich leider nicht an die Trainingsintensität der letzten Jahre herangekommen, aber alles in allem hat es doch ganz ordentlich geklappt.

Am Renntag war eigentlich ab Mittag Regen angesagt ... aber entgegen der Wettervorhersage war es den ganzen Tag lang richtig heiß. Hätte ich mal statt dem Regenzeug meinen Wasserrucksack dabei gehabt. So musste ich insbesondere am Gotthard und am Sustenpass zwischendurch Wasser aufnehmen, weil die beiden Flaschen bei Sonne ohne Schatten maximal 1 Stunde halten. Die Anstiege am Gotthard und Sustenpass waren echt heftig, da die Sonne mega gebrannt hat ... und die Fahrer nur wenige Schatten-Passagen hatten. Insbesondere die letzten Kilometer an den Kehren haben echt Körner gekostet. Oben auf der letzten Passhöhe am Sustenpass dachte ich eigentlich, jetzt einfach nur noch runter rollen und die letzten 35 km Abfahrt genießen.

Aber Scheißendreck. Etwa 500 Meter nach dem Pass fing es an zu gewittern, und zwar mega heftig. Statt gechillt mit 65 kmh dem Ziel entgegen ... ging es nur mit maximal 20 kmh, da die Bremsen nicht mehr gegriffen haben. Und es war so schweinekalt, dass ich beim Bremsen immer weniger richtig zupacken konnte. Das hat dann richtig viel Zeit gekostet ... und Murphy wollte es, dass der Regen kurz vor dem Ziel in Meiringen aufgehört hat.

Alles in allem war ich dennoch sehr zufrieden mit dem Rennen, auch wenn ich etwas mehr Zeit als in 2015 gebraucht habe. Und die Strecke ist einfach sensationell. Guckst Du:

24 hours 2017

Schon in 2013 und 2015 hatte ich versucht, Duisburg in 24 Stunden mit dem Rad zu erreichen. Beide Male habe ich es zwar nicht geschafft, aber mit den etwa 400 km bis Neuss (2013) und Düsseldorf (2015) war ich zumindest rückblickend sehr zufrieden.

Auch dieses Jahr wollte ich mit Blick auf den Start beim AlpenBrevet wieder testen, wo ich trainingsmäßig stehe und wo meine Leistungsgrenze liegt. 2013 und 2015 habe ich ja schon mal spüren dürfen, wie es sich anfühlt, wenn einfach nix mehr geht :-)

Dieses Jahr wollte ich auf jeden Fall weiter kommen als bei den ersten beiden Versuchen. Bei der Planung der Strecke 2017 habe ich dieses Mal nach Alternativen für die drecks B9 zwischen Speyer und Mainz gesucht. Die geht zwar weitestgehend ohne Höhenmeter am Rhein entlang ... dafür müssen aber mehrere Passagen mit Fahrradverbot wegen ausgebauter Autostraßen umfahren werden. Das ist nachts echt nervig. Um das zu vermeiden, muss man die Diagonale entlang der A61 nehmen. Diese Strecke ist zwar etwa 30 km kürzer, aber das Weinbaugebiet besteht völlig überraschend aus verdammt vielen Weinbergen. Und jeder Höhenmeter kostet Körner, die hinten raus fehlen. Google zeigte für dieses etwa 100 km lange Teilstück nur 500 Höhenmeter an.

Also habe ich mich entschlossen, diese neue Strecke auszuprobieren. Am 08. Juni ging es dann um 19:45 Uhr endlich los. Um die autobahnmäßig ausgebaute B10 zwischen Zuffenhausen und Schwieberdingen zu vermeiden, bin ich erstmals quer über die Dörfer über Möglingen, Markgröningen, Oberriexingen, Sersheim durch das Kraichtal nach Speyer geradelt. Es ist bewährte Tradition, dass ich kurz vor der Rheinüberquerung in Speyer noch einen kleinen Umweg in Kauf nehme, um durch Rheinhausen zu fahren. Muss einfach sein, auch wenn die Stadt nur so heißt wie meine Heimatstadt.

Den Rhein habe ich etwa gegen Mitternacht erreicht ... bis dahin lief alles problemlos. Danach kam dann das unbekannte Terrain entlang der A61. Die Navigiererei auf der "neuen" Strecke hielt mich wach, aber die unzähligen Weinberge zwischen Worms und Bingen hatten definitiv deutlich mehr als die von Google berechneten 500 Höhenmeter. Wie auch immer, um kurz vor sechs hatte ich bereits Bingen erreicht. Alles lief bestens ... ich lag gut in der Zeit und ich hatte keinerlei Schwierigkeiten mit der Power oder mit dem Rad. Bingen liegt etwa auf der Hälfte der Strecke und war nach Speyer mein zweiter Ankerpunkt. Dort habe ich erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Kaffee, Brötchen, Kuchen, Schokolade ... und als Nachtisch eine Cola. Und ... nein, keine Light, sondern die mit Zucker.

Danach ging es weiter entlang am Rhein. Die Strecke kenne ich ja aus vielen Radtouren wie meine Westentasche. Es lief unglaublich easy ... vorbei an der Loreley und an Boppard ... und ratzfatz war ich in Koblenz. Dort habe ich mir dann mein zweites Frühstück gegönnt. Es hat richtig Spaß gemacht, einfach alles zu bestellen, was lecker schmeckt, scheiß egal, wie viele Kalorien der Shit hat. Nach Koblenz war Bonn mein vierter Ankerpunkt. Trotz Gegenwind hatte ich immer noch keinerlei Probleme ... alles lief perfekt. Kurz vor Bonn habe ich dann einen riesen Teller Spaghetti zu Mittag gegessen. Oh man, hatte ich einen Kohldampf. Während ich gegessen habe zogen Regenwolken auf ... und ehe ich wieder auf dem Rad saß, goss es in Strömen. Also Regen-Klamotten an .. und weiter gings.

Anfangs empfand ich den Regen und die Abkühlung als wohltued ... im weiteren Verlauf nervte er aber zunehmend. Teilweise musste ich mich unterstellen, weil es aus allen Rohren blitzte, donnerte und hagelte. Bei einem dieser Stopps habe ich einen siebzigjährigen Holländer getroffen, der mit dem Rad auf dem Rückweg von Prag nach Den Haag war. Ich hoffe, dass ich in 15 Jahren noch genauso fit sein werde wie dieser Typ. Irgendwann war dann mein Trikot trotz Gummi-Klammotten auch nass ... aber schneller und leichter als erwartet habe ich dann Köln erreicht.

Unmittelbar hinter dem Dom ist mir auf der Rheinpromenade der rechte Zug der Schaltung gerissen. Zunächst hatte ich überlegt, einen Radladen zu suchen und die Schaltung reparieren zu lassen ... dann habe ich mich aber doch entschieden, keine Zeit zu verlieren ... und bin mit zwei Gängen ("Kette rechts" war nun tatsächlich Programm) weiter gefahren. Hinter Köln wurde es dann zäh. Das Kurbeln fiel nicht mehr so leicht ... der Körper wurde zunehmend müder ... der Arsch tat trotz 2 cm Vaseline mehr und mehr weh ... und die paar km nach Leverkusen und Dormagen waren gefühlt 50 km lang. Und die Strecke von Dormagen nach Neuss zog sich dann irgendwie noch länger hin. Hinter Dormagen hatte es dann endlich aufgehört zu regnen. Neuss wollte und wollte nicht näher kommen ... aber irgendwann bin ich dann doch an der Stelle in Neuss vorbei gefahren, an der ich 2013 aufhören musste, weil ich keine Kraft mehr hatte. Kurz hinter dieser Stelle habe ich mir noch einmal eine Ladung Schokolade, ein Eis und Pommes mit Mayo gegönnt.

Dabei habe ich dann den heroischen Entschluss gefasst, dieses Mal bis Duisburg weiter zu fahren. Koste es was es wolle. Ich war zwar müde und abgekämpft ... aber ich spürte, dass ich noch die Kraft für die letzten verschissenen 40 km hatte. Es war dann unbeschreiblich, wieviel Power auf dem letzten Teilstück zwischen Neuss und Krefeld durch Emotionen noch aktiviert wurde. Es war eine reine Triumphfahrt, vergleichbar mit dem letzten Teilstück beim Ötzi vom Timmelsjoch runter nach Sölden. Nur dass ich noch treten musste ... Es war ein überragendes Gefühl, Duisburg näher und näher zu kommen. Hinter den Bayer-Werken in Krefeld-Uerdingen habe ich dann jeden einzelnen Meter ausgekostet.

Um 20:15 Uhr habe ich dann Rumeln erreicht. Was soll ich sagen? Trotz Gegenwind ab Bingen, Regen ab Bonn, nur noch zwei Gängen ab Köln ... lief es fantastisch. Es gab insbesondere zwischen Köln und Neuss verschiedene Phasen, in denen es richtig "dreckig" war ... aber letztendlich bin ich dann doch ohne größere Probleme durchgekommen. Ich war mega glücklich und stolz, diese Strecke bei meinem dritten Versuch endlich geschafft zu haben.

Insgesamt bin ich 438 km mit 2,500 Höhenmetern am Stück geradelt ... und habe dafür incl. Pausen vierundzwanzigeinhalb Stunden benötigt.

Ötztaler Radmarathon 2016

Zwei mal bin ich schon beim Ötzi gestartet, aber noch nie bin ich bei der ersten Verlosung gezogen worden. Und diese Tradition hat sich 2016 fortgesetzt. Aber zum Glück kannte ich einen, der einen kennt, der mir seine Startnummer dann übertragen hat. Bisher bin ich immer alleine gestartet. Dieses Mal wollte ich den Ötzi zusammen mit Matze alias Lance, dem Premium-Spinning-Coach, rocken.

Ende März haben wir mit den Vorbereitungen auf den Ötzi begonnen. Beim letzten Schwarzwald-Training, drei Wochen vor dem Start, fing mein rechtes Knie wieder einmal an zu zicken, laut Arzt eine "Streckblockade". Beim Auftreten höllische Schmerzen ... Kurbeln ging mit überschaubaren Beschwerden. Eine Woche mit entzündungshemmenden Medikamenten und ohne Training halfen leider nicht. Also sind Matze und ich zwei Wochen vor dem Ötzi nach Sölden gefahren, um den ultimativen Belastungstest unmittelbar am Timmelsjoch durchzuziehen: 22 km Aufstieg von der Nordseite ... Südseite runter nach Italien Richtung Sankt Leonhardt ... 8 km rauf auf den Jaufen Pass und wieder runter ... 29 km Aufstieg auf der Südseite des Timmelsjochs ... und wieder zurück nach Sölden. Das Knie habe ich vor allem in den letzten beiden Stunden gespürt, aber es hat gehalten. Danach fiel die Entscheidung für den Start. Und ich hatte nur noch zwei Wochen, um die Entzündung in dem Knie mit Eisbeuteln und Medikamenten (und ohne Training) irgendwie wieder wegzukriegen.

Am 28. August war es dann soweit. Mit sehr, sehr gemischten Gefühlen bin ich um 06:30 zum Start gerollt. Ich war total unsicher, ob und wie lange das Knie wirklich hält. Blöd war, dass Matze und ich uns schon vor dem ersten Anstieg auf den Kühtai-Pass verloren haben. Was wir nicht wussten: nach 127 km am Brennerpass waren wir nur 1 Minute auseinander ... aber haben uns nicht gesehen.

Wie bei den ersten beiden Ötzis bin ich trotz der Knock-Out Vorgaben wieder ohne Tacho und Uhr gefahren. Nach den ersten 19 km Anstieg hatte ich auf dem Kühtai-Pass ein sehr gutes Gefühl. Alles lief planmäßig, das Knie hielt ... und der Himmel war blau. Endlich mal ein Ötzi ohne Regen :-) Ohne Boxenstop bin ich dann sofort runter in Richtung Innsbruck. Und ich hatte mega Glück. Unmittelbar nach der Abfahrt vom Kühtai habe ich eine Gruppe mit etwa 20 Fahrern gefunden und mich dran gehängt. Sensationell ... mit Tempo 35 ging es durch Innsbruck ... und auch der anschließende 39 km lange Anstieg auf den Brenner lief perfekt. In Zweierreihen sind wir förmlich hoch geschossen.

Oben auf der Brenner-Passhöhe habe ich nach 127 km den ersten Boxenstopp gemacht. Flaschen aufgefüllt, getrunken und gegessen und beim ersten Blick auf die Uhrzeit konnte ich es nicht glauben ... 25 Minuten schneller als 2014 ... das gab Spielräume für die Knock-Out Zeit vor dem Timmelsjoch in Sankt Leonhardt. Überhaupt fühlte ich mich richtig gut: Bllauer Himmel, die Sonne schien, das Knie hielt ... und die Belastung nach zwei Pässen war überschaubar. Nach der anschließenden Abfahrt in Richtung Sterzing kam der Jaufen-Pass. Ein richtig "dreckiger" Pass, weil der Anstieg einem keinen einzigen Meter Erholung gönnt. 2012 bin ich dort total abgekackt. Dieses Jahr war es in der Sonne sehr hart ... aber irgendwie habe ich die 16 km weggedrückt und hatte die Passhöhe im Blick.

Die Labestation kurz davor war total überfüllt, also bin ich ohne Anhalten durchgefahren. Eine falsche Entscheidung, wie sich später herausstellte. In meinem Wassersack war noch etwa 1 Liter ... also habe ich auch vor dem Aufstieg auf das Timmelsjoch nicht angehalten, obwohl ich am Vortag eine Tüte mit Schokolade, Cola, Wurst, Bananen etc. hinterlegt hatte. Die ersten 7 km Anstieg auf das Timmelsjoch liefen ordentlich, dann kam das erste Tief. Blöd war, es war etwa 30 Grad heiß ... und meine Flaschen waren ziemlich schnell leer. Aber ich hatte Glück im Unglück: Ein Streckenposten stand mit seinem Motorrad am Straßenrand und trank einen Schluck aus seiner Flasche. Ich fragte ihn, ob ich mal trinken darf ... und er sagte: "Willst lieber was Süßes?" ... und hielt mir einen halben Liter Sprite hin :-)

Oh man wie geil war das denn? Die Sprite hat mich im wahrste Sinne des Wortes gerettet. Mit der neuen Energie habe ich mich dann die nächsten 10 km Anstieg bis zur Labestation Schönau durchgekämpft. Dort habe ich meine Flaschen mit Cola gefüllt und mich mit Bananen, Kuchen, Nüssen und Riegeln gestärkt. Die letzten 10 km Anstieg bis zum Gipfel waren dann hart ... aber da wusste ich bereits, ich werde es definitiv bis zum Gipfel schaffen. Oben auf dem Gipfel auf 2.500 Metern war es angenehm kühl und ich konnte ohne zusätzliche Windjacke direkt durchfahren und runter nach Sölden rollen. 40 Minuten braucht man für die Abfahrt ... und es ist eine emotionale Triumphfahrt. Oben auf dem Timmelsjoch ist klar, der Ötzi ist gerockt. Und selbst die letzten 2 km Anstieg an der Mautstelle sind einem scheiß egal.

Richtig geil ist dann die Durchfahrt durch Sölden, vorbei an der Stelle, wo man morgens auf den Start gewartet hat. Und die Zieldurchfahrt ... wunderbare und unbeschreibliche Emotionen:

Dieses Jahr war ich nach 11:28 Stunden im Ziel. Ich konnte es nicht glauben, 1 Stunde 20 schneller als 2014 bei dem Katastrophenwetter ... und 50 Minuten schneller als 2012 ... new record.

Auf den Fotos im Fotoalbum kannst Du Dir ein paar Impressionen anschauen.

Fotoalbum

AlpenBrevet 2015

Eigentlich wollte ich ja in 2015 das dritte Mal nach 2012 und 2014 wieder beim "Ötzi" starten. Nach zwei verschissenen Regenrennen wollte ich endlich mal eine Abfahrt vom Timmelsjoch zurück nach Sölden in der Abendsonne genießen. Aber leider bin ich nicht gelost worden. Skandal.

Aber zum Glück gibt es ja www.quäldich.de. Ich wusste gar nicht, dass es so viele Alpen-Radmarathons gibt. Und einer ist mir sofort ins Auge gestochen: Der AlpenBrevet mit Start und Ziel in Meiringen in der Schweiz. Die Fahrer können aus drei Routen wählen:

Silber-Tour 132 km, 3 Pässe, 3.875 Höhenmeter (grün) Gold-Tour 172 km, 4 Pässe, 5.294 Höhenmeter (gelb) Platin-Tour 276 km, 5 Pässe, 7.031 Höhenmeter (rot)

Genial ist, dass man sich während des Rennens entscheiden kann, welche Herausforderung man sich antun will. Einfach links abbiegen ... und die Strecke wird kürzer ... und die Höhenmeter weniger ... und die Schmerzen auch :-) Bei der Anmeldung hatte ich natürlich die "Platin-Tour" im Kopf. Aber leider konnte ich mein Trainingsprogramm durch meinen Umzug und den USA-Urlaub nicht so umsetzen wie geplant. Für einen Ultra-Alpen-Marathon fehlten mir vor allem die "long-turns" und die Trainingseinheiten mit mehr als 3.000 Höhenmetern. Und Murphy wollte es, dass ich ausgerechnet die beiden letzten Trainingseinheiten vor dem Wettkampf im Schwarzwald an der Kaltenbronner Steige wegen Dauerregen und Hagel abbrechen musste. Murphy ist ein Arsch. Am Ende siegte bei mir die Vernunft. Und so bin ich am 29.08. mit dem Ziel "Gold-Tour" gestartet. Aber die ist mit Grimsel- (2.165 Meter), Nufenen- (2.478 Meter), Gotthard- (2.106 Meter) und Sustenpass (2.264 Meter) und einer Länge von 172 km auch nicht schlampig:

m Vergleich zum Ötzi sind die Höhenmeter annähernd gleich, dafür ist die Strecke 60 km kürzer. Somit gibt es weniger Möglichkeiten der "aktiven Erholung" auf ebener Strecke. Das Beste war: zum ersten Mal hatte ich bei einem Ultra-Wettkampf Glück mit dem Wetter. Ich konnte es kaum glauben, schon ab Mitte der Woche vor dem Start war klar, dass es ein geiler Sonnentag mit blauem Himmel und über 30 Grad werden wird. Die vier Pässe des Alpen-Brevets kannte ich bis dahin nur von verschiedenen Cabrio-Touren. Und so habe ich mich richtig auf das Rennen gefreut, denn mit dem Rad nimmt man die Umgebung und die Eindrücke viel intensiver wahr und kann das Alpen-Panorama genießen. Die wasserdichten Handschuhe und die Regenjacke konnte ich dieses Mal im Hotel lassen, stattdessen bin ich mit einem 5 Liter Wasser-Rucksack an den Start gegangen, um meine Boxenstopps flexiber gestalten zu können. Der Wasserverbrauch liegt auf Bergtouren bei etwa 2 Litern pro Stunde.

Der Plan war, wie beim Ötzi erst am zweiten Pass nach etwa fünf Stunden Wasser und Nahrung aufzunehmen. Morgens um 06:45 Uhr war es noch schweinekalt und schattig, so dass ich nur wenig Wasser verbraucht habe. Unmittelbar nach dem Start folgte der 26 km lange Aufstieg auf den Grimsel-Pass über die Nordrampe von Innertkirchen durch das Haslital (2.165 Meter/1.540 Höhenmeter). Alles verlief planmäßig ohne Probleme, gewöhnungsbedürftig war aber der Autoverkehr. Im Gegensatz zum Ötzi sind die Straßen beim Alpen-Brevet nicht gesperrt. Bei den Aufstiegen nerven die Abgase und die Überholmanöver der Autos und Wohnmobile ... und bei der Abfahrt ist es durch den Autoverkehr verdammt gefährlich, mit vollem Speed runter zu hämmern.

Nur ein paar km hinter dem Grimsel-Pass begann der Aufstieg zum Nufenen-Pass. Mit 2.478 Metern ist er der höchste innerschweizerische Alpenübergang. Die Westrampe von Ulrichen ist mit 14 km (1.132 Höhenmeter) zwar nur etwa halb so lang wie die vom Grimsel-Pass, durch die hohe Durchschnittssteigung und die Windanfälligkeit ist er dennoch eine Herausforderung. Bis auf einen Zwangsstopp, um den Berggang meiner Gangschaltung neu zu justieren, lief auch beim zweiten Aufstieg alles wie am Schnürchen. Es war ein schönes Gefühl, bereits die Hälfte hinter sich zu haben, denn zwischenzeitlich war es richtig heiß geworden und der Planet brannte. Kurz vor der Südrampe auf den Gotthard-Pass habe ich in Airolo noch einmal alle Wasserflaschen und den Wasserrucksack aufgefüllt und reichlich Cola (nein, keine zero) und Kohlenhydrate zu mir genommen. Und danach kam dann die legendäre 14 km lange Kopfsteinpflaster-Auffahrt durch das Val Tremola rauf auf den Gotthard-Pass (2.106 Meter/993 Höhenmeter).

Alter Schwede, auf diesem Untergrund war der Kraftaufwand spürbar höher, als auf glattem Asphalt. Gleichzeitig knallte die Sonne ohne Ende und es war nur wenig Schatten verfügbar. Das ging ganz schön an die Substanz. Die letzten km mit den nicht enden wollenden Serpentinen waren ziemlich heftig. Und die Frage "Wann kommt denn endlich die verschissene Passhöhe?" habe ich mir nicht nur einmal gestellt. Trotzdem habe ich oben auf dem Pass keinen Boxenstopp eingelegt. Die Abfahrt vom Gotthardt war einfach nur genial. Eine breite Straße, glatter Asphalt, erstaunlicherweise keine Autos ... da konnte ich es richtig laufen lassen. In dem Abschnitt nach der Gotthard-Abfahrt zwischen Andermatt und Wassen war eine Monster-Baustelle. Der Verkehr wurde einspurig über Ampeln durch das Tal geschleust. Die Straßen waren so eng, dass selbst die Radler an den Ampeln stehen bleiben mussten. Das hat unendlich viel Zeit gekostet.

Danach kam der letzte Aufstieg über die Ostrampe auf den Sustenpass. Die Straße zieht sich etwa 18 km langgezogen durch das Tal. Es war total schön, das Bergpanorama mit dem blauen Himmel und der super Fernsicht zu genießen. Weniger angenehm war, dass man jederzeit vor Augen hat, wie weit und vor allem wie hoch man noch fahren muss. Die Sonne knallte wie die Sau in das Tal und es hat verdammt viel Energie gekostet, sich konsequent und mit einem gleichmäßigen Tritt Meter um Meter nach oben zu quälen. Die Anzahl der Fahrer, die sich zwischenzeitlich eine Gehpause oder eine Pause im Schatten unter einem Baum gönnten nahm deutlich zu. Und gegen Ende auf den letzten 3 Kilometern begannen dann die Serpentinen. Da wurde es dann richtig heftig ... aber der Gedanke, dass der letzte Pass bald geschafft ist, setzt unglaubliche Kräfte und Energie frei.

Es war ein geiles Gefühl, als ich dann endlich die Passhöhe erreicht hatte. Danach kam der schönste Teil des Rennens. Eine 30-minütige Abfahrt zurück nach Meiningen in der Abendsonne. Dieses Erlebnis war mir bei den beiden Ötzis leider noch nie vergönnt. Umso mehr habe ich jede Sekunde dieser Triumphfahrt genossen. Der Kopf weiß, das Rennen ist gerockt ... und so kann man die Abfahrt einfach nur genießen. Das war ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Nach 10 Stunden und 16 Minuten war ich zurück in Meiningen. Müde und abgekämpft ... aber überglücklich. Es ist erstaunlich, wie schnell der Körper nach so einer Belastung wieder regeneriert. Nach zwei Tellern Nudeln und einer Cola war ich eine halbe Stunde nach der Zieleinfahrt wieder topfit ... und die Quälerei und die Schmerzen waren schon wieder vergessen.

Mein Fazit: Es war wieder einmal ein unvergessliches Erlebnis, meine Grenzen auszuloten. Ich musste erfahren, dass Hitze auf Langstrecken letztendlich genauso zermürbt wie Kälte und Regen. Denn die Aufstiege auf den letzten beiden Pässe in der Sonne und bei über 30 Grad waren echt heftig. Aber: letztendlich bin ich ohne Probleme durchgekommen. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich auch nur Anzeichen eines emotionalen oder physischen Tief oder einen Gedanken anzuhalten. Einen Moment lang war ich ein bisschen enttäuscht über meine Durchschnittsgeschwindigkeit von "nur" 17 km/h, da ich beim Ötzi schon über 20 km/h geschafft habe. Aber beim näheren Nachdenken wurde mir klar, dass der Auto-Verkehr auf den Abfahrten und verschiedene Ampeln an den einspurigen Baustellen Zeit gekostet haben.

24 hours 2015

Nachdem ich mich Anfang März beim AlpenBrevet angemeldet hatte, wollte ich so schnell wie möglich meinen Trainingsplan fest legen. Da ich zum ersten Mal in einem Fitness-Studio überwintert hatte, brauchte ich zunächst eine Standortbestimmung, wo ich trainingsmäßig stehe. Was liegt da näher, als einfach so lange Rad zu fahren, bis es irgendwann nicht mehr geht:

2013 hatte ich es schon einmal probiert, mit dem Rad in 24 Stunden Duisburg zu erreichen. Damals bin ich bis kurz vor Neuss gekommen. Ich wollte es diesem Mal auf jeden Fall weiter schaffen. Gestartet bin ich am 10. April um 20:30 Uhr. Das ätzende Autostraßen-Teilstück der B10 zwischen Zuffenhausen und Schwieberdingen wollte ich dieses Mal vermeiden. Deshalb bin ich zunächst über Münchingen, Hemmingen und Hochdorf nach Enzweihingen gefahren ... und erst dort auf die B10. Ab da war zwar wieder viel LKW-Verkehr, aber auf einer geraden Strecke komme ich mit dem Rad deutlich schneller voran, als im Dunkeln über die Dörfer und mit ständiger Navigiererei. Nach dem Wechsel auf die B35 in Richtung Bruchsal wurde der Verkehr dann endlich weniger ... und bei Einbruch der Nacht war ich dann nahezu alleine unterwegs.

Zwischenzeitlich wurde es scheiße kalt, deshalb habe ich mich gegen 23 Uhr beim Mc. Donalds in Bretten umgezogen:

Gegen 0:30 Uhr habe ich dann den Rhein bei Speyer erreicht. Obwohl es ein kleiner Umweg war, musste ich als gebürtiger Rheinhausener (bei Duisburg) selbstverständlich vor der Rheinüberquerung noch durch Rheinhausen (bei Karlsruhe) fahren. Scheiße gelaufen, in Speyer ist mir am Hinterrad eine Speiche gebrochen. Die "Acht" war so mächtig, dass ich die hintere Bremse aushängen musste, um weiter fahren zu können. Konditionell lief es dann zwischen Speyer und Worms wie am Schnürchen. Eigentlich wollte ich zwischen Speyer und Köln auf der B9 fahren, um Tempo zu machen. Aber der Plan ging aber leider nicht auf, denn auf den autobahnähnlichen Autostraßen-Teilstücken (wie z.B. zwischen Worms und Mainz oder zwischen Mainz und Bingen) ist Radfahren verboten. Und die ständige Navigiererei auf den Nebenstraßen im Dunkeln mit Google Maps kostet viel Zeit und man kommt einfach nicht vernünftig vorwärts.

Bis Mainz hatte ich dann fast 200 km hinter mir und es lief unerwartet gut. Kurz vor Bingen kam dann mein erstes Tief. Und das wurde ich dann auch die folgenden 45 km auch nicht mehr los. Erst nach dem Frühstück in Bacharach kam ich wieder einigermaßen in den Tritt. Die Fahrt durch das Rheintal lief dann wieder relativ problemlos. Nach einem Stop an einer Apotheke legte ich mir eine 1 cm Vaseline Schicht auf ... danach ließen die Schmerzen an meinem Hintern wieder nach. Auf dem weg nach Koblenz hatte noch erstaunlich viel power. Dort brauchte ich unbedingt einen Radladen mit Werkstatt, um meine gebrochene Speiche reparieren zu lassen. Thats not easy an einem Samstag, schon gar nicht mit Cannondale Spezialspeichen. Aber ich hatte echt Glück. Google Maps hat mich zufällig zu http://www.radsport-regenhardt.de geführt ... und die Mechaniker in der Werkstatt haben mir in 20 Minuten die Speiche getauscht und die Monster-Acht repariert. Thumbs up! Geiler Laden. Auf jeden Fall sehr zu empfehlen.

In Koblenz habe ich dann noch zwei BigMäcs mit Pommes eingeatmet und mir eine echte Cola gegönnt ... danach ging es weiter. Ich konnte es kaum glauben, aber auch das nächste Etappenziel Bonn habe ich ohne Probleme erreicht. Zwischen Bonn und Köln lief es dann wieder ziemlich zäh. Das ätzende Industriegelände in Wesseling wollte und wollte nicht am Horizont erscheinen. Danach dann weiter Richtung Köln. Um Zeit zu sparen fuhr ich nicht am Rhein entlang, sondern "jraaduss" auf der Hauptstraße. In Köln habe ich dann in einem Supermarkt ein paar Leckereien (Rollmops, Kinder-Schokolade, Mettwurst) und ein PowerBar zu mir genommen. Zwischenzeitlich hatte es angefangen, zu regnen. Danach ging's weiter Richtung Neuss. Als ich an dem Punkt vorbei gefahren bin, wo mir bei der Tour 2013 die Kraft ausgegangen ist und ich aufhören musste ... das war schon ein besonderes Gefühl. Damit hatte ich mein Hauptziel erreicht.

In Neuss nahm das Schicksal dann seinen Lauf. Der Plan war eigentlich, über Meerbusch links ab nach Krefeld ... um dann irgendwie so nah wie möglich an Rumeln zu meiner mum heran zu kommen. Aber ich habe diese verschissene Abzweigung bei Regen und im Dunkeln nicht gefunden. Mittlerweile schiffte es wie aus Eimern ... Navigieren war mit einem nassem Display unmöglich ... die Kräfte ließen spürbar nach ... und so eierte ich gefühlt eine halbe Stunde irgendwo im Neusser Hafengebiet rum. Der einzige Wegweiser, den ich irgendwie einordnen konnte ... war Düsseldorf. Und das war leider die falsche Entscheidung. Auf dem Weg nach Düsseldorf hatte ich mehr Ampeln und Stopps wie in den gesamten 23 Stunden davor. Zurück wollte ich auch nicht mehr, also habe ich mich entschlossen, zum Düsseldorfer Bahnhof zu fahren, um von dort mit dem Zug nach Duisburg zu fahren. Keine Ahnung wie oft ich mich auf dem Weg zum Hauptbahnhof verfahren habe ... immer wieder anhalten und nach dem Weg fragen ... und immer wieder umdrehen.

Fuck ... so habe ich am Ende der Tour viel zu viel Zeit für ein paar Kilometer verratzt. Ich war jedenfalls verdammt bockig, als ich dann nach etwa 24 Stunden am Düsseldorfer Hauptbahnhof angekommen bin. In der Zeit, die ich von Neuss nach Düsseldorf gebraucht habe, wäre ich sicher auch nach Krefeld gekommen ...und dann hätte ich auch nach Rumeln geschafft. Wie auch immer ... erst im warmen Zug habe ich dann realisiert, dass ich eigentlich super zufrieden mit meiner Leistung sein konnte. Ich bin ohne größere Probleme durchgekommen und bin mindestens 25 km weiter als 2013 gekommen!

Und wer weiß, irgendwann schaffe ich es ja vielleicht auch bis Duisburg.

Ötztaler Radmarathon 2014

Der Ötztaler Rad-Marathon gehört mit einer Distanz von 235 km und 5.500 Höhenmetern über 4 Pässe (Kühtai, Brenner, Jaufen-Pass und Timmelsjoch) zu einer der schwersten Eintages-Radrennen:

Oder du schaust das Streckenprofil von oben:

2012 habe ich den Ötzi bei meinem ersten Start in 12:19 Stunden beendet. Ich war zwar völlig am Arsch, bin aber letztendlich ohne größere Probleme oder einen Gedanken ans Aufgeben durchgekommen. Je öfter ich mir dann in den Monaten danach das Höhenprofil vom Ötzi angeschaut habe, desto weniger konnte ich glauben, dass ich die insgesamt 100 km langen Bergauf-Strecken tatsächlich mit meinen bescheidenen Trainingszeiten gepackt habe. Aber irgendwann war dann klar ... natürlich melde ich mich im nächsten Jahr wieder an und probiere es wieder :-) 2013 wurde ich leider nicht gelost ... aber 2014 hatte ich Glück (ich wurde oft gefragt, wieso "Glück"?) und wurde tatsächlich gezogen:

eMail vom 07.03.2014: Ötztaler Radmarathon 2014 ... und Du bist dabei ! Hallo Uwe! Dein Traum kann am Sonntag, den 31 August 2014 in Erfüllung gehen ... bei der 1. Ziehung wurde Dir einer der 4000 Startplätze zugelost.

Ab März habe ich dann begonnen, mein Training zu intensivieren. Die Weinberge in Uhlbach und Buoch sind mir dabei ganz besonders ans Herz gewachsen. Als Highlights kamen dann im Juli zwei 220 km Belastungs-Touren in den Schwarzwald (eine bei 30 Grad und eine bei 14 Grad im Dauerregen) ... und zum Abschluss kam im August noch eine Quäl-Dich-Session an der Ochsenwanger Steige dazu. Ende August 2014 hatte ich dann etwa 30 Stunden mehr Trainingseinheiten absolviert als 2012. Dennoch hatte ich "gefühlt" deutlich weniger Power. Wie 2012 war auch 2014 in der Woche vor dem Ötzi die Wettervorhersage meine größte Sorge. Zunächst war eine kühle, aber trockene Wetterlage angekündigt. Mit jedem Tag bis zum Ötzi wurden dann die Prognosen zunehmend schlechter. Am Samstag war dann klar: Es wird lange und heftige Regenfälle geben! Echt ne super Sache.

Auf der Fahrerbesprechung am Abend vor dem Ötzi wartete jeder Fahrer eigentlich nur auf den Vortrag der Meteorologin. Die begann ihre Rede mit folgenden Worten: "Zuerst die gute Nachricht ... es wird nicht schneien". Danach schilderte sie in allen Einzelheiten das Desaster mit der Regenfront vom Nordpol. Per SMS ging dann am Abend noch folgende Nachricht ein:

Wetterprognose Sonntag: ab Mittags ist mit starkem Regen und Kälte zu rechnen Das Organisationskomitee bittet um entsprechende Bekleidung. Alles Gute! Zum Glück hatte ich mir am Samstag auf der Messe vorsorglich noch wasserdichte Handschuhe und neue Schuh-Gamaschen geleistet. Beim Start am Sonntag um 07:00 Uhr war es zwar noch trocken, aber schon auf den letzten Kilometern vom Kühtai-Pass fing es an zu regnen. Auf der Passhöhe musste ich bereits Regensachen anziehen. Bei der Talabfahrt goss es dann in Strömen. Keine Sicht, nasse Straßen, die eingeschränkte Bremswirkung bei Nässe ... Speed war unter diesen Rahmenbedingungen einfach nicht möglich.

Der Weg nach Innsbruck und der 40 km lange Aufstieg auf den Brenner funktioniert optimal nur in einer Gruppe mit Windschattenfahren. 2012 hatte ich das Glück, unmittelbar nach der Abfahrt eine Gruppe zu erwischen. Keine Ahnung warum, 2014 war keine Sau weit und breit in Sicht ... und ich musste fast alleine im Regen nach Innsbruck fahren.Auch beim Aufstieg auf den Brenner hat sich leider keine homogene Gruppe mit gleichem Rhythmus gefunden. Das hat letztendlich viel Zeit und Nerven gekostet ... und so hatte ich mein erstes emotionales Tief bereits nach der Hälfte vom Brenneraufstieg in Matrei. Der Weg vom Kühtai zum Brenneraufstieg war viel zu langsam, der Aufstieg auf den Brenner deutlich schwerer ... und das zweimalige Umziehen und der Regen nervte gewaltig. Auf dem Brennerpass hatte ich dann nach 127 km einen Rückstand von 10 Minuten gegenüber 2012, obwohl ich auf dem Kühtai noch 5 Minuten vorne lag. Scheiße gelaufen.

Mittlerweile hatte es sich voll eingeregnet. Dadurch war auch bei der zweiten Talabfahrt vom Brenner auf nasser Straße kein Speed möglich war. Vor dem Jaufen-Pass hatte ich im Vorfeld den größten Bammel, weil ich hier in 2012 meine größten Schwierigkeiten hatte. Ich konnte es kaum glauben, aber dieses Mal lief es richtig gut und was noch viel wichtiger war ... ich konnte mein emotionales "Brenner Tief" überwinden. Aber: scheiße gelaufen, dass ich bei der Brenner-Abfahrt meine nagelneuen wasserdichten Handschuhe verloren habe. So musste ich auf dem Jaufen-Pass meine Ersatz-Handschuhe aus dem hinterlegten Rucksack holen. Das hat leider sehr viel Zeit gekostet, da die Helferin den Beutel mit meiner Startnummer zunächst nicht gefunden hat. Und während ich auf meine Ersatz-Handschuhe wartete ... überholte mich der Schlusswagen mit lauter Sirene. 2012 wäre ich an dieser Stelle bereits aus dem Rennen gewesen. Zwischenzeitlich hat aber jeder Fahrer die Möglichkeit, sich wieder zurück ins Rennen zu fahren. Trotzdem ein scheiß Gefühl.

In Sankt Leonhardt hatte ich mir vor dem Aufstieg auf das Timmlesjoch vorsorglich eine Tüte mit Bananen, Cola, Schokolade, Salami und sonstigen Leckereien hinterlegt. Das gab noch einmal neue Power. Blöd war, dass es zwischenzeitlich wie aus Eimern goss. Der Regen zermürbte mit jedem Kilometer mehr und mehr ... und mit jedem Höhenmeter wurde es kälter und windiger. Mir fehlen echt die Worte, um meinen Zustand auf den letzten Kilometern vom Timmelsjoch zu beschreiben. Ich war komplett nass und durchgefroren, der Regen wollte nicht aufhören und dazu der eiskalte Wind. Keine Ahnung wie ich es geschafft habe, aber nach 03:24 war ich dann endlich oben auf 2.509 Metern.

Normalerweise sind die 25 km bergab zurück ins Ziel nach Sölden für jeden Fahrer eine Triumphfahrt. Der letzte und schwerste Pass ist geschafft ... und hier steht das Schild mit den Worten "Da hast Du Deinen Traum"! Nicht so bei Regen, Wind, Kälte und Nebel:

Ich konnte nicht schnell fahren, da mir der kalte Regen förmlich in die Augen "hagelte". Und ich hatte so kalte Hände, dass ich kaum bremsen konnte. Etwa 0 Grad ... Dauerregen ... ich wollte einfach nur noch runter. Im Ziel hatte ich tatsächlich Schüttelfrost ... so kalt war mir. Emotional war ich überglücklich, den Ötzi unter diesen Bedingungen tatsächlich durchgestanden zu haben, aber genießen konnte ich diesen Triumpf erst nach einer heißen Dusche. Dieses Rennen war der härteste Wettkampf meines Lebens ... aber ein unbeschreibliches Erlebnis, dass ich nie vergessen werde. Auf den Fotos im Fotoalbum kannst Du Dir ein paar Impressionen anschauen.

Letztendlich hat sich wieder einmal einer meiner Lieblingssprüche bewahrheitet: "But it ain't how hard you hit. It's about how hard you can get hit and keep moving forward." (Rocky Balboa)

24 hours 2013

Sehr gerne wäre ich auch 2013 beim Ötztaler Radmarathon gestartet, doch leider wurde ich bei den beiden Verlosungen nicht gezogen. Skandal. Seit vielen Jahren ist es gute Tradition, mir in jedem Jahr irgendeinen Scheiß auszudenken und mich einer neuen sportlichen Herausforderung zu stellen. Schließlich ist Ausdauersport meine große Leidenschaft.

Und dieses Mal musste ich auch nicht lange nachdenken. Für den Ötzi habe ich 2012 insgesamt 12:19 Stunden gebraucht. Und natürlich frage ich mich seit der Zieleinfahrt, was eigentlich darüber hinaus noch möglich ist. Wie lange kann ich eigentlich Radfahren? Und wie viele km schaffe ich ohne Berge? Und wie fühlt es sich an, wenn ich nicht müde, sondern am Ende bin? Das wollte ich wissen ... und so kam die Idee auf, mit dem Rad in 24 Stunden von Stuttgart nach Duisburg zu fahren.

Ostern hatte ich es auf der Tour nach Amsterdam schon mal probiert. Da bin ich aber wegen der Eiseskälte und dem Gegenwind nur etwa bis 35 km hinter Koblenz gekommen. Also neuer Versuch. Am 19. Juli um 0:00 Uhr ging's los. Nach der Neckarüberquerung ging's zuerst auf der B10 in Richtung Schwieberdingen (die autobahnähnlich ausgebauten Teilstrecken sind echt scheiße für Radler), danach bei Illingen auf die B35 in Richtung Bretten. Dort gab's um 03:00 Uhr bei Mc Donalds erst einmal eine "echte" Cola für den Zuckerspiegel. Anschließend ging's weiter nach Bruchsal. Und bevor ich danach bei Speyer den Rhein überquert habe, musste ich wegen der Emotionen einen kleinen Umweg über Rheinhausen (wegen meiner Heimatstadt Rheinhausen bei Duisburg) fahren.

Die Fahrt durch die Nacht verlief reibungslos. Trotzdem war ich irgendwie froh, dass ich nach der Rheinüberquerung endlich wieder bei Tageslicht fahren konnte. Die nächste Etappe bis Ludwigshafen ging vorbei wie im Flug. Dort konnte ich an einer Bäckerei dem Geruch nicht mehr widerstehen und habe mir zwei fette Wurst-/Käsebrötchen, einen heißen Kaffe, eine Cola und ein KinderCountry zum Frühstück gegönnt. Danach ging's dann am Rhein entlang in Richtung Mainz. Je länger ich unterwegs war, desto mehr nahm der Wind spürbar zu. Auf dem Weg von Mainz nach Bingen habe mich genau wie Ostern wieder total verfahren, weil mir jemand den falschen Weg gezeigt hat. Insgesamt bin ich mindestens 30 Minuten durch Mainz gegurkt, habe kostbare Zeit verloren und viel unnötige Energie an zwei steilen Anstiegen versemmelt. Aber dafür weiß ich jetzt, wo die Uni und das Stadion vom FSV Mainz liegen.

Im 80 km langen Rheintal zwischen Bingen und Koblenz wurde es immer heißer, die Sonne brannte, es gab kaum Schatten, die Kräfte ließen Stunde um Stunde nach ... und ich war stundenlang gnadenlos dem Wind ausgesetzt:

Pro Stunde habe ich locker eineinhalb Liter Wasser verbraucht ... und in der Nähe von Boppard musste ich sogar in den Rhein springen, um meinen Körper irgendwie abzukühlen. Legendär auch das Mittagessen danach: Bifi, Puddingteilchen, Eis-Konfekt, Bananen und eine Dose Cola. Lecker. Die 100 km lange Strecke zwischen Koblenz und Köln wurde dann so richtig dreckig. Mittlerweile hatte ich schon 18 Stunden in den Knochen und habe mindestens 10 Stunden gegen den verschissenen Wind angekämpft. Auf den letzten 30 km vor Köln (gegen 19 Uhr) gab es dann Phasen, in denen ich 5 bis 10 mal getreten habe ... um dann kurz zu rollen, um mich für ein paar Sekunden zu erholen. Es hat ganz schön Kraft gekostet, Köln irgendwie noch zu erreichen. In den Rhein-Promenaden habe ich mir dann zwei Crêpes mit Sahne, Schokolade, Pommes und Cola gegönnt und kam danach wieder einigermaßen zu Kräften.

An dieser Stelle war aber bereits klar, dass ich Duisburg in den nächsten dreieinhalb Stunden bis 0:00 Uhr nicht mehr erreichen konnte. Trotzdem wollte ich mich noch ein allerletztes Mal aufraffen ... und noch einmal alles aus meinem Körper rausholen. Letztendlich habe ich dann noch etwa 40 km bis Neuss geschafft. Erstaunlicherweise hatte ich hinter Dormagen sogar noch einmal ein kleines Hoch. Etwa 10 Minuten schaffte ich noch einmal etwa 25 km/h. Danach ließen dann die Kräfte signifikant nach ... und irgendwann ging dann nix mehr.

Gegen 23 Uhr endete dann nach ca. 420 km in Neuss meine um Mitternacht begonnene Herausforderung. Für Duisburg hat's zwar (noch) nicht gereicht ... aber mit dem Ergebnis konnte ich wunderbar leben. Ich war hoch zufrieden und überhaupt nicht enttäuscht. Der Wettkampf war der längste ever ... fast doppelt so lang wie der Ötzi ... und ich war einfach nur stolz und froh, dass Mensch und Maschine gehalten haben.

Mein Fazit? Wieder einmal unbeschreibliches Erlebnis, dass ich nie vergessen werde. Letztendlich hat sich wieder einmal einer meiner Lieblingssprüche bewahrheitet: „You're testing your limits, you`ll find out a lot about yourself."

Ötztaler Radmarathon 2012

Der Ötztaler Rad-Marathon geht über eine Distanz von insgesamt 235 Kilometern. Dabei müssen insgesamt vier Pässe mit 5.500 Höhenmetern und etwa 100 km Bergauf-Strecke überwunden werden. Tja, wie kommt man eigentlich dazu, sich als "durchschnittlicher" Sportler bei einem der härtesten Rad-Marathons in den Alpen anzumelden?

Eigentlich ganz einfach: Ich war auf dem Rückweg von einer Motorradtour vom Gardasee und fuhr über das Timmelsjoch ... zufällig am Tag des Ötztal Rad-Marathons 2011. Unzählige Fahrradfahrer quälten sich den 29km langen Anstieg hoch. Während mein Kumpel dachte "oh man, die sind ja total bescheuert" ... waren meine Gedanken: "ja wie geil ist das denn?"

Zufällig habe ich dann mit drei Finishern im Hotel zu Abend gegessen ... und ich war mächtig beeindruckt von dieser Leistung. Danach war klar: 2012 will ich auch dabei sein. Es ist nicht so einfach, beim Ötzi eine Startnummer zu bekommen. Es gibt nur etwa 4.500 Startplätze ... und 19.000 Anmeldungen. Anfang März habe ich zunächst eine eMail mit einer Absage bekommen. Danach hatte ich das Projekt dann eigentlich schon abgeschrieben ... aber Murphy wollte es so, dass ich bei der Nachverlosung noch gezogen wurde. YES!

Trotzdem irgendwie scheiße gelaufen, weil ich so erst 2 Monate später mit dem "Special-Ötzi-Training" begonnen habe. Meine körperliche Verfassung war zwar durch mein normales Training am Kappelberg nicht schlampig, dennoch musste ich die Intensität von meinem Trainingsplan von nun an deutlich erhöhen! Viele Ötzi-Teilnehmer gehen mit 10.000 Trainingskilometern und mehr an den Start ... das war für mich in den wenigen verbleibenden Wochen mit meinen Nacht- und Wochenendtrainings nicht zu schaffen. Aber ich wusste von meinem Triathlon in 2011, dass fehlende long-turns durchaus mit Kappelberg-Höhentraining kompensiert werden können.

Zwischen Mai und August habe ich dann 56 Trainingseinheiten mit insgesamt 3.500 km absolviert, darunter waren 7 Schweinetrainings mit long-turns und verschärften Höhenmetern. Und Buoch mit der 3,6 km langen Steige ist mir in dieser Zeit so richtig ans Herz gewachsen. Logistisch war in dieser Zeit jede Menge zu koordinieren. Nehme ich einen Trinkrucksack oder doch Wasserflaschen? Setze ich wie viele andere Ausdauersportler auf Carboloading, um meine Glykogenspeicher volles Rohr aufzufüllen? Wieviel Nahrung brauche ich überhaupt bei einem Rennen mit mindestens 12 Stunden ... und was nehme ich noch zusätzlich zu den Kohlenhydraten und Mineralien mit? Kriege ich noch einen Termin bei Doktor Fuentes in Sachen Blutdoping? Und brauche ich noch eine spezielle Berg-Übersetzung am Rad? Bis dahin hatte es mich nie interessiert, wie viele Zähne meine Ritzel haben. Nach dem Ausgoogeln war ich dann schlauer. Vorne hatte ich schon die richtige Kompaktkurbel mit 50 und 34 Zähnen (und keine 3-Blatt "Rentnerkurbel" [wie Sascha :-)]) ... aber hinten musste ich mir noch ein 28er drauf montieren lassen.

Scheiße gelaufen, dass ich am 06. Juli mitten in der harten Phase des Trainings noch einen schweren Unfall mit dem Rad hatte. Den Aufprall auf das Auto habe ich zwar ohne größere Blessuren überlebt ... allerdings war es zu gefährlich, noch mit meinem vertrauten Carver Triathlon-Rad mit der Carbon-Gabel beim Ötzi an den Start zu gehen. Also musste ich mir kurzfristig noch ein neues Rad zulegen ... und habe mich für ein Cannondale Cad10 entschieden. Ich wollte unbedingt wieder ein weißes Rad haben ("white nigga II").

Ich war verdammt aufgeregt, als ich zwei Tage vor dem Rennen in Sölden eincheckte. Unbeschreiblich die Atmosphäre, wenn tausende Radfahrer den kleinen Ort bevölkern. Es war auch sehr beeindruckend, diese vielen durchtrainierten Sportler auf der Messe, der Spaghetti-Party und beim Training zu beobachten. Da wurde ich ab und zu schon ein bisschen nachdenklich und es kam der eine oder andere Zweifel auf, ob ich das wirklich packe. Die Wettervorhersage war ein einziges Desaster ... noch einen Tag vor dem Rennen haben alle Wetter-Apps, Videotexte und Wettervorhersagen Dauerregen angesagt. Bei meinem Triathlon 2011 hatte ich 6 Stunden Dauerregen ... auf 12 Stunden hatte ich nun wirklich keinen Bock, zumal drei von vier Pässen die 2.000 Meter-Höhe überschreiten.

Trotzdem war ich dann froh, als es dann endlich los ging. Mit sehr großem Respekt (Angst?) bin ich von meinem Hotel zum Start gerollt, vorbei an dem Transparent "Hier beginnt Dein Traum":

Die Zeitvorgaben waren für mein Leistungspotenzial verdammt anspruchsvoll. Ich hatte keine Angst vor dem Besenwagen, sondern vor dem Schlusswagen! Wenn der einen überholt, ist man raus aus dem Rennen und muss die Startnummer und den Chip abgeben. Ich hatte mir das Rennen gedanklich in vier Teilstrecken (die vier Passhöhen) aufgeteilt. Mein Plan war, am Kühtai keine Pause zum Essen einzulegen, um am Ende ein bisschen mehr Puffer zu haben. Um 06:45 Uhr ging es dann endlich los. Die ersten 32 km bis Ötz habe ich vor lauter Aufregung gar nicht richtig wahrgenommen. Und schneller als erwartet stand ich dann an dem Kreisverkehr vor dem Kühtai-Pass: 19 km Aufstieg mit 1.200 Höhenmetern. Bei meinem Trainingswochenende im Juli bin ich diesen Pass nach sechs Stunden Training gefahren ... und voll abgekackt. Dieses Mal klappte alles hervorragend, auch die 18% Steige kurz vor der Passhöhe.

Oben auf dem Gipfel habe ich planmäßig nur angehalten, um die Regenjacke und die langen Handschuhe anzuziehen. Und schon ging es weiter in Richtung Innsbruck. Bei der Abfahrt hatte ich 70 bis 80 km/h drauf ... unfassbar mit welcher Geschwindigkeit ich dabei noch überholt wurde. Kurz vor Innsbruck habe ich den Tipp von einem erfahrenen Ötztaler befolgt ... und mich an eine Gruppe von etwa 30 Fahrern gehängt. Ein unglaubliches Feeling, mit Tempo 40 auf der geraden Strecke im Windschatten durch Innsbruck zu fahren. Der Aufstieg zum Brenner Pass ist zwar 39 km lang, allerdings werden dabei nur etwa 780 Höhenmeter bewältigt. In der Gruppe hatten wir bergauf teilweise Tempo 30 drauf ... das hätte ich vorher nie für möglich gehalten. Etwa 5 km vor der Passhöhe habe ich die Gruppe dann ziehen lassen, weil ich Angst hatte, dass mir hinten raus noch die Kräfte ausgehen. Oben auf dem Brenner war ich um 12:05 Uhr, eine halbe Stunde vor der ersten Deadline. An der Labestation habe ich quick und dirty eine Suppe gegessen, meine Flaschen aufgefüllt ... und mir aus Zeitgründen noch drei Käsebrote mit auf den Weg genommen.

Die Abfahrt bis nach Sterzing am Jaufenpass verging wie im Flug, obwohl ich nicht in einer Gruppe gefahren bin. Der 16 km lange Aufstieg zum Jaufenpass mit 1.130 Höhenmetern war für mich persönlich eine Schlüsselstelle. Ich wusste ... wenn ich den packe, dann kriege ich das verschissene Timmelsjoch auch noch hin. So war der jedenfalls Plan. Die ersten 10 km liefen hervorragend ... hinten raus ertappte ich mich ein paar mal dabei, dass ich an den Kehren schon mehr Höhenmeter erwartet habe, als tatsächlich auf den Schildern drauf stand. Kurz vor der Passhöhe kommen beim Jaufenpass mehrere "dreckige" steile Kehren. Mittlerweile hatte es stärker angefangen zu regnen, es war schweinekalt ... und ich war froh, dass diese Labestation noch vor den Kehren und der Passhöhe lag. Eine heiße Suppe, eine Flasche Isodrink ... dazu zwei Bananen und einen Kuchen in die Hand ... und schon ging es die letzten paar hundert Meter bis zum Gipfel. Dort war ich um 14:32 Uhr, mein Puffer zum Schlusswagen hatte sich durch das Essen auf 8 Minuten reduziert. Die Straßen auf der Abfahrt waren in einem sehr schlechten Zustand, außerdem regnete es wie Sau und ich habe tierisch gefroren ... meine Hände waren so kalt, dass ich große Schwierigkeiten hatte, zu bremsen. Das war für mich die schwierigste Phase im Rennen ... und St. Leonhardt wollte und wollte einfach nicht kommen.

Und dann stand ich doch endlich an der Stelle ... auf die ich mich die ganzen Monate lang emotional vorbereitet habe. Die Auffahrt zum Timmelsjoch. Was ich nicht wusste (ich hatte ja keinen Tacho und keine Uhr) ... es war 15:14 Uhr und die Deadline war 15:15 Uhr ... perfektes Timing. Das Timmelsjoch hat einen 29 km langen Aufstieg mit 1.759 Höhenmetern. Für viele Fahrer ist dieser letzte und schwerste Pass die Hölle. Keine Ahnung warum, aber ich wusste schon auf den ersten Metern, dass ich es packen werde! Obwohl ich schon 180 km in den Beinen hatte ... mit dem festen Glauben, es zu schaffen hat es in dieser Phase sogar richtig Spaß gemacht. Ein gutes Gefühl, andere Fahrer zu überholen, der MP3-Player lief auf voller Lautstärke und phasenweise kam sogar die Sonne durch. Selbst der sehr starke Wind und die leer gefressene Labestation Schönau hat mich nicht wirklich gestört. Einen Liter Cola (keine light :-) und zwei Käsebrote habe ich noch ergattern könne ... und für alle Fälle hatte ich ja noch ein paar eigene Riegel und Powerbars dabei. Der schönste Moment war dann der, als ich die letzte Kehre kurz vor dem Tunnel nach Österreich geschafft hatte:

In diesem Moment haben sich alle Emotionen in einem einzigen Moment entladen. Die Passhöhe auf 2.507 Meter habe ich um 18:22 Uhr erreicht ... eine Stunde und 8 Minuten vor der Deadline. Ich hatte also viel Zeit gut gemacht. Für die Strecke von St. Leonhardt auf das Timmelsjoch (31,4 km insgesamt, davon 29 km bergauf) habe ich incl. dem Stopp bei der Labestation Schönau insgesamt 03:08 Stunden gebraucht. Für meine Verhältnisse sensationell, denn bei dem Training im Juli habe mit dem Timmelsjoch begonnen und 02:50 Stunden benötigt. Schade nur, dass oben auf dem Pass das bekannte Transparent "Hier hast Du Deinen Traum" wegen dem Sturm nicht aufgehängt war. An dieser Stelle hatte ich 209 km geschafft. Bis auf einen kleinen 2 km Anstieg zur Mautstelle geht es von hier bis Sölden nur noch bergab. Mir war zwar immer noch schweinekalt ... aber diese 29 km waren eine stille emotionale Triumphfahrt.

Nach 12:18.45 Stunden war ich war ich dann um 19:14 Uhr im Ziel! Unglaublich ... 235 km insgesamt ... 100 km bergauf über vier Pässe mit 5.500 Höhenmetern ... und trotzdem eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 19,329 km/h. Da fällt es sehr schwer, die richtigen Worte für dieses Gefühl im Ziel zu finden. Ich habe 10 Marathons, ein paar Halbmarathons und einen Triathlon beendet ... dieser Wettkampf war der schwerste von allen und dieser Zieleinlauf war etwas ganz Besonderes. Einzigartig .. und irgendwie eine stille innere Genugtuung ... ich hatte etwas geschafft, was am Anfang fast unmöglich erschien.

Auf den Fotos im Fotoalbum kannst Du Dir ein paar Impressionen anschauen.

Mein Fazit? Ein unbeschreibliches Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Und letztendlich hat sich wieder einmal einer meiner Lieblingssprüche bewahrheitet: „to get something you never had ... you have to do something you never did!"

Allgäu Triathon 2011

Tja, wie kommt man eigentlich dazu, sich mit Arthrose im Stadium 4 bei einem Triathlon anzumelden? Its realy simple. Genau genommen, weil mir ein Sportsfreund im Fitness-Studio mit seinen Erzählungen tierisch auf den Sack gegangen ist. Und da gibt es bei Männern nur eines: nicht nachdenken, sondern anmelden, Hotel buchen ... und sich der Herausforderung stellen. Später kann man dann immer noch nachlesen, was einen so alles erwartet. So geschehen im Dezember 2010.

Hätte ich vor der Anmeldung die Homepage des Immenstadt-Triathlons ausgegoogelt, hätte ich gewusst, dass dieser zu den schwersten in der Halbdistanz (2km Schwimmen, 80 km Fahrrad und 20 km Laufen) zählt. Vor allem wegen des Höhenprofils der Radstrecke mit über 1.200 Höhenmetern:

Wie auch immer, im Februar 2011 habe ich mit dem Training für das Projekt Triathlon begonnen. Da ich nicht kraulen konnte, war meine Strategie zunächst, die 2 km Schwimmen irgendwie mit Brustschwimmen hin zu kriegen und mich aufs Radfahren und Laufen zu fokussieren. Scheiße gelaufen, dass in Immenstadt beim Schwimmen ein Zeitlimit von max. 55 Minuten für die 2 km im großen Alpsee gesetzt ist! Ansonsten ist man raus aus dem Wettkampf! Mein erster Schwimmtest über 2 km Brustschwimmen lag bei 01:02 Stunden, damit war klar, ich musste schneller werden und kraulen lernen. Und ich hasse schwimmen ... und vor allem hasse ich kaltes Wasser. Aber zum Glück gibts ja tausend YouTube-Videos "Wie lerne ich kraulen?" und den "Pull-Boy" (thanx Micha für den Tipp). Parallel dazu Krafttraining mit der Hantel, um Power fürs Kraulen zu kriegen ... und meine Beine beim Schwimmen möglichst viel zu entlasten.

Das Fahrrad-Training habe ich intensiviert ... und ab sofort ging es mit dem Rad nur noch in die Weinberge. Vier mal 2 Stunden Training pro Woche hören sich für einen Normalsportler vielleicht viel an ... ein amnitionierter Triathlet kann über dieses Trainingspensum nur müde lächeln. Am 23. Juli 2011 gings endlich los. Die Rahmenbedingungen an diesem Wochenende konnten schlechter nicht sein. Der ganze Wettkampf im fuckigen Dauerregen. Nachdem ich das Fahrrad und die drei Wechselbeutel in der Startzone abgegeben hatte, bin ich mit sehr gemischten Gefühlen zum Schwimmstart gegangen. Der Alpsee hatte nur 15 Grad, die Strömung war heftig (komisch, im Freibad war die Oberfläche total ohne Wellen), das drohende Zeitlimit mit 55 Minuten ... und dazu die Ungewissheit, gleichzeitig mit 500 Schwimmern los zu kraulen.

Die ersten 200 Meter nach dem Start waren tatsächlich eine einzige Katastrophe. Permanente Behinderungen durch Tritte und Schläge von anderen Schwimmern, dazu kreuzten sich dauernd die Wege ... und ich musste oft anhalten, um mich zu orientieren und die Wendebojen anzupeilen. Außerdem führten die hohen Wellen dazu, dass ich mich oft tierisch verschluckt habe. Erst auf den letzten 800 Metern nach der zweiten Wendeboje habe ich meinen Rhythmus aus dem Freibad gefunden. Gefühlmäßig empfand ich die Zeit vor allem wegen der vielen kurzen Unterbrechungen während des Schwimmens als total "schlecht" ... umso überraschter war ich, als ich nach 47 Minuten aus dem Wasser lief! Neuer persönlicher Rekord, so schnell wie noch nie zuvor :-)

Etwa hundert Meter nach dem Wasserausgang lagen die Kleidersäcke ... leider im Freien. Scheiße gelaufen, denn die Rad-Klamotten waren schon nass. Ich habe echt zehn Minuten gebraucht, bis ich umgezogen war und auf Rad steigen konnte. Es hat so geschifft, dass ich sogar die schwulen Gamaschen (thanx Micha für den Tipp) drüber gezogen habe. Ich hatte gerade meine erste Banane auf, da kam schon der berüchtigte Kalvarienberg mit einer Steigung von 18%. Kurz, aber heftig. Viel mehr Respekt hatte ich vor dem Anstieg von Niedersonthofen nach Missen. Den bin ich am Vorabend mit dem Auto abgefahren ... mein lieber Scholli, 5 km voll krasse Steigung am Stück! Keine Ahnung warum, aber trotz der widrigen Verhältnisse (man hatte dauernd die Gischt vom Vordermann in der Fresse, auf den Abfahrten konnte man nicht wirklich Gas geben ... und der Regen war so kalt, dass sogar Bremsen manchmal schwer fiel) lief die erste Runde über 40 km perfekt. Und das beste ... die zweite noch besser :-)

Am Ende habe ich 03:15 Stunden für die 80 km und die 1.200 Höhenmeter gebraucht ... damit hätte ich niemals gerechnet. Der Wechsel aufs Laufen hat wieder zehn Minuten gebraucht. Meine Hände waren so kalt vom Radfahren, dass ich meine Schuhe kaum aufgekriegt habe. Und meine Laufklamotten waren komplett nass, da der Kleidersack ja vier Stunden im Regen lag! Super! Meine Füße waren am Anfang total "taub" und ich habe fast vier Kilometer gebraucht, bis ich Betriebstemperatur erreicht hatte. Bei meinen zwei Schweinetrainings vor dem Wettkampf hatte ich nach zehn Kilometern Laufen einige Kraftprobleme ... in Immenstadt lief alles bestens.

Vielleicht lag es ja an dem Lied "Gib Dich nicht auf" von Xavier Naidoo, bei dem ich zum ersten Mal so richtig auf den Text geachtet habe ...und das seitdem zu meinen Lieblingslieder gehört. Der Mann hat einfach recht! Wenn bei einem Wettkampf über sechs Stunden im Dauerregen keine Bananen, PowerBars und Kohlehydrate mehr helfen ... dann hilft am Ende aller Tage einfach nur noch der Glaube an sich selbst. Und ich konnte es kaum glauben, als ich nach 01:57 Stunden Laufen tasächlich ohne Probleme im Ziel ankam ... nur unwesentlich langsamer als meine Halbmarathonzeit.

Insgesamt habe ich incl. der beiden langen Wechselphasen nur 06:20 Stunden für meinen ersten Triathlon gebraucht. Das hätte ich im Vorfeld nie für möglich gehalten :-)

TransAlp 2008

Nach der Bezwingung des Bonette-Passes (2.715m, höchste öffentlich befahrbare Straße Europas) in 2006 musste irgendwann eine Herausforderung in Form einer Transalp-Tour folgen. Dieses Mal hat mich "the president himself" begleitet. Lange haben wir das Buch "Traumtouren TRANSALP" von Ulrich Stanciu studiert und zig Touren mit der CD geplant ... dann stand die Herausforderung für die international erfahrenen Rad-Profis fest:

"Glacier Express": Die großen Gletscher liegen am Weg - Silvretta, Ortler, Presanella, Adamello. Die Transalp 17 ist eine Tour der Superlative. Einmalige Landschaften aus Eis und Fels, Single-Trail-Abfahrten von atemberaubender Länge und die höchsten Übergänge aller Trans-Alp Touren. (Ulrich Stanciu über die Tour in Traumtouren Transalp)

Gestartet sind wir am 05. August um 9 Uhr in Sankt Anton auf ca. 1.300 Metern. Was wir (zum Glück) zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Bei der Vorbereitung der Tour sind wir offensichtlich höchst professionell ähhh "blauäugig" vorgegangen. Unsere Bikes waren eindeutig viel zu schwer ... und die Kapitel in dem Transalp-Buch über die "Schieben und Tragen Passagen" haben wir wohl irgendwie überlesen. Wie man sich "Schieben und Tragen" vorstellen muss? Guckst Du:

Das erste Teilziel war die Heilbronner Hütte auf 2.320 Meter. Leider hat es geschifft ohne Ende und die Wege waren eher kleine Bäche. Und je nasser die Klamotten von Stunde zu Stunde wurden, desto kälter wurde es. An der Heilbronner Hütte waren wir bereits völlig durchnässt und mussten schon unsere Ersatzklamotten anziehen. Blöd war, dass danach unser Kartenmaterial für die Tour total aufgeweicht und unleserlich war. Nach einer warmen Suppe ging es dann im Nebel bergab bis nach Ischgl ... und endlich kam dann die Sonne raus. An der Seilbahn haben wir noch eine kleine Pause eingelegt, dann kam der Aufstieg zur Heidelberger Hütte (2.264 Meter) ... und danach gings weiter hoch auf den Fimber Pass auf 2.608 Meter.

Unter einem "Pass" hatten wir uns eigentlich einen Weg und kein Bachbett vorgestellt. Aber gut ... obwohl wir erst gegen 18:00 Uhr viel zu spät an der Heidelberger Hütte angekommen sind, haben wir den Aufstieg auf den Fimber Pass (2.608 Meter) noch in Angriff genommen. Mehrere Stunden "Schieben und Tragen" (selbst beim Abstieg!) waren nun angesagt. Und so sind wir nach 77 km und ca. 3.000 Höhenmetern erst um 22:00 Uhr in unserem Hotel in Sur En angekommen. Völlig im Arsch ... aber wir hatten die erste Etappe geschafft.

Die zweite Etappe begann in Sur En (1.107 Meter) mit dem Aufstieg zur legendären Val d’Uina Schlucht. Diese Durchfahrt ist wirklich spektakulär, beeindruckend und einzigartig. Der Weg ist teilweise nur 1,5 Meter breit und an der Seite geht ein steiler Abhang von 250 Meter in die Tiefe.

Danach ging es weiter zur Sesvenna Hütte bis auf 2.305 Meter. Erneut haben wir viel Zeit mit unseren viel zu schweren Bikes bei den "Schieben und Tragen Passagen" verloren (fast alle Biker waren ohne Gepäck unterwegs!). Eigentlich sollte danach noch der Aufstieg zum höchsten Biker-Übergang der Alpen erfolgen. Da aber über dem Madritsch Joch (3.123 Meter) Regenwolken aufzogen ("Bei schlechtem Wetter sollten Sie das Madritsch Joch auf keinen Fall angehen") und wir im Zeitplan wieder total hinten lagen, haben wir uns beim Mittagessen auf der Sesvenna Hütte schweren Herzens entschlossen, unsere Route zum Gardasee zu ändern. Da das Hotel für die zweite Nacht aber bereits gebucht war, mussten wir das Madritsch Joch großräumig umfahren. Die folgenden 60 km bis zum Martelltal mussten wir dann richtig Gas geben. Und dieses Mal sind wir schon um 17:30 Uhr im Hotel angekommen. Nach zwei Tagen Quälerei hat das Hallenbad im Hotel und das 4-Gänge Menü richtig gut getan.

Die dritte Etappe war mit 113 Kilometern die längste und ging von Burgaun im Martteltal vorbei an Meran über den Gampen Pass bis nach Trento. Zunächst dachten wir, dass der Gampen Pass mit lächerlichen 1.518 Metern für uns Profis eigentlich keine große Herausforderung sein sollte ... aber durch die hohen Temperaturen (Verbrauch: zwei Liter Wasser, zwei Müsli-Riegel und eine Banane pro Stunde) und den zwei schweren Alpenetappen der Vortage in den Beinen und fiel es uns irgendwie nicht so leicht wie zunächst gedacht. Und dennoch hat es mega Spaß gemacht:

Die vierte und letzte Etappe bis zum Gardasee ging "nur noch" über 75 Kilometer und war von den Höhenmetern nicht ganz so anspruchsvoll. Aber selbst bei den niedrigeren Pässen tat wirklich jeder einzelne Höhenmeter doppelt weh. Genial war dann die Stelle, an wir den Gardasee zum ersten Mal sehen konnten. Und die 20 km lange Abfahrt von dort nach Riva del Garda war einfach nur geil ... ohne viel zu treten hatten wir locker über 50km/h auf dem Tacho. Den Sprung in den Gardasee hatten wir uns nach 4 Tagen Quälerei verdient ... einfach gigantisch.

In den 4 Tourtagen sind wir insgesamt 366 km und über 10.000 Höhenmeter in einer Fahrzeit von 37 Stunden und 8 Minuten gefahren. Das war nicht schlampig ... aber anstrengender als erwartet. Es war zwar rückblickend schade, das wir das Madritsch Joch umfahren mussten (irgendwann ist es fällig!!), aber alles in allem war es eine beeindruckende und richtig geile Tour!

Beruf

Ich bin Controller aus Leidenschaft und seit über 30 Jahren für das Themenfeld "Gesamtbanksteuerung" (Risikocontrolling, Rechnungslegung, Meldewesen, Betriebswirtschaft) in Genossenschaftsbanken verantwortlich.

Begonnen hat alles 1984 in der kleinen Fellbacher Bank eG mit einem Bilanzvolumen von 300 Mio. DM ... seit 15 Jahren verantworte ich diesen Bereich als Bereichsdirektor in der Volksbank Stuttgart eG. Die war 2019 mit 7,5 Milliarden Euro Bilanzsumme die viertgrößte "klassische" Volksbank in Deutschland.

Meine Spezialgebiete sind folgende Themenfelder:

  • Strategieprozesse
  • Restrukturierungen
  • Fusionen
  • MaRisk
  • Geschäfts- und Risikostrategie
  • Kapitalplanung
  • Risikotragfähigkeit
  • Risikoinventur
  • Zinsbuchsteuerung
  • Adressrisikosteuerung
  • Vertriebscontrolling
  • Kostenmanagement
  • Meldewesen
  • Geschäftsfeldrechnung
  • Treasury
  • Betriebswirtschaft
  • Rechnungslegung (Bilanz)

Wenn Du Interesse an einem Erfahrungsaustausch hast, adde mich in XING unter

http://www.xing.com/profile/Uwe_Madej

Greatest songs of all time

Musik hat mich mein Leben lang fasziniert und berührt. Definitv ist Rock Bestandteil meiner DNA ... dennoch bin ich beim Musikgenre absolut von den Flexibelbetrieben. Im Grunde höre ich von Klassik bis Rap alles, Hauptsache die Melodie berührt mich. Schon als Jugendlicher hatte ich meinen Walkman überall am Mann, dheute ist es der MP3-Player. Beim Sport geht ohne Musik im Ohr bei mir gar nix. Und wenn mich ein Lied wirklich fasziniert, höre ich es auch 50 mal hintereinander.

These are my greatest songs of all time. Ganz schön schwer, nach 60 Jahren nur 50 Lieder zu benennen:

1) ACDC - Hells Bells

Auch wenn ich den Song immer noch nicht richtig auf der eGitarre hinkriege, this song is for me the one and only. 4 ever. RIP Malcom, Godfather of Rythmguitar.

2) Pink Floyd - Shine On You Crazy Diamond

Ich war 15 Jahre alt, als ich diesen Song zum ersten Mal gehört habe. Und er flashed mich heute immer noch genauso.

3) Procul Harum - a whiter shade of pale

One of the most awesome songs, never ages ... especially in this version.

Michael Schenker - Doctor Doctor

Was für ein geiler Rock'n'Roll-Riff.

Xavier Naidoo - Gib dich nicht auf

Dieses Lied treibt mich bei long distance Touren oder in den Alpen an, wenn die Kräfte zu Ende gehen.

The Marmelade - Reflection of my life

Einfach eine zeitlos schöne Melodie. Diese Version ist besonders, weil Dean Ford seinen erfolgreichsten Song 50 Jahre später kurz vor seinem Tod noch einmal in einer accoustic Version aufgenommen hat. Ich finde diese Version fast besser als das Original.

Spandau Ballet - Through the Barricades

Auf der akkustischen Gitarre kriege ich es hin. Wenn ich doch nur singen könnte :-)

The Verve - Drugs Don't Work

very emotional.

Stray Cats - Rock this town

Unfassbar, was für ein Alarm ... mit einer einzigen Gitarre.

Böhse Onkelz - Auf gute Freunde

Yeeeeh. Einfach Kult. Und gut ...

  • Avantasia - What Kind Of Love
  • BAP - Rövver Noh Tanger
  • BAP - Jupp
  • Beatles - Help
  • Cat Stevens - Father And Son
  • Cro - Ein Teil
  • Deep Purple - Contact Lost
  • Depeche Mode - Never Let Me Down Again
  • Dire Straits - On Every Street
  • Electric Light Orchestra - Roll Over Beethoven
  • Elton John - Believe
  • Falco - Ganz Wien
  • Frank Sinatra - My Way
  • Genesis - Calling All Stations
  • Hot Chocolate - Put Your Love In Me
  • John Miles - Music
  • Kiss - I Was Made For Loving You
  • Kontra K - Wie könnt ich
  • Krokus - Streamer
  • Led Zeppelin - Stairway To Heaven
  • Linkin Park - Crawling
  • Manfred Mann's Earth Band - Father of Day, Father of Night
  • Manowar - Warriors Of The World United
  • Metallica - Nothing else matters
  • NF - Outro
  • Oasis - Stand By Me
  • Peter Maffay - Das geht tief
  • Queen - The Show Must Go On
  • Rammstein - Ohne dich
  • Rolling Stones - Wild Horses
  • Scorpions - The Good Die Young
  • Sido - Mein Testament
  • Slade - Cum On Feel The Noize
  • Status Quo - Whatever You Want
  • Survivor - Eye of the Tiger
  • Sweet - Love is Like Oxygen
  • U2 - Every Breaking Wave
  • Udo Lindenberg - Grande Finale
  • Udo Lindenberg - Kosmosliebe
  • Udo Lindenberg - Stark wie Zwei
  • Udo Lindenberg - Udo Lindenberg feat. Martin Tingvall - Das Leben (MTV Unplugged)
  • Unheilig - Astronaut

Sprüche und Weisheiten

Irgendwann im letzten Jahrtausend habe ich mal den Spruch „Der Mensch besteht zu 65% aus Wasser, der Rest ist Einstellung.“ gelesen. Den fand ich so genial, dass ich ihn mir aufgeschrieben habe. Mit der Zeit habe ich dann angefangen, Zitate, Sprüche und Weisheiten zu sammeln, um sie in Sitzungen oder passenden Situationen parat zu haben.

Seit 2015 ist mein Lieblingsspruch von Arthur Schopenhauer: "Ich lege hier für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören." Hmm ... womit könnte das wohl zusammenhängen ...

Hier eine kleine Auswahl von Sprüchen und Weisheiten. Manche sind einfach legendär:

Sprüche und Weisheiten

Fußball Weisheiten

lateinische Sprüche

Sprüche und Weisheiten

Meine persönlichen favorites (Stand: 09.09.2021)

  • "Ich lege hier für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören." (Arthur Schopenhauer - leider nicht von mir)
  • "Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus." Ignacio Silone (1900 - 1978)
  • "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst … Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist.“ (lan Watson, britischer Schriftsteller)
  • "Wenn die einen genießen wollen, ohne zu arbeiten, so werden andere arbeiten müssen, ohne zu genießen." Immanuel Kant (1724 - 1804)
  • "Die Menschheit wird es nicht schaffen. Zu viele, zu gierig, zu dumm." (Stephen Hawking)
  • "Ich brauche Informationen. Eine Meinung bilde ich mir selbst." (Charles Dickens, 1812 -1870)
  • "Schlagen Sie am Scheideweg den Pfad ein, den nicht alle wählen."
  • "I'm not strange, I'm just not normal." (Salvador Dali)
  • "Ihr lacht über mich, weil ich anders bin. Ich lache über Euch, weil ihr alle gleich seid." (Kurt Cobain)
  • "Es gibt zwei Arten von Weltgeschichte: die eine ist die offizielle, verlogene, für den Schulunterricht bestimmte; die andere ist die geheime Geschichte, welche die wahren Ursachen der Ereignisse birgt." (Honore de Balzac)
  • "Mit 90% der Menschen nicht übereinzustimmen, ist ein Zeichen geistiger Gesundheit." (Oscar Wilde)
  • "Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf." (Theodor Fontane)
  • "Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen." (Heiner Geissler)
  • "Wenn Du tot bist, dann weißt Du nicht, dass Du tot bist. Es ist nur schwer für die anderen. Genauso ist es, wenn Du blöd bist."
  • "Wenn die Klügeren immer nachgeben, geschieht nur das, was die Dummen wollen." (Fredmund Malik)
  • "Von einem falsch verstandenen Problem kann man nie zu einer richtigen Lösung kommen.“
  • "Wer Moral übers Recht stellt, verliert Beides.” (Hans-Georg Maaßen)
  • "Great things never came from comfort Zones."
  • "always act patient, persistent and prudent - agiere geduldig, beharrlich und klug."
  • "Don`t try to make it happen … let it happen."
  • "Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher." (Voltaire, 1694-1778) - Das werden die Wähler von Frau Dr. Merkel bei der Volkskammerwahl in 09/2017 noch merken. Der Preis für Deutschland wird hoch sein, und er wird nicht nur in Euro zu bezahlen sein.
  • "Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein." (Kurt Tucholsky)
  • "Du hast noch nichts gesagt. Warum bist Du hier?" (Elon Musk zu einem Teilnehmer in einer Besprechung)
  • "Vergeuden Sie nicht Ihre Zeit damit, dass Sie das Leben eines anderen leben. Lassen Sie sich nicht von Dogmen einengen. Dogmen sind das Ergebnis des Denkens anderer Menschen. Lassen Sie nicht zu, dass der Lärm fremder Meinungen Ihre eigene innere Stimme übertönt. Und vor allem haben Sie Mut, Ihrem Herzen und Ihrer Intuition zu folgen.“ (Steve Jobs)
  • "I am old but I am forever young at heart. We are always the same age inside. Know that you are the perfect age. Each year is special and precious, you can only live it once. Do not regret growing older, it's a privilege denied to many!" (Richard Gere)
  • "Wenn sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben sie einen scheiß digitalen Prozess." (Thorsten Dirks, CEO von Telefónica Deutschland)
  • "Twenty years from now you will be more disappointed by the things you didn't do, than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover." (Mark Twain)
  • "Being productive and beeing busy are not the same thing. Just doing things won`t create your success, doing the right things will."
  • "Träume, als würdest du ewig leben. Lebe, als würdest du heute sterben.“ (James Dean)
  • "The secret of change is to focus all of your energy, not on fighting the old, but on building the new.”
  • "Der Mensch besteht zu 65% aus Wasser, der Rest ist Einstellung.“
  • "Die Diskrepanz zwischen dem, was wir wollen und dem was wir tun, nennt sich innerer Schweinehund."
  • "Just remember, you can't climb the ladder of success with your hands in your pockets." (Arnold Schwarzenegger)
  • "Man soll die Dinge nehmen wie sie kommen. Aber man sollte dafür sorgen, dass die Dinge so kommen wie man sie nehmen möchte." (Curt Goetz)
  • "Irgendwann blickt man auf das zurück, was man getan hat. Und auf das, was man hätte tun können." (Stellenanzeige Porsche AG)
  • "Für viele ist der Weg am ersten Hindernis zu Ende. Für Erfolgreiche fängt er jetzt an."
  • "Wer heute nichts verändert, lebt morgen wie gestern."
  • "Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an." (Marcus Aurelius)
  • "Beware of the old men, they have nothing to loose."
  • "A leader is one who knows the way, goes the way, shows the way."
  • "Today I will do what others won't, so tomorrow I can accomplish what others can't."
  • "Alles im Leben hat seinen Preis. Auch die Dinge, von denen man sich einbildet, man kriegt sie geschenkt.“ (Theodor Fontane, 1819-1898)
  • "Unter Intuition versteht man die Fähigkeit, eine Lage in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen."
  • "Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist." (Henry Ford)
  • "to get something you never had ... you have to do something you never did!"
  • "Der Klügere gibt nach. Aber nicht auf!" (Sigmar Schollak, Deutscher Satiriker)
  • "Hinfallen ist keine Schande, liegen bleiben schon!"
  • "Stay hungry - stay foolish." (Steve Jobs an die Absolventen der Stanford University)
  • "Wir arbeiten in Strukturen von gestern mit Methoden von heute an Strategien für Morgen vorwiegend mit Menschen, die die Strukturen von gestern geschaffen haben und das Übermorgen in der Unternehmung nicht mehr erleben werden.“ (Prof. emer. Dr. Dres. h.c. Knut Bleicher)
  • "Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben, aber manchmal wachsen diese schneller als er." (Ernst Reinhardt )
  • "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“
  • "Ich beschäftige mich nicht mit dem, was getan worden ist. Mich interessiert, was getan werden muss.“ (Marie Curie)
  • "Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.“ (Erasmus von Rotterdam, 27.10.1469 - 12.07.1536)
  • "Wenn Du im Recht bist, kannst Du es Dir leisten, die Ruhe zu bewahren, und wenn Du im Unrecht bist, kannst Du es Dir nicht leisten, sie zu verlieren." (Gandhi)
  • "Don't ever feel sorry for yourself."
  • "Auch der längste und schwierigste Weg beginnt mit dem ersten Schritt."
  • "Furcht lässt uns Dinge anders erscheinen als sie sind.“ (Miguel de Cervantes)
  • "Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!” (Weisheit der Dakota Indianer)
  • "Führen heißt, andere Menschen dafür zu begeistern, die Ziele Ihres Verantwortungsbereiches wertschöpfend und mit Freude zu erfüllen."
  • "Erfolg hat drei Buchstaben ... T U N"
  • "It ain't over ... until its over"
  • "Denken ist wie Googeln nur krasser."

Meine Lieblings Sport-Sprüche

  • "Pain is temporary - Pride is forever."
  • "You fight, you suffer, you deliver"
  • "Warum ich ohne Akku fahre? Weil ich es kann."
  • "Der Ultrasport ist eine Leidenschaft von mir. Eine Verbindung aus Natur, Mensch und Leistung. Das ist etwas für mich selbst, und ich ziehe daraus unheimlich viel Kraft." (Joey Kelly)
  • "Durch den Dauerlauf -den immer gleichen Rhythmus und die gleichmäßige Atmung- sortiere ich die Erlebnisse, werte sie, packe sie am Ende ein und weg. Es entsteht Platz im Kopf, ein freier Raum, ein Nichts. Irgendwann, wenn alles verstaut ist, denke ich nichts mehr. Ich laufe ..." (Dieter Baumann)
  • "The pain you feel today is the strength you feel tomorrow"
  • "Adventures begin where the mountains meet the sky."
  • "The more difficult the race, the greater the happiness in Finishing."
  • "The difference between the impossible and the possible lies in a persons determination."
  • "4 wheels move your body... 2 wheels move your soul."
  • "If you want to run, run a mile. If you want to experience a different life, run a marathon." (Emil Zátopek)
  • "Hier ist der Start, dort das Ziel, dazwischen muss man laufen." (Emil Zátopek)
  • "Don`t wish for it ... work for it"
  • "I don't stop when I'm tired, I stop when I'm done!"
  • "Wenn Du alles gibst, kannst Du Dir nichts vorwerfen." (Dirk Nowitzki)
  • "But it ain't how hard you hit. It's about how hard you can get hit and keep moving forward." (Rocky)
  • "Siegeswillen setzt positive Energie voraus. Ansonsten klappt's nicht." (Wladimir Klitschko)
  • "Du darfst keine schmutzigen Gedanken zulassen und Du darfst nicht in ein tiefes Loch fallen! Denn bist Du mal drin, kommst nicht mehr raus." (Michael Bartl, Extrem-Marathonläufer)
  • "Ein Muskelkater ist nicht Schmerz, sondern Lohn für den Athleten."
  • "Klage nicht ... kämpfe!"
  • "I don't do it for the pleasure, i do it for the pain."
  • "You're testing your limits, you`ll find out a lot about yourself."
  • "Distanz ist, was Dein Kopf daraus macht!"
  • "Steil ist geil ... steiler ist geiler!"
  • "Start easy ... finish strong."
  • "Wer runter will muss erst mal rauf!"
  • "It´s never too hot. It´s never too cold. You´re never too tired. You´re never too busy. Put your shoes on and go run!"
  • "act now, clear your mind ... feel good later!"
  • "Es gibt nur drei Gewinner. Denjenigen der sich selbst herausfordert, denjenigen, der als Erster die Ziellinie überquert ... und derjenige, der SEIN Rennen zu Ende läuft."
  • "Setze Dir ein Ziel. Ziele helfen Dir. Ziele sind wichtig. Sie sind der Fixpunkt am Horizont. Dein Ziel ruft Dir zu "Du schaffst es", obwohl Deine Muskeln schmerzen und Deine Motivationskurve bedenklich sinkt." (Wand-Tattoo im Fitness-Studios "JONNY M.")
  • "Fordere Dich selbst heraus. Besiege Deinen inneren Schweinehund. Genieße den Sieg Deines Willens über Deinen Körper." (Wand-Tattoo im Fitness-Studios "JONNY M.")
  • "Explore beyond limits."
  • "Wo Schmerz ist, ist noch Leben."

Rudolf Schenker (Gitarrist der Scorpions)

  • „Lebe Dein Leben so, wie Du es Dir vorstellst, und nicht, wie es andere von Dir erwarten.“
  • „Ich habe schon vor langer Zeit entschieden, nur noch auf mein Herz zu hören, denn mir wurde bewusst, dass es niemals eine falsche Entscheidung treffen würde.“
  • „Wenn es etwas geben sollte, dass dich nicht schlafen lässt, dann schenke dieser Sache dein uneingeschränktes Augenmerk. Sei mit allen Sinnen gegenwärtig, ändere etwas oder akzeptiere die Situation so wie sie ist, aber lass dich von ihr nicht wie ein Sklave halten."

Dieter Nuhr

  • „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.“
  • "In einer Demokratie kann jeder seine Meinung sagen, man muss aber nicht!"
  • „Früher dachten wir: Ich denke, also bin ich. Heute wissen wir: Geht auch so.“

Manfred Rommel

  • „Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung, aber er hat keinen Anspruch darauf, dass andere sie teilen."
  • "Akademische Bildung verringert nicht die Neigung zu Vernunftwidrigkeiten, sondern potenziert sie."
  • "Das wichtigste Mittel, um den richtigen Weg zu finden, ist, den falschen zu vermeiden."
  • "Ein Politiker wird nicht dadurch zum Experten, dass er etwas darüber sagt."
  • "Es gibt Politiker, die das, was sie sagen, glauben. Und es gibt solche, die das, was sie sagen, nicht glauben. Erstere sind gefährlich."
  • "Rhetorik ist die Kunst, Unverständliches so feierlich vortragen zu können, dass jeder einzelne Zuhörer meint, der Nachbar verstehe alles, bloß er selber sei zu dumm, und damit dies die anderen nicht merken, tue er am besten so, als habe auch er alles verstanden."
  • "Wäre die deutsche Politik ein Auto, ich fürchte, sie käme schon seit Jahren nicht mehr durch den TÜV."
  • "Wir haben ein Problem mit Soll und Haben: Wir sollten, aber wir haben nicht."

Meyer Amschel Rothschild:

  • „Die Unkenntnis der Steuergesetze befreit nicht von der Pflicht zum Steuerzahlen. Die Kenntnis aber häufig."

Wolfgang Neuss: (1923-1989)

  • „Es genügt nicht, keinen eigenen Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, ihn auszudrücken!“

Alan Greenspan:

  • „Sollten Ihnen meine Aussagen zu klar gewesen sein, dann müssen Sie mich missverstanden haben."
  • „Ich weiß, dass Sie glauben, Sie wüssten, was ich Ihrer Ansicht nach gesagt habe. Aber ich bin nicht sicher, ob Ihnen klar ist, dass das, was Sie gehört haben, nicht das ist, was ich meinte.“

Karl Kraus:

  • „In zweifelhaften Fällen entscheide man sich für das Richtige.“

Sir Francis Bacon:

  • „Wenn Zukunft eine Perspektive ist, dann sollte man in der Gegenwart damit beginnen, sie zu gestalten.“

Mathias Döpfner: (*1963),Vorstandsvorsitzender Axel Springer AG

  • „Ich begreife den Staat nicht als Getränkeautomaten, von dem sich jeder was abzapfen kann, der gerade Durst hat."

Václav Havel:

  • „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.“

Steve Jobs:

  • „Vergeuden Sie nicht Ihre Zeit damit, dass Sie das Leben eines anderen leben. Lassen Sie sich nicht von Dogmen einengen. Dogmen sind das Ergebnis des Denkens anderer Menschen. Lassen Sie nicht zu, dass der Lärm fremder Meinungen Ihre eigene innere Stimme übertönt. Und vor allem haben Sie Mut, Ihrem Herzen und Ihrer Intuition zu folgen.“
  • „Stay hungry - stay foolish."

William Shakespeare (Tragödie König Lear (IV, 1):

  • „Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde (This the times’ plague, when madmen lead the blind.).“

Paul Hindemith: (1895-1963), deutscher Komponist

  • „Es ist ein Zeichen geistiger Freiheit, einen Bestseller nicht gelesen zu haben.“

Muhammad Ali:

  • „Ich weiß nicht immer wovon ich rede, aber ich weiß, dass ich Recht habe."
  • „Champions werden nicht in Trainingshallen gemacht. Champions werden durch etwas gemacht, das sie in sich tragen: ein Verlangen, einen Traum, eine Vision. Sie brauchen außergewöhnliche Ausdauer, sie müssen ein wenig schneller sein, sie brauchen die Fähigkeiten und den Willen. Aber der Siegeswille muss stärker sein als die Fähigkeiten.“

Karl Raimund Popper: (1902-94), brit. Philosoph u. Wissenschaftslogiker

  • „Im Namen der Toleranz sollten wir das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren."

Bruce Lee:

  • „Nimm an, was nützlich ist, lass weg was unnütz ist, und füge das hinzu, was dein Eigenes ist.“

Werner Mitsch:

  • "Es kommt nicht darauf an, wie ALT man wird, sondern WIE man alt wird."

Lance Armstrong: (*1971), US-amerikanischer ehemaliger Profi-Radrennfahrer

  • „Ich betrachte das als eine große Lüge, die ich sehr häufig wiederholt habe."

Lucius Annaeus Seneca: (4 v.Chr. - 65 n.Chr.), röm. Philosoph und Dichter

  • „Die Zeit wird kommen, wo unsere Nachkommen sich wundern, dass wir so offenkundige Dinge nicht gewusst haben."
  • "Nicht weil die Dinge unerreichbar sind, wagen wir sie nicht. Weil wir sie nicht wagen, bleiben sie unerreichbar.“
  • „Es ist nicht wenig Zeit, die wir zur Verfügung haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.“

Andre Gide: (1947), französischer Schriftsteller und Nobelpreisträger)

  • „Es entspricht einem Lebensgesetz: Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik ist jedoch, dass man auf die geschlossene Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet."

Kofi Annan: (*1938), Ex-UN-Generalsekretär

  • „Optimisten, Pessimisten - letztlich liegen beide falsch. Aber der Optimist lebt glücklicher."

Walt Whitman Rostow:

  • „Krisen meistert man am besten, indem man ihnen zuvorkommt."

John Romains:

  • „Für alles im Leben muss man bezahlen. Und je später man es tut, um so höher werden die Zinsen."

Erasmus von Rotterdam: (niederländischer Theologe.1469 - 1536)

  • „Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.“
  • "Der Höhepunkt des Glücks ist es, wenn der Mensch bereit ist, das zu sein, was er ist."

Alfred Herrhausen (1930-89), dt. Bankier, Vorstandssprecher Deutsche Bank

  • „Wir müssen das, was wir denken, auch sagen. Wir müssen das, was wir sagen, auch tun. Und wir müssen das, was wir tun, dann auch sein."
  • "Entscheidend ist nicht die Frage, ob man Macht hat, entscheidend ist die Frage, wie man mit ihr umgeht."

Paul Karl Feyerabend: (1924-1994), österreichischer Philosoph

  • „Gegen die Vernunft habe ich nichts, ebenso wenig, wie gegen Schweinebraten. Aber ich möchte nicht ein Leben leben, in dem es tagaus tagein nichts anderes gibt als Schweinebraten."

Hermann Melville: (1819-1891), US-amerikanischer Schriftsteller

  • „Die größte Kunst, die man im Leben lernen muss, ist die Wiedergutmachung von Irrtümern. Eines der Mittel ist, sie einzugestehen.“

Birgit Breuel: (*1937)

  • „Wenn man in die falsche Richtung läuft, hat es keinen Zweck, das Tempo zu erhöhen.“

Ingmar Bergman: (1918-2007), schwed. Film- u. Theaterregisseur

  • „Es gibt keine Grenzen. Nicht für den Gedanken, nicht für die Gefühle. Die Angst setzt die Grenzen."

Daniel Bahr: (*1976), Bundesgesundheitsminister

  • „Alter an sich ist keine Leistung.“

Charles Caleb Colton:

  • „Prüfungen sind deshalb so unerträglich, weil der größte Dummkopf mehr fragen kann, als der gescheiteste Mensch zu beantworten vermag.“

Stanislaw Jerzy Lec:(1909-1966), poln. Lyriker und Aphoristiker

  • „Ist es ein Fortschritt, wenn ein Kannibale Messer und Gabel benutzt?“
  • "Die Fetten leben kürzer. Aber sie essen länger."

Thomas Kielinger: (deutscher Journalist)

  • „Viele der Dreißigjährigen in Deutschland sind sehr ergraut an den Schläfen, denken alle an Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und an ihre Rente. Ich habe noch nie so viele alte Menschen um die 30 gesehen wie in Deutschland.“

John F. Kennedy:

  • „Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden.“

Roman Polanski: (*1933), polnischer Filmregisseur

  • „Es gibt immer eine Lösung. Es ist nicht unbedingt die richtige, aber irgendeinen Einfall hat man immer.“

Maxim Gorki: (1868-1936), russisch-sowjetischer Schriftsteller

  • „Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken oder vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.“

Siegfried Lowitz: (1914-1999), deutscher Schauspieler

  • „Ein guter Vorsatz? Ein Startschuss, dem meist kein Rennen folgt."

Martina Navratilova: (*1956), tschechoslowakisch-US-amerikanische Tennisspielerin

  • „Um nach vorne zu kommen und dort zu bleiben, kommt es nicht darauf an, wie gut du bist, wenn du gut bist, sondern wie gut du bist, wenn du schlecht bist."

Gloria Estefan: (*1957), US-amerikanische Sängerin

  • „Eine Gelegenheit klopft nie zweimal an. Das ist die traurige Wahrheit. Und wenn wir Dinge auf den nächsten Tag verschieben, kann es sein, dass dieser Tag nicht stattfindet.“

Otto Waalkes: (*1948), deutscher Komiker

  • „Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!" Und ich lachte und war froh ... und es kam schlimmer.“

Marcel Reich-Ranicki: (*1920), deutsch-polnischer Literaturkritiker

  • „Geld macht nicht glücklich. Aber wenn man unglücklich ist, ist es schöner, in einem Taxi zu weinen als in einer Straßenbahn."

Irenäus Eibl-Eibesfeldt: (*1928), österreichischer Verhaltensforscher

  • „Wer den höchsten Rang in einer Gruppe von Tieren oder Menschen hat, ist leicht zu erkennen. Er ist immer derjenige, der am meisten angeschaut wird. Davon kommt auch das Wort Ansehen."

Willy Reichert:

  • „Ein Kompromiss ist ein Übereinkommen, bei dem man vorgibt, dass man nachgibt."

John Le Carré: (*1931), britischer Schriftsteller

  • „Provozieren heißt, die Leute denken zu lassen."

Karl Raimund Popper:

  • „Nie überlegen, was morgen sein wird, sondern das tun, was man heute schon tun kann.“

Hans-Dietrich Genscher:

  • „Worauf es ankommt, ist, dass wir uns der Herausforderung bewusst werden und das wir sie bestehen wollen.“

Max Schmeling:

  • „Niemals am Boden bleiben. Steh auf und mach weiter!“

Hans-Jürgen Quadbeck:

  • „Kurzfristiges Denken hat langfristige Folgen.“

Johann Wolfgang von Goethe:

  • "Ein jeder hört nur, was er versteht."
  • "Was immer Du tun kannst oder wovon Du träumst - fang damit an. Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich."
  • „Es ist nicht genug nur zu wissen, man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug nur zu wollen, man muss es auch tun."
  • "Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehn." (Faust)
  • "Niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat."
  • "An unmöglichen Dingen soll man selten verzweifeln, an schweren nie."

Kristina Köhler: (ehemalige Bundesfamilienministerin)

  • „Ich bin verfressen, selbstverliebt, unsportlich, streberhaft, skrupellos, arrogant, geltungssüchtig, egoistisch, eitel, karrieregeil, maßlos, spießig, dekadent und irgendwie einfach liebenswert.“ (Abitur-Zeitung von 1997)

Bruno Bettelheim:

  • „Schicksalsschlägen kannst Du im Leben nicht aus dem Weg gehen. Wichtig ist, wie Du damit umgehst.“

Robert Louis Stevenson:

  • „Im Leben geht es nicht darum, gute Karten zu haben, sondern auch mit einem schlechten Blatt gut zu spielen.“

Rosa Luxemburg: (1870-1919), deutsche sozialistische Politikerin

  • „Mir imponieren nur die Ratschläge und Grundsätze, die der Ratgebende auch selbst beherzigt."

Franz Josef Strauß: (1915-1988 )

  • „Einfach reden, aber kompliziert denken - nicht umgekehrt.“

Billy Joel:

  • „Ich hatte 30 Jahre lang eine wilde Affäre mit einer Dame namens Rock 'n Roll. Jetzt trenne ich mich von ihr.“

Arthur Miller:

  • „Ein Charakter wird bestimmt durch die Herausforderungen, denen er nicht aus dem Weg gehen kann. Und durch die, denen er aus dem Weg gegangen ist, und die Reue darüber.“

Hermann Hesse:

  • „Das Paradies pflegt sich erst dann als Paradies zu erkennen zu geben, wenn wir daraus vertrieben wurden.“
  • „Um das Mögliche zu schaffen, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.“

Anthony Quinn:

  • „Ich habe gar nichts gegen Gruppensex, wenn die Gruppe aus zwei Menschen besteht.“

Antoine de Saint-Exupéry:

  • „Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.“

Prof. Wolfgang Mewes:

  • „Ein Durchschnittsmensch, der sich auf den wirkungsvollsten Punkt konzentriert, wird erfolgreicher sein, als ein Genie, das sich verzettelt."

Werner Finck:

  • „Eine Konferenz ist eine Zusammenkunft, wo viele hineingehen und wenig dabei herauskommt."

Jil Sander:

  • „Ein Kleid ist perfekt, wenn man nichts mehr weglassen kann - eine Rede auch."

William Somerset Maugham:

  • „Am meisten Energie vergeudet der Mensch mit der Lösung von Problemen, die niemals auftreten werden."

Bertrand Russell:

  • „Selbst wenn fünfzig Millionen Leute etwas Dummes sagen, bleibt es doch etwas Dummes."
  • "Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es."

Ödön von Horváth:

  • „Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu."

Ernest Hemingway:

  • "An den wichtigsten Scheidewegen unseres Lebens stehen keine Wegweiser."

Jean-Jacques Rousseau:

  • "Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern das er nicht tun muss, was er nicht will."

Karl Steinbuch:

  • „Hoch gelobt wird, wer etwas über die sechste Dezimalstelle sagt, verdächtig ist, wer etwas über das Wesentliche sagt.“

Günter Stotz: (Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)

  • „Eine Bilanz ist wie der Bikini einer Frau. Sie zeigt fast alles, aber verdeckt das Wesentliche.“

Friedensreich Hundertwasser:

  • „Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn mehrere gemeinsam träumen, ist es der Anfang einer neuen Wirklichkeit."

Andrê Kostolany:

  • „Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten oder mehr Idioten als Aktien."

Peter F. Drucker:

  • „Konzentration ist der Schlüssel zu wirtschaftlichen Resultaten. Gegen kein anderes Prinzip der Effektivität wird so regelmäßig verstoßen als gegen das Grundprinzip der Konzentration. Unser Motto scheint zu sein, lasst uns von allem ein bisschen tun!“

Heinrich von Pierer:

  • „Das papierlose Büro ist genauso weit entfernt wie das papierlose Klo."

Richard Höhn:

  • „Wenn jemand sagt, er habe keine Zeit, bedeutet das nur, dass andere Dinge wichtiger für ihn sind.“

Georg Christoph Lichtenberg:

  • „Von dem Ruhm der berühmtesten Menschen gehört immer etwas der Blödsinnigkeit der Bewunderer zu.“
  • „Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden!“

Gerhard Uhlenbruck:

  • „Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach."
  • "Manche halten einen ausgefüllten Terminkalender für ein ausgefülltes Leben."

Lao-Tse: (chinesischer Philosoph 300 v. Chr.)

  • „Verantwortlich ist man nicht nur für das was man tut, sondern auch für das was man nicht tut.“
  • „Lernen ist wie rudern gegen den Strom - sobald man aufhört, treibt man zurück.“

Erich Kästner:

  • „Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen.“

Heiner Geissler:

  • „Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen."

Graf Fito:

  • „Einmal dachte ich, ich hätte unrecht. Aber ich hatte mich ausnahmsweise getäuscht."
  • "Politiker sind nicht an Weisungen gebunden, höchstens an Überweisungen."

Franz Luwein:

  • „Erstklassige Männer stellen erstklassige Männer ein, zweitklassige nur drittklassige."

Arthur Schopenhauer:

  • "Ich lege hier für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören." (Arthur Schopenhauer)
  • „Viele verlieren den Verstand deswegen nicht, weil sie keinen haben."
  • "Hindernisse überwinden ist der Vollgenuss des Daseins. Der Weg ist das Ziel."
  • "Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
  • "Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerspruchslos hinnehmen."
  • "Jeden Abend sind wir um einen Tag ärmer."

Ernst Ferstl:

  • „Dummköpfe sind Denkerköpfen weit überlegen. Zahlenmäßig."
  • „Wer kein Ziel vor Augen hat, kann auch keinen Weg hinter sich bringen."
  • „Das Schwierigste am Miteinander-Reden ist für viele nicht das Reden, sondern das Zuhören."
  • "Der Verzicht auf eine eigene Meinung verringert die Gefahr, umdenken zu müssen."
  • "Bestimmte Leute glauben, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Dabei waren es in Wirklichkeit nur Buchstabensuppen."

Margaret Thatcher:

  • „Geduld ist eine gute Eigenschaft. Aber nicht, wenn es um die Beseitigung von Missständen geht."
  • „Das Problem vom Sozialismus ist, dass Dir irgendwann das Geld anderer Menschen ausgeht"

Platon (427 - 347 v. Chr.) :

  • "Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg: es jedem recht machen zu wollen."

Pierre Elliott Trudeau:

  • „Nicht wenige Experten sehen ihre Daseinsberechtigung darin, einen relativ einfachen Sachverhalt unendlich zu komplizieren."

Kurt Tucholski:

  • "Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen."
  • "Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muss sie allein machen."
  • "Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger."
  • "Toleranz ist der Verdacht, dass der andere Recht hat."

Oscar Wilde:

  • "Die Tragik des Alters ist nicht , dass man alt ist, sondern dass man jung war."
  • "Mit 90% der Menschen nicht übereinzustimmen, ist ein Zeichen gesitige Gesundheit."
  • "Die Zukunft gehört denen, die die Möglichkeiten erkennen, bevor sie offensichtlich werden."
  • "Am Ende wird alles gut! Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende."
  • "Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiß ich: Es stimmt."
  • "Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und nicht den Wert."
  • "Man sollte Versuchungen nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen."
  • "Ehe: gegenseitige Freiheitsberaubung im beiderseitigen Einvernehmen."
  • "Wer eine gute, verständige und schöne Frau sucht, sucht nicht eine, sondern drei."
  • "Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe hinauskommt."
  • "Zynismus: ein Ding zu betrachten, wie es wirklich ist, und nicht, wie es sein sollte."
  • "Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden."

Peter M. Senge: (amerikanischer Unternehmensberater)

  • „Ob man schwierige Probleme bewältigt, hängt häufig davon ab, dass man erkennt, wo die Hebelwirkung am größten ist.“

Desmond Mpilo Tutu:

  • „Als die ersten Missionare nach Afrika kamen, besaßen sie die Bibel und wir das Land. Sie forderten uns auf, zu beten. Und wir schlossen die Augen. Als wir sie wieder öffneten, war die Lage genau umgekehrt: Wir hatten die Bibel und sie das Land."

Bertolt Brecht:

  • "Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen und schrieen sich zu ihre Erfahrungen zu, wie man schneller sägen könnte, und fuhren mit Krachen in die Tiefe. Und die ihnen zusahen, schüttelten die Köpfe beim Sägen und sägten weiter."
  • "Wer A sagt, muß nicht B sagen. Er kann auch erkennen, daß A falsch war."
  • "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren."
  • "Bankraub ist eine Unternehmung von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank."

Winston Churchill:

  • "Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann."
  • "Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“
  • "Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren."
  • "Ich glaube nur an Statistiken, die ich selbst gefälscht habe."
  • "Es ist sinnlos zu sagen: Wir tun unser Bestes. Es muss dir gelingen, das zu tun, was erforderlich ist."
  • "Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen."
  • "Perfektion ist Lähmung!"

Robert Mitchum:

  • "Ich jogge nicht, schwimme nicht, fahre nicht Rad. Meine einzige körperliche Ertüchtigung: Ich huste viel."

Gorch Fock:

  • "Du kannst Dein Leben nicht verlängern und Du kannst es auch nicht verbreitern. Aber Du kannst es vertiefen."

Heinrich Böll:

  • „Das Schlimmste, dass ich kenne, ist Untertänigkeit oder der Wunsch, sich unbedingt zu unterwerfen. Dieses Mitmachen, Mitlaufen, Mitsingen, Mitmarschieren und dabei auch noch in eine peinliche Euphorie verfallen ..."

Martin Walser:

  • „Auch Kränkungen wollen gelernt sein. Je freundlicher, desto tiefer triffst.

Salvador Dali:

  • "Kunst ist anders als ein Fußballspiel: in der Abseitsstellung erzielt man die meisten Treffer."
  • "I'm not strange, I'm just not normal."

Günther Kraftschik:

  • „Es ist nicht schwierig, mit noch nicht erreichten Zielen zu leben; schwierig ist, ohne Ziele zu leben!"

Marie von Ebner-Eschenbach:

  • "Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie."
  • "Ausnahmen sind nicht immer Bestätigung der alten Regel. Sie können auch Vorboten einer neuen Regel sein."
  • "Vieles erfahren haben heißt noch nicht, Erfahrung besitzen."

Robert Lembke:

  • „Die größte Gefahr im Straßenverkehr sind Autos, die schneller fahren als ihr Fahrer denken kann."

Willy Brandt:

  • „Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt euch auf eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll."

Dieter Hildebrandt:

  • „Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dafür dankbar sein, dass wir nicht das bekommen, was wir verdienen!"

Perikles:

  • „Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorherzusagen, sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein.“

Voltaire:

  • „Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion."
  • "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."
  • „Alles was Du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest Du auch sagen!“
  • „Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.“
  • "Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher."

Karl Valentin:

  • „Früher war sogar die Zukunft besser."

Philip Rosenthal:

  • "Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein."

Hans-Dieter Hüsch:

  • "Der Niederrheiner weiß nichts, kann aber alles erklären."

Walther Rathenau:

  • "Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbes ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen."

Lessing:

  • "Das Neue daran ist nicht gut, und das Gute daran ist nicht neu."

Christa Spilling-Nöker:

  • "Ich wünsche Dir, dass Du die Dinge geduldig trägst, die Dir auferlegt sind, aber auch die Erkenntnis, dass Du nicht alles tragen musst, was Dir andere aufbürden, und dass man unnützen Ballast abwerfen kann."

Dante Alighieri:

  • "Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt."

Henry Ford:

  • "Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen."
  • "50% meines Werbebudgets ist hinausgeworfenes Geld. Niemand kann mir allerdings sagen, welche 50% aus meinem Budget das sind."
  • "Die meisten Menschen wenden mehr Zeit und Kraft auf, um Probleme herumzureden, als sie anzupacken."
  • "Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern."
  • "Unsere Fehlschläge sind oft erfolgreicher als unsere Erfolge"
  • "Enten legen ihre Eier in Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt isst Hühnereier."
  • "Ein Geheimnis des Erfolges ist es, den Standpunkt des anderen zu verstehen."
  • "Nimm die Erfahrung und die Urteilskraft der Menschen über 50 heraus aus der Welt, und es wird nicht genug übrig bleiben, um ihren Bestand zu sichern."
  • "Zusammenkunft ist ein Anfang. Zusammenhalt ist ein Fortschritt. Zusammenarbeit ist der Erfolg."

Konrad Adenauer: (05.01.1876 - 19.04.1967)

  • "Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont."
  • "Ein Blick in die Vergangenheit hat nur Sinn, wenn er der Zukunft dient."
  • "Ist es nicht schrecklich, dass der menschlichen Klugheit so enge Grenzen gesetzt sind und der menschlichen Dummheit überhaupt keine?"
  • "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?"
  • "Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich."
  • "Meines Erachtens hat die Kirche weder JA noch NEIN zu sagen, sondern ausschließlich Amen."
  • "Wenn die anderen glauben, am Ende zu sein, muss man erst anfangen."
  • "Machen Sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernst genommen."
  • "Es gibt zwei Wege für den politischen Aufstieg: Entweder man passt sich an oder man legt sich quer."

Gustav Heinemann:

  • "Leben ist Veränderung – wer sich nicht verändert wird auch verlieren was er bewahren möchte."

Thomas Mann:

  • "Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge."

John McEnroe:

  • "Ein Männerabend mit Glotze, Bier und Chips ist tausendmal besser als ein nobles Abendessen mit einer Frau, die ja doch immer nur Komplimente hören will."

Victor Hugo:

  • "Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Tapferen ist sie die Chance."
  • "Ein Traum ist unerlässlich, wenn man die Zukunft gestalten will."

Louis Pasteur:

  • "Ich will Ihnen das Geheimnis verraten, das mich zum Ziel geführt hat. meine Stärke liegt einzig und allein in meiner Hartnäckigkeit."

Mark Twain: (1835-1910), US-amerikanischer Erzähler und Satiriker)

  • "Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen."
  • "Das Recht auf Dummheit wird von der Verfassung geschützt. Es gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit."
  • "Gib jedem Tag die Chance, der schönste in deinem Leben zu werden."
  • "Wir lieben Menschen, die frei heraus sagen, was sie denken. Vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir."
  • "Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat."
  • "Mit dem Rauchen aufzuhören ist kinderleicht. Ich habe es schon hundertmal geschafft."
  • "Verschiebe nicht auf morgen, was genauso gut auf übermorgen verschoben werden kann."

Curt Goetz: (1888-1960), deutscher Autor

  • "Man soll die Dinge nehmen, wie sie kommen. Aber man sollte dafür sorgen, dass die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte."
  • "Eine Geschichte schreibt man am besten, indem man mit dem Anfang beginnt, sie zu Ende führt, und dann sofort aufhört. Ich finde, das gilt auch für Reden. Darum komme ich jetzt zum Schluss."
  • "Wie schön wäre die Welt, wenn jeder die Hälfte von dem täte, was er von anderen verlangt."
  • "Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart."
  • "Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, dass er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grunde nicht."

Francois Truffot:

  • „Wer immer nur in die Fußstapfen von anderen tritt, hinterlässt keine Spuren.“

Albert Einstein: (1879 - 1955)

  • "Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen."
  • "Das Leben ist wie Fahrrad fahren. Um die Balance zu halten, musst Du in Bewegung bleiben."
  • "Zwei Dinge scheinen unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."
  • "Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wie viel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen."
  • "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt."
  • "Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen."
  • "Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen."
  • "Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren."
  • "Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben."
  • "Es genügt nicht, den Menschen zu einem Spezialisten zu erziehen. Damit würde man aus ihm einen gut dressierten Hund machen."
  • "Der Fortschritt geschieht heute so schnell, dass, während jemand eine Sache für gänzlich undurchführbar erklärt, er von einem anderen unterbrochen wird, der sie schon realisiert hat."
  • "Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt."
  • "Das Wichtigste ist, dass man nie aufhört Fragen zu stellen!"
  • "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und trotzdem zu hoffen, dass sich etwas ändert!"
  • "Geniale Menschen sind selten ordentlich, ordentliche selten genial."

Sir Peter Ustinov:

  • "Viele Frauen wissen nicht, was sie wollen, aber sie sind fest entschlossen, es zu bekommen!"
  • "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
  • "Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststück liegt darin, sie dann zu machen, wenn keiner zuschaut."

Sir Alec Guinness:

  • "Das Ungünstige an Minderwertigkeitskomplexen ist, dass die falschen Leute sie haben."
  • "Ein Gentleman ist ein Mann, der eine Frau beschreiben kann, ohne die Hände zur Hilfe zu nehmen!"

Charles de Gaulle:

  • "Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind."

Bill Gates:

  • "banking is necessary, banks are not!"
  • "Wie Disneyland wurde Windows mit der Maus im Hinterkopf entwickelt."
  • "Auch ich konnte einen großen Teil davon nicht verstehen. Ich habe ein tiefes Mitgefühl für unsere Kunden." (nachdem er einen Tag lang Fehlermeldungen von Windows gelesen hat)
  • "640 KBytes Arbeitsspeicher sollten für jeden genug sein ..." (Zitat 1978)

Peter Falk:

  • "Geld allein macht noch nicht unglücklich."

Albert Schweitzer:

  • "Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht."
  • "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
  • "Es ist besser, hohe Grundsätze zu haben, die man befolgt, als noch höhere, die man außer Acht lässt."

Gustav Mahler:

  • „Tradition ist Bewahrung des Feuers, nicht Anbetung der Asche.“
  • „Das Wichtigste in der Musik steht nicht in den Noten.“

Woody Allen:

  • "Geld haben ist besser als Armut, wenn auch nur aus finanziellen Gründen."
  • "Die Ewigkeit dauert lange, besonders gegen Ende."

Johannes Rau:

  • "Wir dürfen unseren Kindern nicht vorgaukeln, die Welt sei heil. Aber wir sollten in ihnen die Zuversicht wecken, dass die Welt nicht unheilbar ist."
  • "Wer Anstöße geben will, muss auch Anstoß erregen."
  • "Es gibt Menschen, die haben nur noch ein Buch, und das ist der Terminkalender."

Fritz Schaarschuh:

  • "Kopflosigkeit ist, wenn du dich an den Kopf fassen willst, aber ins Leere greifst ..."

Franz Kafka:

  • "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."
  • "Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keines da."
  • "Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu entdecken, wird nie alt werden.

Orson Welles:

  • "Es kommt nicht darauf an, was für einen Hut man auf dem Kopf hat, sondern was für einen Kopf unter dem Hut."
  • "Beliebtheit sollte kein Maßstab für die Wahl von Politikern sein. Wenn es auf die Popularität ankäme, säßen Donald Duck und die Muppets längst im Senat."
  • "Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun."

George Bernard Shaw:

  • "Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht?
  • "Eines der traurigsten Dinge im Leben ist, dass ein Mensch viele gute Taten tun muss, um zu beweisen, dass er tüchtig ist, aber nur einen Fehler zu begehen braucht, um zu beweisen, dass er nichts taugt."
  • "Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen."
  • "Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben."
  • "Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedes Mal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie passten auch heute noch."
  • "Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, dass man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht."
  • "Ich begnüge mich nicht mit schönen Träumen. Ich will schöne Wirklichkeiten."

Walter Wriston: (chairman of Citibank/Citicorp)

  • "the fact is, that bankers are in the business of managing risks. Pure and simple, that`s the business of banking!"

Sonstige Sprüche

  • "Auf Veränderungen zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun ... ist wie am Bahnhof stehen, und auf ein Schiff zu warten."
  • "Be a warrior ... not a worrier"
  • "Ich bin kein Klugscheißer, ich weiß es wirklich besser."
  • "Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie andere mich gerne hätten."
  • ”Einfach tun, was richtig ist. Einfach lassen, was nichts bringt. Einfach sagen, was man denkt. Einfach leben, was man fühlt. Einfach lieben, was man liebt. Einfach ist nicht leicht. Einfach ist am Schwersten.“
  • "Wenn dies die Lösung meines Problems sein soll, hätte ich gerne mein Problem zurück."
  • "Tu`was, dann tut sich was"
  • "Ich habe einen Tinnitus im Auge ... ich sehe nur Pfeifen!"
  • "Geist ist geil!"
  • „When nothing goes right ... go left."
  • „Wer etwas möchte, sucht Wege. Wer etwas nicht möchte, sucht Gründe!"
  • "Be careful how you spend your time. You'll never geht it back."
  • "What separates the man of boys ... is the price of the toys"
  • "Wer über seinen Schatten springt, hat plötzlich die Sonne im Gesicht!"
  • "How can we stop what we doing, when it feels so right."
  • "A friend is someone who knows your past, believes in your future and takes you today the way you are!"
  • "Statistik gibt dem Controller das, was die Straßenlaterne einem Betrunkenen gibt. Sie gibt ihm Halt, aber keine Erleuchtung!"
  • "Effizienz heißt, die Dinge richtig tun, Effektivität heißt, die richtigen Dinge tun." (Effektivität ist ein Maß für die Zielerreichung und Effizienz ist ein Maß für die Wirtschaftlichkeit.)"
  • "Eine Null kann bestehende Probleme verzehnfachen."
  • "Man gibt Geld aus, das man nicht hat, für Dinge, die man nicht braucht, um damit Menschen zu imponieren, die man nicht mag."
  • "Eine starke Behauptung ist besser als ein schwacher Beweis."
  • "Die Benutzung der Toilettenbürste ist kostenlos, aber nicht umsonst."
  • "Bei manchen Leuten ist ein Gehirnschlag ein Schlag ins Leere."
  • "Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen."
  • "Überlege Dir, was Du mit der Zukunft vorhast, bevor sich die Zukunft überlegt, was sie mit Dir vorhat!"
  • "Die Zukunft lässt sich nicht mehr als Fortsetzung der Vergangenheit begreifen. Sie fordert stets einen neuen Anfang."
  • "Betrachte das Hindernis als einen edlen und großartigen Gegner." (tibetanische Weisheit)
  • "Fürchte nicht, langsam zu gehen. Fürchte Dich nur, stehen zu bleiben." (chinesische Weisheit)
  • "Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen." (chinesische Weisheit)
  • "Es gibt nur einen Weg, eine Prüfung zu bestehen: Man muss sich ihr stellen!" (Ältester eines Aborigine-Stammes)
  • "In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders."
  • "Geisterfahrer können sehr entgegenkommend sein."
  • "Wer bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte den Kopf nicht hängen lassen!"
  • "Wenn ich du wäre, wäre ich lieber ich."
  • "Früher war ich nur etwas unentschlossen ... aber jetzt bin ich mir da auch nicht mehr so sicher."
  • "Der Grund, warum manche Mitarbeiter auf der Leiter des Erfolges nicht so recht vorankommen, ist darin zu suchen, dass sie glauben, sie stünden auf einer Rolltreppe."
  • "Sprächen Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich."
  • "the second place is just the first looser!"
  • "Alkohol ist ein hervorragendes Lösungsmittel: Es löst Familien, Ehen, Freundschaften, Arbeitsverhältnisse, Bankkonten, Leber- und Gehirnzellen auf. Es löst nur keine Probleme."
  • "Der Dienstweg ist die Verbindung der Sackgasse mit dem Holzweg ..."
  • "Wenn Pornographie sexuelle Frustration heilt, warum gibt man Hungernden dann keine Kochbücher?"
  • "Durch Veränderung des Standpunktes gewinnt man viel an Perspektive."
  • "Theorie ist, wenn man weiß, wie es funktionieren soll, aber es geht trotzdem nicht. Praxis ist, wenn es funktioniert, aber keiner weiß, warum."
  • "Wer zuletzt lacht, hat es nicht eher begriffen."
  • "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom."
  • "Mit den Gerüchten ist es wie mit der Fotografie – wenn man erst einmal was Negatives hat, kann man es entwickeln und vergrößern."
  • "Wohin die Straße deiner Träume führt, erfährst du nur, wenn du ihr folgst."
  • "Don't dream your life - live your dream!"
  • "Habe Mut zum Träumen, denn nur wer Mut hat zum Träumen, hat auch die Kraft, dafür zu kämpfen!"
  • "Lass Dich nicht von Deinen Ängsten daran hindern, Deine Träume wahr zu machen."
  • "every body tells a story."
  • "Nothing right in the left brain and nothing left in the right brain."
  • "Unterschätze mich nicht, nur weil ich still bin. Ich weiß mehr als ich erzähle, denke mehr als ich spreche und kriege mehr mit, als Du denkst."

Fußball Weisheiten

Zlatan Ibrahimovic:

  • "Das weiß nur Gott ... und mit dem sprichst Du gerade."
  • "Auch ich mache Fehler. Aber was ein Fehler ist, bestimme einzig und allein ich!"
  • "Eines ist sicher: Eine Weltmeisterschaft ohne mich ist nicht sehenswert. Es lohnt sich also nicht, auf die WM zu warten."
  • "Wer mich kauft, kauft einen Ferrari. Wer einen Ferrari hat, tankt Super, fährt auf die Autobahn und gibt Vollgas. Guardiola hat Diesel getankt und eine Tour ins Grüne gemacht. Hätte er sich gleich einen Fiat kaufen sollen."
  • "Und bei Ajax lief auch noch Louis van Gaal rum. Der war Technischer Direktor und erklärte mir mit dem Bleistift, wann ich wohin laufen sollte. Ich habe ihm gesagt: Hör mal, Meister, du hast mir gar nichts zu sagen - geh in dein Büro und schreib Briefe. Mir ging seine Art furchtbar auf die Nerven."

Friedel Rausch:

  • "Wenn ich den Martin Schneider weiter aufstelle, glauben die Leute am Ende wirklich noch, ich sei schwul."

Uwe Rapolder:

  • "Ich habe kaum drei echte Abwehrspieler, da kann ich ja nicht mit einer Viererkette spielen."

Christoph Kramer:

  • "Gefehlt hat das Tor. Wie so oft, wenn man keins schießt."

Steffen Baumgart:

  • "Wir schaffen es im Moment nicht, alle in einem Spiel ein bisschen Mist zu bauen. Sondern jeder baut in einem anderen Spiel Mist."
  • "Sagen wir mal so. Ich äußere mich selten zu Schiedsrichtern, aber heute war es scheiße.

Tim Walter:

  • "Ich habe gedacht, meine Frau pfeift. Die ist auch immer für die mit den schöneren Trikots."

Jean Paul Satre:

  • "Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft."

Gennaro Gattuso:

  • "Wenn ich früher ein Spiel verloren habe, hab ich aus Wut die Kabine verwüstet. Heute machen die Spieler nach Niederlagen Selfies. Das macht mich krank!"

Jürgen Klopp

  • "Ich mag den Jogi. Ich benutze sogar sein Deo und sein Shampoo."

Lucien Favre:

  • „Wenn du den Ball nicht hast, ist es schwer Fußball zu spielen.“

Christian Streich:

  • "Der eine holt Kraft aus dem Gebet und der andere aus der Badewanne."
  • „Man verändert sich immer, weil man ja Stoffwechsel hat. Man ist ja nicht tot.“
  • "Wenn's geht, so viel wie möglich de Ball habbe. Weil mir Fußball spiele wolle. Und wenn mir de Ball habbe gfällt uns dess besser als wenn de Gegner de Ball hat. Un meischtens gfällt dess dann unsere Zuschauer au besser - un mir auch. Un wenn mir de Ball habbe, kann de Gegner kai Tor schieße. Außer wenn er dann de Ball im Pressing erobert. Aber Freiburg will de Ball habbe, egal gege wen. Mir wolle au gege Bayern München de Ball habbe. Au wenn mern dann halt net so viel kriege, weil die sage, ihr kriegt ihn net. Aber mir sage dann trotzdem zu ihne, mir wolle ihn aber. Aber sie geben ihn uns net. Und dann bemühe mir uns wieder dass mirn krigge. Und so mache mers gege Stuttgart auch. Und so mache mers immer."

Ludwig Kögl:

  • "Entweder ich gehe links vorbei, oder ich gehe rechts vorbei."

Holger Stanislawski:

  • "Ich will die beste Elf, nicht die besten elf."

Roman Weidenfeller:

  • "I think we have a grandios Saison gespielt."

Lukas Podolski:

  • "Es überwiegt eigentlich beides!" ... auf die Frage "Wie geht es ihnen, sind sie enttäuscht über das 1:1 oder freuen sie sich, dass sie ein Tor gemacht haben?"
  • "Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln. Und die Ärmel natürlich auch."
  • "So ist Fußball. Manchmal gewinnt der Bessere."
  • "Ich hab nicht nachgedacht, ich hab ihn einfach reingemacht."

Uwe Klimaschewski:

  • "Meine Spieler können 50-Meter-Pässe spielen: fünf Meter weit und 45 Meter hoch."
  • "Meine Spieler sind Intellektuelle. Die haben Maos Tod letzte Woche noch nicht verkraftet."
  • "Weitere Fragen kann ich nicht beantworten. Ich muss jetzt zu meinen Spielern. Die sind so blind, dass sie den Weg von der Kabine zum Bus nicht finden."
  • "Ich weiß nicht, wie es passiert ist, aber der Michael Blättel hat sich heute Nacht irgendwie im Bett verletzt."

Hans Meyer

  • „Von 25 Journalisten in Gladbach haben vielleicht zwei den Wert von Tomas Galasek erkannt. Der schießt zwar kaum Tore und ist auch kein Marko Marin, der auf drei Quadratmetern vier Mann ausspielt, worauf die Fans zu Recht vor Freude zu onanieren beginnen. Aber er verfügt über die Qualität, seine Mitspieler glänzen zu lassen.”
  • „Ich habe dort noch nie einen Punkt geholt. Vielleicht wäre es besser, ich melde mich krank.“
  • „Ihr wisst ja, beim Geschlechtsverkehr dürft Ihr mich immer stören, aber bei der Fresserei ist es einfach scheiße!”
  • „Torwart Jörg Stiel sagte mal, ich wäre sein bester Trainer gewesen. Später erfuhr ich, dass er nur zwei hatte.”

Patrick Funk:

  • “Links ist ähnlich wie rechts, nur auf der anderen Seite”.

Dieter Nuhr

  • "Bei der WM habe ich mir Österreich gegen Kamerun angeschaut. Warum? Auf der einen Seite Exoten, fremde Kultur, wilde Riten ... und auf der anderen Seite Kamerun."
  • "Männer haben 100 Gramm mehr Gehirn als Frauen – da ist unter anderem die Abseitsregel drin."

Deniz Naki:

  • "Ich komme aus der Gosse, da wird man entweder Zuhälter oder Fußballprofi."

Felix Magath:

  • "Ich habe viel mit Mario Basler gemeinsam. Wir sind beide Fußballer, wir trinken beide gern mal einen, ich allerdings erst nach der Arbeit!"

Christoph Daum

  • "Andere erziehen ihre Kinder zweisprachig, ich beidfüßig."
  • "Ich bin nicht gescheitert, ich bin gescheiter geworden."
  • "Mir ist egal, ob einer Brasilianer, Pole, Kroate, Nord- oder Süddeutscher ist. Die Leistung entscheidet und nicht seine Blutgruppe."
  • "Einige Spieler wissen zwar, wer im Film »Star Trek« welche Rolle spielt, aber nicht, mit wem sie es im nächsten Spiel zu tun haben."
  • "Das ist so, als wenn dir einer ein Messer in den Bauch rammt, und du musst noch dabei lächeln." (schildert die Schiedsrichterleistung)
  • "In der Schlussphase war der Pfosten der Einzige, auf den wir uns 100-prozentig verlassen konnten."
  • "Wenn ein Dortmunder Spieler bei der Einwechslung stolpert, schreien die Fans 'Foul'."
  • "Er hat angezeigt, dass er in einer Minute ausgewechselt werden will." (über einen Stinkefinger von Ulf Kirsten)

Michael Ballack:

  • "Dass die Trainer manchmal ihrer Anspannung freien Lauf lassen, ist doch ganz normal. Die können ja keinen umhauen wie wir."
  • "Wir können so was nicht trainieren, sondern nur üben."

Louis van Gaal:

  • "Ich bin ein intelligenter Trainer. Ich trainiere mehr fürs Köpfchen als für die Beine. Das ist schwierig für manche Spieler."

Christian Beeck:

  • "Wir haben mit der notwendigen fairen Brutalität gespielt."

Mike Büskens:

  • "Ja, da hab' ich gedacht, mein Gott, da rentieren sich mal endlich die 5 Millionen, die ich hier Jahr für Jahr kriege."
  • „Ich wollte eigentlich Eto’o aber der Präsident hat wohl Edu verstanden.“

Erik Meijer:

  • "Ich war nicht damit einverstanden, dass der Schiedsrichter gegen uns einen Freistoß gegeben hat. Da habe ich ihn einfach Wichser genannt. Ich glaube, das war ziemlich dumm."
  • "Wenn du so gerne das Fähnchen schwenkst, dann such dir doch 'nen Job am Flughafen." (zum Schiedsrichter Assistenten)

Bernd Hollerbach:

  • "An mir kommt entweder der Gegner vorbei oder der Ball ... aber niemals beide zusammen!"

Dietmar Demuth:

  • "Man muss versuchen, den Gegner durch permanentes Toreschießen zu zermürben."

Jan-Age Fjörtoft:

  • "Der Trainer hatte heute die Wahl zwischen dem Busfahrer und mir. Aber der Busfahrer hatte seine Schuhe vergessen."
  • "Jörg Berger ist so ein guter Trainer, der hätte sogar die Titanic gerettet !"
  • "Ob Felix Magath auch die Titanic gerettet hätte, weiß ich nicht - auf jeden Fall wären alle Überlebenden topfit gewesen!"

Charlie Dörfel:

  • "Dicker, wenn Du noch länger meckerst, trete ich die Flanken 10 Zentimeter höher, dann kommst du gar nicht mehr ran!" (zu Uwe Seeler)

Andreas Herzog:

  • "Der Pfau, der Superpfau, der Herr Effenberg. Da stolziert er über den Platz und dann verschießt er, es gibt doch noch einen Fußballgott."

Edmund Stoiber:

  • "Unterhaching ist von der gesamttechnischen Perfektion sehr kompakt."
  • "Die Brasilianer hatten ein phantastisches Trio da vorne mit Ronaldo, Ronaldinho und... ääh.... den anderen Brasilianern."

lateinische Sprüche

meine persönlichen Lieblingssprüche:

  • Pacta sunt servanda - Verträge sind einzuhalten
  • aequo animo audienda sunt imperitorum convicia - gleichmütig muss man die Schmähreden Unkundiger hören
  • difficile est satiram non scribere - es ist schwierig, keine Satire darüber zu schreiben
  • per aspera ad astra - durch das Raue zu den Sternen
  • videant consules, ne quid detrimenti capiat res publica argentara - die Konsulen mögen zusehen, dass der Staat keinen Schaden erleidet
  • contra receptam opinionem - gegen die vorherrschende Meinung
  • corrige praeteritum, presens rege, discerne futurum - verbessere die Vergangenheit, beherrsche die Gegenwart, erkenne die Zukunft

Curtius Rufus:

  • Iamque non pugna, sed caedes erat - Schon war es kein Kampf mehr, sondern ein Blutbad

Seneca:

  • non quia difficilia sunt non audemus, sed quia non audemus difficilia sunt - nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer
  • ignoranti, quem portum petat, nullus suus ventus est - wer nicht weiß, welchen Hafen er anlaufen soll, bekommt keinen günstigen Wind
  • manus manum lavat - eine Hand wäscht die andere

Titus:

  • amici, diem perdidi! - Freunde, ich habe einen Tag vertan

Horaz:

  • dimidium facti, qui coepit, habet - wer nur begann, der hat schon halb vollendet

Nero:

  • qualis artifex pereo - welch ein Künstler geht in mir zugrunde

Cicero:

  • accipere quam facere praestat iniuriam - Unrecht erleiden ist besser als Unrecht tun
  • cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis perseverare in errore - jeder Mensch kann sich irren, doch nur ein Narr verharrt im Irrtum
  • dum spiro, spero - solange ich atme, hoffe ich
  • cui bono? - Wer hat den Nutzen davon?

Plinius:

  • multum, non multi - Qualität, nicht Menge / in die Tiefe, nicht in die Breite

Ovid:

  • cedendo victor abibis - wenn du nachgibst, gehst du als Sieger weg finis coronat opus - das Ende krönt das Werk
  • nitimur in vetitium semper cupimusque negat - wir neigen zum Verbotenen immer und begehren Versagtes

unbekannte Autoren:

  • actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas - eine Handlung ist nicht richtig, wenn ihre Absicht nicht richtig gewesen ist
  • adhuc sub iudice lis est - die Sache ist noch nicht entschieden
  • aequam memento rebus in arduis - denk daran, in schwieriger Lage
  • amicus optima vitae possessio - ein Freund, der beste Besitz des Lebens
  • an nescis, mi fili, quantilla prudentia regatur orbis? - Weißt Du denn nicht, mein Sohn, mit wie wenig Verstand die Welt regiert wird?
  • audiatur et altera pars - es möge auch die andere Seite gehört werden
  • beatus ille, qui procul negotiis - glücklich ist der, der fern von Pflichten ist
  • bene docet, qui bene distinguit - gut lehrt, wer Unterschiede klar darlegt
  • bis idem non est idem - zweimal das Gleiche ist nicht dasselbe
  • bonum commune est melius quam bonum unius - das Gemeinwohl ist besser als das Wohl des einzelnen
  • carpe diem, quod sit futuram cras - genieße den Tag, wer weiß was Morgen sein wird
  • cessante causa cessat effectus - fällt die Ursache fort, entfällt auch die Wirkung
  • clausula rebus sic stantibus - vorbehaltlich, dass die Dinge so bleiben
  • cogito, ergo sum - ich denke, also bin ich
  • cucullus non facit monachum - eine Kapuze macht noch keinen Mönch
  • cuncta fluunt - alles befindet sich im Wandel
  • damnum nocet, damnum docet - aus Schaden wird man klug
  • de nihilo nihil - aus Nichts wird Nichts
  • dos est magna parentium virtus - die Tüchtigkeit ist eine reiche Mitgift
  • duo cum faciunt idem, non est idem - wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht das Selbe
  • duobus litigantibus tertius gaudet - wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte
  • facta, non verba penduntur - Taten zählen, nicht Worte
  • factum infectum fieri non potest - Geschehenes kann nicht ungeschehen gemacht werden
  • fama malum, quo non aliud velocius ullum - das Gerücht (ist) das schnellste Übel, das es gibt (das Gerücht wächst mit seiner Verbreitung)
  • felix, qui potuit rerum cognoscere causas - glücklich, wer die Gründe der Dinge zu erkennen vermag
  • finis coronat opus - das Ende krönt das Werk
  • habenas ignarus non tractet - ein Unkundiger soll die Zügel nicht handhaben
  • hoc pretium ob stultitiam fero - diesen Lohn erhalte ich für meine Torheit
  • inter pedes virginum gaudium est juvenum - zwischen den Beinen der Jungfrau liegt die Freude des Jünglings
  • iactura paucorum servat multos - die wenigen zu opfern, um die Vielen zu retten
  • insipiens qui respicit et sapiens qui prospicit - ein Dummer ist der, welcher zurückblickt, ein Kluger der, welcher vorausschaut
  • legi, intellexi, condemnavi - ich las, begriff und verdammte
  • minima non curat praetor - um Kleinigkeiten kümmert sich der Prätor nicht
  • mundus vult decipi, ergo decipiatur - die Welt will getäuscht werden, also soll sie getäuscht werden
  • ne te paeniteat duros subisse labores - Lass dich's nicht gereuen, harte Mühen auf dich genommen zu haben
  • nihil fit sine causa - nichts geschieht ohne Grund
  • nolens volens - ob man will oder nicht, man muss
  • nolle in causa est, non posse praetenditur - nicht wollen ist der Grund, nicht können der Vorwand
  • nondom omnium dierum sol occidit - es ist noch nicht aller Tage Abend
  • non est ad astra mollis e terris via - zum Himmel führt von der Erde kein bequemer Weg
  • non scholae sed vitae discimus - nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir
  • non vitiis nemo sine nascitur - denn niemand wird ohne Fehler geboren
  • nota habet quisque sui corporis vitia - Jeder habe Kenntnis von den Fehlern seines Körpers
  • obstipui, steteruntque comae et vox faucibus haesit - ich stand wie gelähmt, die Haare standen empor und die Stimme stockte im Halse
  • o mihi praeterios referat si Iuppiter annos - oh, wenn Jupiter mir die vergangenen Jahre zurückbringen könnte
  • o quae mutatio rerum - oh, welch Wandel der Dinge
  • omne initium difficile est - aller Anfang ist schwer
  • pacta sunt servanda - Verträge sind einzuhalten
  • patent omnibus veritas - die Wahrheit ist jedermann zugänglich
  • perfer et obdura - halte durch und sei hart
  • quae nocent, docent - was schadet, lehrt (aus Schaden wird man klug)
  • quae volumus, ea credimus libenter - was man wünscht, das glaubt man gern
  • qui tacet, consentiere videtur - wer schweigt, scheint zuzustimmen
  • qui suo iure utitur, nemini facit iniuriam - wer sein ihm zustehendes Recht anwendet, tut niemandem unrecht
  • quid agis, diligenter agas - was immer du tust, mache es sorgfältig
  • quidquid agis, prudenter agas et respice finem - was immer du tust, handle umsichtig und denke an das Ende
  • quilibet praesumitur bonus, donec probatur contrarium - jeder wird von vornherein als unschuldig betrachtet, bis das Gegenteil bewiesen ist
  • quod enim ab omnibus communiter dicitur, impossibile est totaliter falsum - was von allen gemeinsam gesagt wird, das kann unmöglich vollständig
  • falsch sein
  • quod erat demonstrantum - was zu beweisen war quod erat expectandum - was zu erwarten war
  • quod licet Iovi, non licet bovi - was Jupiter erlaubt ist, ist dem Rindvieh noch lange nicht erlaubt
  • quod satis est cui contingit, nihil amplius optet - wem zuteil wird, was genügt, der sollte nichts weiter wünschen
  • quod tibi fieri non vis, alteri non feceris - was du nicht willst, das man dir tu, das füg' auch keinem anderen zu
  • quod scripsi, scripsi - was ich geschrieben habe, bleibt geschrieben
  • quot capita, tot sensus - so viele Köpfe, so viele Meinungen
  • quot homines, tot sententiae - so viele Menschen, so viele Ansichten.
  • rogo te, habe me excusatum - ich bitte dich, halte mich für entschuldigt
  • roma locuta, causa finita - Rom hat gesprochen, (also) ist die Sache entschieden
  • sapere aude - wage es, deinen Verstand zu gebrauchen
  • scientia potestas est - Wissen ist Macht
  • si cloaca esses, maxima esses - und wärest du eine Jauchegrube, so wärest du die allergrößte
  • tempora mutantur, nos et mutamur in illis - die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns mit ihnen
  • testimonium paupertatis - geistiges Armutszeugnis
  • ut desint vires, tamen est laudanda voluntas - wenn auch die Kräfte fehlen, so ist doch der Wille zu loben
  • verba docent, exempla trahunt - Worte belehren, Beispiele reißen mit
  • Veritas odium parit - Offenheit/Wahrheit bereitet Hass

Politik

Ich habe das Grundvertrauen in dieses Land verloren.

Jeder, der in den letzten 16 Jahren nicht im Koma lag, muss heute zum Ergebnis kommen, dass sich Deutschland in jeglicher Hinsicht verändert hat. Und leider nicht zum Positiven. Die Staatsratsvorsitzende, Frau Dr. Merkel, hinterlässt ein völlig herunter gewirtschaftes Land: hoch verschuldet, destabilisiert und ohne jegliche Strategie für die Herausforderungen der digitalen Revolution. Mir läuft es kalt den Rücken herunter, wenn ich mir die Auswirkungen der katastrophalen Renten-, Pflege- und Energiepolitik, die Überflutung mit illegalen Einwanderern, die nicht mehr vorhandene innere Sicherheit oder die zutiefst gespaltene Gesellschaft anschaue.

Bildung wird aus meiner Sicht zum Megatrend beim Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft. Wenn ich mir in diesem Kontext das deutsche Bildungswesen anschaue, welches im Wettbewerb mit den G20 Staaten jährlich an Plätzen verliert, wird mir Angst und Bange. Deutschland wird der Absteiger dieser Dekade werden.

Es wird ungemütlich werden in Deutschland, so viel steht fest. Die meisten Dumpfbacken in dieser Republik glauben offensichtlich, dass unser Wohlstand gottgegeben ist. Wenn wir nicht langsam aufwachen, dann wird die Party bald vorbei sein.

Sorgen macht mir insbesondere, dass Menschen, die eine andere Meinung als die Regierung oder der Mainstream vertreten, mittlerweile als Klimaleugner oder Querdenker kriminalisiert und als Nazi in die rechte Ecke gestellt werden. Ich nenne das Meinungsdiktatur. Dieter Nuhr hat es für mich auf den Punkt gebracht: "Wir haben ein Problem mit Denunziation, Diffamierung und Etikettierung von Andersdenkden."

Beängstigend finde ich, dass in Deutschland mittlerweile Grundrechte wie z.B. die Versammlungsfreiheit eingeschränkt werden, sofern man nicht für Fridays 4 Future, Greta, black lives matter, Gender, refugees welcome oder sonstiges linksgrünes Gedankengut auf die Straße geht.

Grundrechte sind grundlegende Freiheitsrechte. Punkt. Daher bin ich der tiefen Überzeugung, dass die im Rahmen der COVID-19 Pandemie erlassenen Ermächtigungen für gesundheitspolitische Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nach § 5 Abs. 2 IfSG gegen das Rechtsstaatsprinzip verstoßen.

Wohin die Reise führen wird, hat der grüne Ministerpräsident, Wilfried Kretschmann, bereits angedeutet: "Wenn wir frühzeitige Maßnahmen gegen die Pandemie ergreifen können, die sehr hart und womöglich zu diesem Zeitpunkt nicht verhältnismäßig gegenüber den Bürgern sind, dann können wir eine Pandemie schnell in die Knie zwingen.“ Und er führte ergänzend aus, dass man für ein solches Notstandsgesetz möglicherweise das Grundgesetz ändern müsse.

Na sieh mal an. Änderung des Grundgesetzes? Nicht verhältnismäßige Maßnahmen? Damit verlassen wir dann endgültig die rechtsstaatlichen Prinzipien. Sind wir schon wieder so weit? Aus meiner Sicht sind bereits heute vergleichbare Muster wie in den dreißiger Jahren zu beobachten. Man muss nur die Parallelen zur Migrations-, Klima- oder Coronapolitik anschauen: Ideologie anstelle von Fakten. Denunzieren von Menschen mit anderen Meinungen. Gleichschaltung der Medien. Politischer Einfluss auf die Judikative. Verbreitung von Hysterie.

08/2021: Ja, wer hätte das gedacht, dass ich mal die Bild-Zeitung lobe. Chapeau Herr Reichelt, endlich sprechen Sie das aus, was ich schon während der gesamten Merkel-Diktatur anprangere: "BILD-Chef zum CSD: "Es sind Demos erlaubt, die Politikern gefallen":

Wie geil, dass die Bild nun endlich auch begonnen hat, weitere Problemfelder wie die unangemessenen Corona-Einschränkungen oder Massenvergewaltigungen von unseren neuen Gästen etc. thematisiert. Weiter so. Die deutsche Bevölkerung ist ja immer noch völlig tiefenentspannt. Leider wird sich diese Ignoranz der Realität bitter rächen. Mein Mitleid hält sich jedoch in Grenzen, denn die Deutschen kriegen genau das, was sie bei der Bundestagswahl 2017 bestellt haben. Felix Austria.

Es war schon immer ein Merkmal autoritärer Regime, die Justiz und die Medien unter ihren Einfluss zu bringen. Ich finde, wir sind auf gutem Wege. Wenn ich mir die Rechtsverstösse der Bundesregierung so anschaue, dann fühle ich mich in meiner These bestätigt: Deutsche Verfassungsgerichte können nur Erfüllungsgehilfen der Regierung sein. Wer mit einem Parteibuch und von Regierungsgnaden auf solch einen Stuhl kommt, kann nicht unabhängig sein.

07/2021: Ja wie geil ist denn das? So wie ich es seit Jahren schreibe: Angela Merkel lädt ausgerechnet jene Verfassungsrichter zu sich zum Abendessen ein, die wenige Wochen später eine Klage gegen sie verhandeln müssen. Na was für ein Zufall.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus232427603/Merkel-und-ihre-Richter-Wie-war-das-noch-mal-mit-Unabhaengigkeit-der-Justiz.html

Mir ist Deutschland fremd geworden. Aus meiner Sicht ist das Land nur noch eine Lichterkette von der totalen Hirnschmelze entfernt. Das ehemalige Land der Dichter und Denker und ein Land mit technischem Führungsanspruch, wird als erste Nation in die Geschichtsbücher eingehen, die ihre eigene Identität vernichtet und sich bewusst zu Grunde richtet ... politisch, ökonomisch und gesellschaftlich.

Statt Milliarden in Forschung, Technik, Digitalisierung, künstliche Intelligenz und moderne Infrastruktur zu investieren und Deutschland zukunftstauglich (weiter) in der Spitze zu etablieren, fördert die Regierung seit Jahren aktiv die Masseneinwanderung in die Sozialsysteme. Und ein Ende ist nicht abzusehen. Nun ja, Digitalisierung und Islamisierung, das kann man ja mal verwechseln.

Deutschland ist nicht mehr wiederzuerkennen. Die ehemalige Nation der Techniker und Ingenieure wandelt sich gerade in eine links-grün versiffte Gesellschaft von Moralaposteln, Laberern, Sozialpädagogen, Umverteilern und Öko-Marxisten, anstatt Strategien für den digitalen Strukturwandel zu entwickeln. Während unsere Eliten das Lastenfahrrad fördern, wurden in den letzten zwei Jahren in Japan etwa 15.000 Patente im Bereich Wasserstoff beantragt. Bei uns ist Ingenieur uncool und alter weißer Mann. Was können wir denn heute noch? Flugplätze? Bahnhöfe? Hightech? Weltspitze sind wir beim Gendern, in der Bürokratie und anderer brotloser Kunst.

Mittlerweile sind wir sogar zu blöd, einen Flughafen zu bauen. Die Türkei hat den neuen Istanbul-Airport in viereinhalb Jahren aus dem Boden gestampft. China schafft es in noch kürzerer Zeit. Deutschland hat für den Flughafen Berlin Brandenburg von 2006 bis 2020 gebraucht. Noch Fragen?

Der Weg Deutschlands ist vorgezeichnet. Es wird nicht mehr lange dauern, bis auch die Bevölkerung und die linken Medien den Abstieg Deutschlands nicht mehr verleugnen können.

Das Kabinett der Staatsratsvorsitzenden von Digitalministerin Judith Gerlach, über Wirtschaftsminister Altmeier bis hin zu Gesundheitsminister Spahn zeigt exemplarisch, woran es Deutschland fehlt. Wie sagte beispielsweise Herr Spahn: "Wir haben jetzt jeden vierten Deutschen geimpft. Diese Woche wird es noch jeder fünfte werden." Krass oder? An dieser Stelle fällt mir nur ein Kommentar ein: "Wenn du tot bist, dann weißt du nicht, dass du tot bist. Aus diesem Grund ist es nur schwer für die anderen. Genauso ist es, wenn du blöd bist."

Eine Strategie für die zukünftigen Herausforderungen kann ich nicht erkennen. Anstatt alles dafür zu tun, dass Deutschland technisch eine Führungsrolle behält, diskutieren wir mittlerweile über so wichtige strategische Themen wie das Frittieren von Pommes, das dritte Geschlecht und Gender-Toiletten, Diesel-Fahrverbote oder die Einhaltung der political correctness bei der Zigeunersauce und dem Mohrenkopf.

Apropos Zigeunersauce. Vor dem Achtelfinale der EM 2021 geht "die Mannschaft" als Zeichen gegen Rassismus auf die Knie. Finde ich interessant. Zwei Tage zuvor, tötete ein Somalier drei Menschen in Würzburg mit einem Messer. Die Familien der Opfer von Würzburg hätten es sicher besser gefunden, wenn die Mannschaft einen Trauerflor als Zeichen der Anteilnahme getragen hätte. Die Art und Weise wie Deutschland mit den Opfern der Willkommenskultur umgeht, ist einfach nur beschämdend:

https://www.welt.de/debatte/plus232327089/Wuerzburg-Attentat-Vom-Mitgefuehl-der-Deutschen-bleibt-hier-wenig-uebrig.html

Vier Anmerkungen hätte ich in diesem Zusammenhang für den DFB: 1. #allLivesMatter 2. Hochmut kommt vor dem Ball. 3. Regenbogen und Quatar zeigt die Doppelmoral. Das arabische Emirat Qatar ist ja bekannt für seine positive Einstellung zur Homosexualität und zu Menschenrechten. Ich bin sehr gespannt, ob Ihr auch bei der WM mit Regenbogen auflaufen werdet. Ich wage mal eine Prognose, die Eier werdet ihr nicht haben. 4. Ihr könnt "die Mannschaft" ruhig "Deutsche Nationalmannschaft" nennen. Patriotismus ist kein Hass gegen andere Völker, sondern Liebe zum eigenen Vaterland.

Ich ertrage diesen Irrsinn und den nahezu suizidalen Zustand dieses Landes und der Menschen nicht mehr und habe ziemlich wenig Bock darauf, die Folgen dieser Dekadenz als Zeitzeuge zu erleben. Mit dieser Poltik setzen wir alles aufs Spiel. Alles. Deshalb zahle ich meine Steuern künftig lieber in Österreich. Oft werde ich gefragt, warum ich denn gerade dahin auswandere, schließlich ist Österreich doch auch in der EU. Ganz einfach, weil es dort noch eine Oppositionskultur gibt. In Österreich werden alle Probleme im Parlament und in den Medien mit offenem Visier beim Namen genannt. Auch deutsche Tabuthemen wie Migration oder Zwangsimpfungen werden im österreichischen Parlament offen diskutiert. Und das ist gut so, denn genau das macht eine Demokratie aus:

In Deutschland lässt die Staatspropaganda keine Gelegenheit aus, die sog. "Querdenker-Demonstrationen" anzuprangern, weil das ja alles böse Rechtsradikale sind. Mir sind Querdenker lieber, als die Fähnchenwinker, die den Staat für sich denken lassen und wirklich jeden Scheißdreck der Politik glauben, ohne sich eine eigene Meinung bilden. Zum Glück gibt es noch ein paar mutige Menschen, wie den Stuttgarter Polizei-Einsatzleiter, Carsten Höfler. Der Mann hat cojones:

Habe ich das richtig gehört? Bei den Querdenkern handelt es sich um Menschen aus der bürgerlichen Mitte, die einfach nur friedlich demonstrieren? Na sieh mal an, das hört sich im Merkel TV irgendwie anders an. Schaun mer mal, wie lange er noch im Amt ist.

Deutschland ist auf dem Weg in die DDR 2.0. Die sozialistische Einheitspartei "CDUdieGrünenSPD" unter der Staatsratsvorsitzenden Frau Dr. Merkel hat mit den Entscheidungen zur

Migrationspolitik

Energiepolitik

zwei fatale Fehlentscheidungen getroffen. Die weiteren politischen Glanzleistungen finde ich ebenfalls begrenzt lustig:

Steuerbelastung

(Alters-)Armut

Rentenniveau

Strompreise

Ich fasse das mal mit meinen Worten zusammen: Die Deutschen zahlen die höchsten Steuern und die höchsten Energiepreise. Die systematische Erhebung von Negativzinsen für Einlagen bei Privatkunden läuft bereits, damit ist die multiple Enteignung perfekt. Das deutsche Rentenniveau würde ich im europäischen Vergleich als signifikant niedrig bezeichnen. Zugleich ist ein nicht unwesentlicher Teil der Bevölkerung zwischenzeitlich von Armut gefährdet. Viele Rentner, die jahrzehntelang in die Sozialsysteme einbezahlt haben [im Vertrauen darauf, dass der Staat später angemessen für sie sorgen wird] sammeln mittlerweile Flaschen und werden von den Tafeln versorgt, weil die Rente nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Wir schließen aus Kostengründen Kinderkliniken, gleichzeitig veruntreut die Regierung Milliarden für ihre Willkomenspolitik und bietet Millionen von Menschen, die nie in die Sozialsysteme einbezahlt haben, ein "RundumSorglospaket".

Wie gehirnamputiert muss man sein, um diese Zusammenhänge nicht zu verstehen ... oder diese Politik zu unterstützen. "Deutschland, ein Land, in dem wir gut und gerne leben?". Also ich nicht mehr. Danke Angela. Ich bin der tiefen Überzeugung, dass jede einzelne dieser Entwicklungen für sich gesehen eine Katastrophe ist. In der Kombination fahren wir mit dieser Politik ein blühendes Land ungebremst an die Wand:

Hofieren der Grünen

Corona

DDR 2.0

gleichgeschaltete Presse

Greta und das Klima

EZB

Tabuisierung der Antifa

innere Sicherheit

Die "Merkelraute" wird für mich zeitlebens ein Sinnbild und Symbol für Veruntreuung, Vaterlandsverrat, Demontage von Meinungsfreiheit und Demokratie, Verstöße gegen das Grundgesetz, Lüge, Heuchelei, Korruption und Versagen bleiben. Und sie ist das beste Beispiel, warum es notwendig ist, die Amtszeit auf 2 Legislaturperioden zu beschränken.

Das Land hat keinen Anspruch mehr an sich selbst und gleichzeitig eine auf hohem Niveau ausgeprägte Dekadenz. Für mich hat Wolfgang Reitzle, der Aufsichtsratsvorsitzende der Linde-Group, die fatalen Entwicklungen in Deutschland in den letzten Jahren perfekt auf den Punkt gebracht:

https://www.welt.de/wirtschaft/plus193053737/Wolfgang-Reitzle-Das-Land-hat-keinen-Anspruch-mehr-an-sich-selbst.html

Ein Grund für die unerträgliche Dekadenz in diesem Land ist, dass in der Volkskammer mittlerweile keine seriösen politischen Debatten mehr geführt werden. Ich höre nur noch hirnloses Fraktionsgelaber, nichts sagende Worthülsen und verbale Ejakulationen. Die oberste Volksversammlung in Pjöngjang führt mittlerweile qualitativere Debatten als Berlin. Leider ist die deutsche Politk schon lange nicht mehr lösungsorientiert, sondern im Grunde nur noch ideologiegetrieben. Der wesentliche Grund dafür ist der Linksrutsch der CDU um 180 Grad. Die ehemalige Partei einer soliden Innen- und Wirtschaftspolitik ist zwischenzeitlich inhaltlich insolvent und biedert sich den Linken in unerträglicher Weise an.

Immer wieder gern lasse ich mir von Versagern und Studienabbrechern, die noch nie erfolgreich Verantwortung in der Wirtschaft oder sonst wo übernommen haben, die Welt erklären. Am liebsten von der Partei der Kiffer und Pädophilen.

Apropos. Wie tief das deutsche Parlament gesunken ist, zeigt die Wahl von Claudia Roth zur Bundestagsvizepräsidentin. Sie ist 2015 fröhlich bei einer Demonstration mitmarschiert, bei der Transparente wie "Deutschland, Du mieses Stück Scheiße" und "Deutschland verrecke" skandiert wurden. Sie hat sich nie davon distanziert.

https://www.bayernkurier.de/inland/8411-claudia-roth-auf-abwegen

Ich finde es schon bemerkenswert, welche Menschen mittlerweile in diesem Land das politische Geschehen bestimmen und das öffentliche Denken beeinflussen. Vielleicht sollten die Marionetten in der Volkskammer mal lieber Frau Dr. Weidel zuhören, auch wenn Sie der bösen AFD-Fraktion angehört:

Ich habe tatsächlich länger überlegt, ob ich diese Rede hier auf der Homepage publiziere. Aber: Mir ist es fuck egal, welcher Partei ein Politiker angehört. Ich bewerte einen Sachverhalt immer für mich selbst und unabhängig davon, was der Mainstream davon hält und wieviele Menschen eine andere Meinung haben. Denken kann ich nämlich selbst. Und sorry Leute, ich wünsche mir ja wirklich sehr, dass ich unrecht habe, aber die Geschichte wird Frau Weidel leider Recht geben.

Der Staat greift zunehmend in die Vertragsfreiheit (Mietpreisbremse) und das Gesellschaftsrecht (Dividenden-Auszahlverbote) ein und die SPD philosophiert fröhlich über Enteignungen von Wohnungsunternehmen oder sogar BMW. Und die Bevölkerung ist tiefenentspannt. Hallo? Ich nenne das Planwirtschaft. Mittlerweile werden ja nicht nicht einmal mehr die Ergebnisse demokratischer Wahlen respektiert, und keinen Schwanz interessiert es. Wie wurde Merkel nach der Wahl des FDP Ministerpräsidenten in Thüringen in der Presse zitiert? "Das Ergebnis muss rückgängig gemacht werden". Ja nee is klar. Habe ich irgendetwas verpasst?

Liebe Genossinnen und Genossen,

ich freue mich Ihnen mitteilen zu können, dass unter Mitwirkung von IM Erika die Wahlen in Thüringen rückgängig gemacht wurden und der Genosse Bodo Ramelow von der SED als Ministerpräsident gewählt wurde.

Mit sozialistischem Gruß

Erich Honecker

Migrationspolitik

Frau Dr. Merkel, 2 Sätze geprägt:

1. 2015: "Wir schaffen das"

2. 2020: "Bitte bleiben Sie zu Hause"

Leider in der falschen Reihenfolge, wie ich finde.

Die Staatsratsvorsitzende, Frau Dr. Merkel, und die Marionetten in der Volkskammer verfolgen seit 2015 eine Politik der Masseneinwanderung in die Sozialsysteme. Hallo? Gehts noch? Unkontrollierte Masseneinwanderung und Sozialstaat schließen einander aus. Selbstverständlich brauchen wir eine Kontrolle über Migration und eine Obergrenze. Wenn diese Einwanderungspolitik fortgeführt wird, ist es unausweichlich, dass die Sozialsysteme in naher Zukunft kollabieren werden.

Die letzten Jahre Willkommenskultur haben mehr Todesopfer gekostet, als 28 Jahre Mauer. Das sollte man ruhig mal aussprechen. Und darüber muss man reden. Aber wie sagte Frau Dr. Merkel auf der Pressekonferenz nach der Bundestagswahl 2017? "Ich sehe nicht, was wir anders machen sollten." Ich hätte da ein paar Ideen.

Und wie sagte Frau Dr. Merkel noch? "Wir schaffen das." Nein, wir werden es nicht schaffen. Im Gegenteil, die europäische Migrationspolitik hat für mich sogar das Potenzial, die EU zu zerbrechen.

Bei den Themen Einwanderung und Migration ist meine Position klar. So leid es mir tut, es ist völlig egal, ob Migrant oder Flüchtling, wir können leider nicht jeden aufnehmen, der von Hunger oder Krieg bedroht ist. Denn es ist leider wie beim Klima: Deutschland kann die Welt nicht retten. Das hört sich nicht schön an, ist aber bedauerlicherweise die Realität. Vielleicht sollten sich alle Teddybärchenwinker und links versifften Politiker einfach mal vergegenwärtigen, dass auf dem afrikanischen Kontinent derzeit 1,3 Milliarden Menschen leben. Und die Bevölkerung wird sich bis 2050 verdoppeln. Dazu kommt dann noch das Gebiet vom nahen Osten bis Afghanistan.

Ich war mein Leben lang bekennender Nichtwähler. Aber wenn ich eine Parteil wählen würde, dann würde ich gerne nachfolgende Punkte im Parteiprogramm nachlesen können:

  • "Ausländische Extremisten müssen konsequent von Deutschland ferngehalten werden. Wir werden die Voraussetzungen für einen umfassenden Datenaustausch zwischen Ausländer- und Asylbehörden einerseits und Sicherheits- und Verfassungsschutzbehörden andererseits schaffen."
  • "Deutschland muss Zuwanderung stärker steuern und begrenzen als bisher. Zuwanderung kann kein Ausweg aus den demografischen Veränderungen in Deutschland sein. Wir erteilen einer Ausweitung der Zuwanderung aus Drittstaaten eine klare Absage, denn sie würde die Integrationsfähigkeit unserer Gesellschaft überfordern. Verstärkte Zuwanderung würde den inneren Frieden gefährden und radikalen Kräften Vorschub leisten."
  • "Wir wollen Zuwanderungsanreize für nicht anerkennungsfähige Asylbewerber weiter einschränken."
  • "Deutschland hat keinen Mangel an Zuwanderung, sondern an Integration. In den Großstädten bilden sich bereits Parallelgesellschaften. Der hohe Ausländeranteil vor allem in Großstädten wie Frankfurt a. M. mit rund 28 % oder München mit rund 22 % führt bereits zu partiellen Minderheitssituationen für Deutsche."

Für alle Gehirnamputierten: Nein, das ist nicht das Wahlprogramm der AFD. Es sind Auszüge aus dem gemeinsamen Wahlprogramm der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) und der Christlich Sozialen Union (CSU) für die Bundestagswahl 2002.

Krass oder?

Die CDU war einmal eine Partei, die ihre Kernkompetenz in der Wirtschaftspolitik und der inneren Sicherheit hatte. Davon ist unter Frau Dr. Merkel leider nichts mehr übrig geblieben. Die Partei ist heute inhaltlich insolvent. Innere Sicherheit heißt heute, Polizisten patroulieren mit Maschinenpistolen auf Weihnachtsmärkten (selbst in Stuttgart) ... und Großveranstaltungen werden seit den Anschlägen in Berlin mit Beton-Pollern geschützt. Das war vor 2015 nicht notwendig.

Viele Menschen waren ja nach den Ausschreitungen in Stuttgart am 20.06.2020 schockiert. Sorry, aber eigentlich konnten diese doch für niemanden eine Überraschung sein. Willkommen in der Realität. Wenn man das Weltgeschehen mit offenen Augen betrachtet und nicht gehirnamputiert ist, dann war es auch bei uns nur eine Frage der Zeit. Und aus meiner Sicht ist das auch nur der Anfang. Ich hoffe sehr, dass nun auch der letzte Blindgänger erkennt, wohin die linksversiffte Migrationspolitik in Verbindung mit einem völlig schrägen und einseitigen Toleranzverständnis führen wird.

Echtes Comedy waren die Pressekommentare vom Pförtner äh Pressesprecher der Polizei und von Oberbürgermeister Fritz Kuhn im DDR-Staatsfernsehen. Beide sind offensichtlich Weltmeister der Realitätsverweigerung. Ja nee is klar. Natürlich, es waren nur ein paar Menschen aus der "Partyszene", die da ein bisschen randaliert haben. Es war ja auch schon immer so, dass Partygänger nach dem Abfeiern die Innenstädte demolieren, Geschäfte plündern und den schwäbischen Partygruß "Allahu akbar" rufen. Was für eine Verarsche. Und wie war das nochmal mit der Bereicherung der Gesellschaft? Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt betont ja immer wieder, dass Deutschland durch die Migration "religiöser, bunter und vielfältiger" wird. Ja genau.

Ich brauche jetzt dringend eine Rede von Bundespräsident Steinmeier im Pjöngjang TV gegen Rassismus ... und danach ein Konzert gegen rechts.

Die deutsche Migrationspolitik ist ein unumkehrbares Sozialexperiment auf Kosten ... nein, genaugenommen gegen die eigene Bevölkerung. Deutschland fühlt sich der ganzen Welt verpflichtet, nur nicht dem eigenen Land. Aus meiner Sicht steht alles (in Worten a l l e s) auf dem Spiel, denn diese Politik richtet sich gegen all unsere Werte und all das, was die Generationen vor uns aufgebaut haben. Die Gesellschaft ist bereits in allen Ebenen unwiderbringlich gespalten. Ein Land in dem nur Frau Dr. Merkel gut und gerne lebt.

Bei der Migrations- und Flüchlingspolitik sollten alle Befürworter doch noch einmal mal darüber nachdenken, wovon der in der Welt einzigartige deutsche Sozialstaat abhängt: Von der Leistungsfähigkeit und Ertragskraft der Wirtschaft und der Leistungskraft und dem Leistungswillen der steuerzahlenden Bevölkerung. Und man muss sich nur die einfache Frage stellen, wieviel Einwanderung die Sozialsysteme, der Arbeitsmarkt und die Gesellschaft vertragen. Als gebürtiger Duisburger weiß ich, wie mustergültig die Integration von Türken in Deutschland seit den siebziger Jahren gelungen ist. Die Parallelgesellschaften in Duisburg Marxloh sind echt ne super Sache. Und ich persönlich finde auch Burkas, Vielehen, Ehen mit Minderjährigen oder die Stellung der Frau bei unseren Gästen nur begrenzt lustig und nicht so bereichernd, wie es mir insbesondere die Grünen erzählen wollen.

Es liegt an der Realitätsverweigerung in der Bevölkerung und der Politik, dass viele Einwanderer unsere Sozialsysteme vorsätzlich ausbeuten und unterlaufen.

Und wenn ich mir Spiegel TV Dokus wie "2 Frauen, 6 Kinder, keine Lust auf Arbeit: Ahmad und das süße Leben im deutschen Sozialsystem" anschaue, schwillt mir mit Blick auf Flaschen sammelnde Rentner oder sozial schwache Familien der Kamm:

Sorry, aber die Deutschen sind einfach nur sackdoof.

Der Umgang mit Kriminalität im Kontext von Zuwanderung ist in Deutschland an Dummheit nicht mehr zu übertreffen. Ich frage mich, wann ich aus diesem Alptraum aufwache. Wir sind offensichtlich schon zu blöd, zu erkennen, was in der Silvesternacht 2015 am Hauptbahnhof und auf der Domplatte in Köln passiert ist. Dutzende Frauen wurden sexuell belästigt, bedrängt und teiweise ausgeraubt. Und die Politik schweigt, oder gibt geistigen Dünnschiss wieder, wie die Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker. Sie empfahl den Frauen doch tatsächlich, "eine Armlänge Distanz" zu Fremden zu halten.

Laut "die Welt" erhöhte sich in 2019 die Zahl der verurteilten Ausländer um 51 Prozent (170.000 auf 256.000). Damit hatte 2019 mehr als ein Drittel der Verurteilten keinen deutschen Pass. Nach dem Anschlag vom Breitscheidplatz hat sich in Deutschland leider wenig verändert, außer der Ruf nach "mehr Toleranz". Mir graut es.

Nun ja, unsere neuen Gäste bringen ihr Frauenbild und ihre Kultur mit nach Deutschland. Die hat dort zu den Zuständen geführt, vor denen sie geflohen sind. Die Grünen penetrieren ja ständig die kulturelle Bereicherung. Ich kann sie nicht erkennen. Und die zunehmende Infiltration von Glaubensrichtungen aus dem mittleren Osten steht den Werten Europas diametral entgegen und macht mir Sorgen.

Eins ist ja wohl klar: Durch die falsch verstandene Toleranz der Deutschen im Rahmen der Multikulti-Politik wird der Islamismus in Deutschland spürbar zunehmen. Und weitere Menschen werden sterben, weil Eliten das Unintegrierbare integrieren wollen.

Nicht, das der falsche Eindruck entsteht: Ich habe überhaupt nichts gegen Ausländer. Ich war 12 Jahre lang Fußballtrainer und habe mit Jugendlichen aus vielen Nationen und mit allen Religionen zusammen gearbeitet. Und auch heute noch -nach fast 15 Jahren - habe ich mit vielen noch Kontakt. Mir ist es wirklich scheiß egal, ob jemand weiß oder schwarz (Hey Junior, es war mir eine Ehre) ist ... und ob er an den lieben Gott, Allah, den Dalai Lama oder Roy Black glaubt. Ich persönlich bin Atheist und halte alle Religion für brandgefährlich und überflüssig. Das Zauberwort für mich lautet "Integration".

Und offensichtlich sind die Beschlüsse der Bundesregierung aus 2015 mehr als grenzwertig:

"Wenn man sich diese Flüchtlingsentscheidungen rechtlich im Einzelnen ansieht, dann sind hier erhebliche Rechtsverstöße durch die Bundesregierung begangen worden." Zu dieser Wertung kommt Prof. Dr. Rupert Scholz, der ehemalige Bundesminister und Staatsrechtler. Er ist Mitautor und Herausgeber des als Standardwerk geltenden Grundgesetzkommentars. Er sollte es wissen:

Verstehe ich das richtig? Die Regierung verstößt gegen Gesetze und niemanden interessiert es? Soviel zum Thema Rechtsstaat. Gemäß der Welt sind "seit 2015 bei der Bundesanwaltschaft mehr als 1000 Anzeigen gegen Angela Merkel eingegangen". Schon irgendwie komisch, dass noch kein einziges Verfahren eröffnet wurde, oder? Ich habe meine Zweifel, dass die deutsche Justiz tatsächlich unabhängig ist. Man muss ja nur mal die Verflechtungen zwischen Politik und Richtern googlen. So war Barbara Borchardt Mitglied der Antikapitalistischen Linken und fungiert seit 2020 als Richterin am Verfassungsgericht in Mecklenburg-Vorpommern. Geil. Genau mein Humor.

Apropos Humor. Ich könnte mich totlachen. Die verblödeten Teddybärchen-Winker stellen 6 Jahre nach den Migrationsbeschlüssen plötzlich fest, dass wir uns mit den Millionen von islamischen und total integrationswilligen Einwanderern doch tatsächlich Judenhass importiert haben. Völlig überraschend. Also damit konnte man wirklich nicht rechnen:

Die Umschreibung "Pulverfass" passt aus meiner Sicht perfekt. Gnade uns Gott.

Die damaligen Beschlüsse der großen Koalition, bis 2020 insgesamt 93,6 Milliarden Euro für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen ...

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-05/fluechtlinge-kosten-bund-ausgaben-2020

... empfinde ich als traurig und beschämend. Die Regierung plündert die Sozialsysteme in Milliardenhöhe für unsere neuen Gäste ... und gleichzeitig schließen wir aus Kostengründen Kinderkrankenhäuser:

https://www.stern.de/gesundheit/bayerns-kliniken-schliessen-kinderstationen---weil-die-kleinen-zu-teuer-sind-8935786.html

Mit Blick auf meine Kinder und Enkel verachte ich jeden, der diese Politik unterstützt. Und ich sympathisiere mit Arthur Schopenhauer: "Ich lege hier für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation, wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

Die CDU ist heute inhaltlich insolvent. Aber gut, dafür hat die CDU nun eine neue Kompetenz. Die Veruntreuung der Sozialsysteme.

Guckst Du hier - V e r u n t r e u u n g

Die Politiker, Fähnchenwinker und Gutmenschen haben eine völlig schräge Wahrnehmung unserer Welt. Sie fühlen sich gut dabei, die Wirtschaftsflüchtlinge mit einem "Rundum-Sorglospaket" zu versorgen. Und sie lassen es gleichzeitig zu, dass die Ärmsten der Armen sterben und im wahrsten Sinne des Wortes im Dreck verrecken, weil sie kein Wasser [und kein Geld für die Schlepper] haben:

Keine Frage, Deutschland hat als sehr wohlhabendes Land eine Verpflichtung, Menschen in der Not zu helfen. Ich bin sehr gerne bereit, noch mehr Steuern zu bezahlen, aber es kann aus meiner Sicht nur eine Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort sein.

Wie sagte einst Peter Scholl Latour? "Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta." Ich bin politisch nicht links und nicht rechts und auch kein Rassist, aber das ist leider die Wahrheit. Und so leid es mir tut, am Ende aller Tage wird die Geschichte vielen Thesen von Thilo Sarrazin Recht geben.

Die Migranten geraten auf dem Mittelmeer nicht aus Versehen in Seenot. Sie bezahlen dafür und begeben sich mit Absicht auf die Schiffe der Schlepper, um mit ihrer Rettung die Einreise nach Europa zu erzwingen. Und die Schiffe der NGOs sind nicht auf der Suche nach einem sicheren Hafen, sondern steuern ganz bewusst Lampedusa, Malta oder Sizilien an. Frau Dr. Merkel und Herr Steinmeier befürworten die Rettungsaktionen von Frau Rackete und Co. Ich nenne das nicht Rettung, sondern aktive Schlepperei, powered by Germany.

Hey Berlin, dann macht es doch wenigstens professionell. Wie wäre es denn Rettungsaktionen mit der Aida-Flotte? Da passen mehr Flüchtlinge drauf.

Tja liebe Redaktion der Welt. Ich muss Euch leider mitteilen, dass mich Eure Nutzungsregeln überhaupt nicht interessieren.

Mich wundert es sehr, wie gelassen die Menschen mit den ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen der Migration umgehen. Beispiel? An einer Grundschule in Essen gibt es Einschulungsklassen, in denen nur noch zwei Kinder Deutsch können:

https://www.waz.de/staedte/essen/essener-schule-wenn-nur-zwei-erstklaessler-deutsch-koennen-id230372758.html

Die deutsche Sprache ist für mich der zentrale Schlüssel für Integration. Dies bestätigt sogar das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: "Für die Integration von Zugewanderten ist es wichtig, die deutsche Sprache zu erlernen". Aus dieser Überzeugung heraus habe ich diesen Sachverhalt in Facebook in einem Kommentar wie folgt verwendet: "... genau, eine Tragödie, dass von 28 Kindern nur noch 2 deutsch sprechen ...". Die Antwort in Facebook auf diesen Kommentar fand ich schon ziemlich erstaunlich:

Nikolai möchte wirklich wissen, was mein Problem ist, wenn in einer Einschulungsklasse nur zwei Kinder von 28 Deutsch sprechen? Nun, ich lasse es einfach mal so stehen. Lieber Nikolai, wenn Du Bock hast, fahre ich mit Dir in meine Heimatstadt und zeige Dir den Stadtteil Duisburg-Marxloh. Ich hole Dich sogar in Berlin ab. Vielleicht wird es Dir ja dann klarer, wie wichtig Integration ist.

Veruntreuung Sozialsysteme

Zu den 93,6 Milliarden Euro im Bundes-Etat kommen noch weitere Milliarden, die in den Ländern und Kommunen augebracht werden müssen. Wie rechtfertigte Heiko, unser Außenminister, in der aktuellen Kamera ähh in der ZDF-Sendung Maybrit Illner diesen Etat? "Die Milliarden für die Integration wurden in diesem Land erwirtschaftet und wurden niemanden weggenommen."

Na sieh mal an. Wenn ich mir in diesem Kontext Abrechnungen anschaue, die in Deutschland fröhlich an unsere vielen neuen Gäste ausbezahlt werden (netto selbstverständlich zzgl. dem RundumSorglosPaket), dann schwillt mir einfach nur der Kamm. Wir finanzieren ja sogar noch die Zweitfrau und sorgen für den Familiennachzug. Wieviele Millionen sind seit 2015 eingewandert?

Halleluja. Jeder dritte Hartz 4 Empfänger ist heute ein Zugewanderter (Quelle NZZ 14.10.2019). Ich nenne das Veruntreuung der Sozialsysteme. Und ein Schlag in die Fresse eines jeden Renters, der 40 Jahre lang in die Sozialversicherungssysteme einbezahlt hat.

Energiepolitik

Dieter Nuhr hat es für mich auf den Punkt gebracht: „Die Chemiebranche ist den Bach runter. Die Energiewirtschaft wickeln wir gerade ab. Atomausstieg, Kohleausstieg, jetzt stehen nur noch ein paar Windräder rum. Nun sind wir auch noch dabei, unsere Autoindustrie zu vernichten. Es wird oft vergessen, dass es durchaus Wohlstandseinbußen geben könnte, wenn wir nur noch Kartoffeln produzieren. Wir vernichten gerade alles, was irgendwie unseren Sozialstaat bezahlen könnte."

Deutschland ist die viertgrösste Industrienation der Welt. Aber wir sind das einzige Land auf der Erde, dass gleichzeitg aus der Atomenergie und der Kohleverstromung aussteigen möchte. Weltweit sind aktuell etwa 1.400 neue Kraftwerke in Planung oder bereits im Bau. Aber wir Deutschen beten fröhlich eine 16 jährige schwedische Pippi Langstrumpf für Umweltaktivisten an und glauben, mit einem Milliardenaufwand die Welt retten zu können. Dabei hat Deutschland lediglich einen Anteil von ca. 2% an den weltweiten CO2 - Emissionen.

Welchen Einfluss eine Reduzierung des CO2-Ausstosses tatsächlich auf das Klima hat, bleibt abzuwarten. Schließlich war die Erde 80% der Erdgeschichte eisfrei. Ganz sicher hingegen ist, dass unsere 2% keinen Einfluss haben werden.

Deutschland setzt voll auf die Elektromobilität, vernichtet aber gleichzeitig die eigene Energiewirtschaft. Hmmm, darüber würde ich noch einmal nachdenken. Wie soll das funktionieren? Ich nenne das cognitive Dissonanz. Durch die eMobilität wird unser Energiebedarf in der Zukunft vermutlich steigen. Was machen wir dann künftig bei Windstille oder nachts wenn die Sonne überraschenderweise nicht scheint ... und alle Kernkraft- und Kohlekraftwerke abgeschaltet sind? Ich fürchte, dann müssen wir bösen Atomstrom von tschechischen oder französischen Kernkraftwerken importieren. Oder vielleicht entscheiden wir uns ja auch für die Strategie von Nordkorea und schalten den Strom einfach ab.

09/2021: Habe ich mich verlesen? Im Jahr 2021 musste Strom bisher verstärkt aus fossilen Energieträgern hergestellt werden? Und der Grund ist ein ungewöhnlich „windarmes“ Frühjahr?

https://www.welt.de/wirtschaft/article233759872/Stromerzeugung-Kohle-ersetzt-Windkraft-als-wichtigster-Energietraeger.html

Ich könnte mich totlachen. Seit Jahren frage ich mich, wie blöd man sein muss, um als Industirenation Kern- und Kohlekraftwerke gleichzeitig zu abzuschaffen. Sollte mal jemand einen Film über die dämlichste Nation der Welt machen wollen, hier ist das Drehbuch: Deutschland steigt aus zwei Grundlasttechnologien gleichzeitig aus. Für den Energiebedarf gibt es keinen regenerativen Ersatz, nicht mal in der Planung. Wir träumen von einer Versorgung aus dem innereuropäischen Stromnetz ... über Trassen, die es nicht gibt, und von Kraftwerken, die eigentlich darauf ausgelegt sind, den jeweils nationalen Bedarf zu decken. Und gleichzeitig treiben wir die Elektrifizierung der Gesellschaft voran. Das wird alles getragen von einer Kanzlerin, die promovierte Physikerin ist. Sorry Leute, der Tag wird kommen, an dem hier das Licht ausgeht. Ich habe große Zweifel, ob eine grüne Ideolgie und Teenager wirklich gute Ratgeber für die Energiepolitik einer Industrienation sind.

Viel Spaß an die Ökospinner die glauben, der Strom, den sie tanken, sei „sauber“.

Nach dem Unglück in Fokushima verstehe ich jeden, der Atomkraft in Frage stellt. Aber ich werbe dafür, zumindest weiter ergebnisoffen nach Lösungen für eine klimafreundliche Energiegewinnung zu forschen. Vielleicht ist ja der sog. Dual-Fluid-Reaktor die Lösung:

https://www.welt.de/wissenschaft/plus192349911/Warum-wir-kein-Endlager-fuer-Atommuell-brauchen.html

https://www.welt.de/debatte/article203395460/Energieversorgung-Atommuell-ist-in-Wahrheit-ein-Wertstoff.html#:~:text=Der%20%E2%80%9EAbfall%E2%80%9C%20der%20Kernspaltung%20ist%20in%20Wahrheit%20ein%20Wertstoff&text=Zudem%20ist%20der%20%E2%80%9EAbfall%E2%80%9C%20aus,f%C3%BCr%20die%20Industrie%20nutzen%20k%C3%B6nnten.

Falls sich jemand fragt, warum die durchschnittliche CO2-Belastung pro Kopf in Deutschland mit 8,9 Tonnen pro Jahr etwa doppelt so hoch ist wie in Frankreich (4,57 Tonnen) ... nun, Frankreich produziert mehr als 70% seines Stromes in klimafreundlichen Kernkraftwerken.

Ich persönlich finde es wenig hilfreich, in Deutschland Kernreaktoren abzuschalten, während die ganze Welt (und die meisten Anreinerstaaten) unverändert auf Kernenergie setzen. Und ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die (weltweiten) Klimaziele und eine annähernd CO2 freie und grundlastfähige Elektrizitätswirtschaft nur mit Kernkraft realisierbar ist. Noch haben wir die Ingenieure, die so etwas können.

Corona

"Niemand hat die Absicht, eine Impfplicht einzuführen."

Ja, ich weiß, es gibt das Corona-Virus. Und ja, ich weiß auch, das Virus gefährlich. Trotzdem habe ich ein riesen Problem mit der Einschränkung von Grundrechten und der Corona-Strategie der Bundesregierung.

Ich mache mir Sorgen, dass ähnliche politische Einschränkungen analog der Corona-Maßnahmen künftig auch bei anderen Infektionskrankheiten durchgesetzt werden. So kann der Staat jederzeit unsere Grundrechte nach Belieben einschränken. Eine ungute Vorstellung. Und meines Erachtens ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese Option gespielt wird, um unterschiedlichste politische Interessen durchzusetzen.

Bemerkenswert ist, dass viele Maßnahmen politisch damit durchgedrückt wurden, dass nicht genügend Intensivbetten zur Verfügung stehen. Am 16. Mai 2021 veröffentlichte eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe um den Gesundheitsökonomen Matthias Schrappe ein Positionspapier, dass er in einem Interview der WELT vorstellte. [Das Abo kann ich übrigens allen Dumpfbacken in der ersten und zweiten Reihe sehr empfehlen]. Die Forscher stellten darin die These auf, dass die Angst vor einem Notstand auf den deutschen Intensivstationen in der Pandemie unbegründet war.

https://www.welt.de/kultur/plus232088383/Intensivbetten-Recherche-Der-Fall-Schrappe.html

01.09.2021: Ach nee. Na sieh mal an. Was für eine Überraschung. Zwischenzeitlich ist klar, dass jeder Sterbefall als Corona-Fall gezählt wurde, wenn die Person an Corona erkrankt war - unabhängig von der Todesursache. Ich übersetze das mal für alle Gehirnamputierten: Wenn eine Person bei einem Verkehrsunfall uns Leben kam, und er war vorher an Corona erkrankt, dann wurde diese Person als Corona-Toter gezählt:

https://www.welt.de/kultur/plus232088383/Intensivbetten-Recherche-Der-Fall-Schrappe.html

Für mich ist klar: Selbst wenn die Risikogruppen heute nicht durchgeipmpft wären, sollte die Entscheidung, ob sich jemand impfen lassen will und welches Risiko er tragen will, doch bitte jedem selbst überlassen werden. Und jetzt kommt mir bitte nicht mit dem Argument, diese Leute sind Asoziale, denn die Geimpften sind doch safe, oder zweifelt ihr etwa an der Wirksamkeit. Meine Meinung muss man nicht teilen. Aber man sollte sie akzeptieren. Allen anderen wünsche ich in der Zukunft viel Spaß in einem Staat, der sich wie in einer Planwirtschaft zunehmend einmischt, und der es offensichtlich besser weiß, als der Hausarzt, was für jedem seiner Bürger das Beste ist.

Bei allen fragwürdigen politischen Entscheidungen (Migrationspolitik, Energiepolitik) frage ich mich seit Jahren, warum positioniert sich eigentlich die Wissenschaft nicht? So auch in der Corona-Politik. Schaut Euch das Video eines Arztes an, und bildet Euch Euer eigenes Urteil:

Wer hätte sich vorstellen können, dass nach Adolf und Erich die Unverletzlichkeit der eigenen Wohnung mal wieder außer Kraft gesetzt wird? Dieses Mal unter dem Deckmäntelchen der Verhütung der Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Das ist einfach nur lächerlich.

Aber zum Glück hat die Gewerkschaft der Polizei ja klargestellt, dass Polizeibeamte Wohnungen nicht ohne Anlass kontrollieren werden. "Das eingesetzte Personal wird die Auflagen mit Augenmaß durchsetzen." Na Gott sei Dank, und ich dachte schon, wir wären wieder soweit wie bei der Stasi und der GeStaPo.

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-notbremse-polizei-100.html

Nun ja, wenn das Infektionsschutzgesetz die Behörden zu so weitreichenden Befugnissen ermächtigt, dann ist es ja quasi ein "Ermächtigungsgesetz" 2.0. Nachdem das alles ohne größere Proteste geklappt hat, behaupte ich, wir sind nicht mehr weit weg vom Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Klimakatastrophen (GVBKK). Ich verwette meinen Arsch - und den habe ich noch nie verloren -, dass wir in absehbarer Zeit den ersten Klima-Lockdown, und ausgeweitete Kontrollmöglichkeiten der Behörden im Rahmen des Klimaschutzgesetzes sehen werden.

Dr. Manfred Kölsch war 40 Jahre lang Richter. Wenn ich seine Bewertung zu den Corona-Maßnahmen höre, werde ich nachdenklich:

Schade, dass so viele Menschen diese Zusammenhänge offensichtlich nicht begreifen.

Ich würde mir wünschen, dass viel mehr Menschen auf die Straße gehen. Das muss es eine Demokratie aushalten, wenn sich Menschen kritisch mit den politischen Entscheidungen auseinander setzen und kein Verständnis für Ausgangssperren, Wohnungskontrollen oder sonstigen Einschränkungen von Grundrechten haben.

Für mich haben die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen am 29.08.2020 in Berlin glasklar gezeigt, wohin die Reise in Deutschland gehen wird. Im August 2020 wollte der Berliner Innensenator diese Demo zunächst mit folgendem Grund verbieten: "Es sei damit zu rechnen, dass es bei dem zu erwartenden Kreis der Teilnehmenden zu Verstößen gegen die geltende Infektionsschutzverordnung kommen wird und die Einhaltung der Corona - Regeln nicht gewährleistet seien." Aha ... "bei dem zu erwartenden Kreis". Zum Glück war Herr Geisel, ehemaliges Mitglied der SED, aber so klug, in einem Nachsatz seine wahre Motivation für das Verbot preiszugeben: "Ich bin nicht bereit, ein zweites Mal hinzunehmen, dass Berlin als Bühne für Corona-Leugner, Reichsbürger und Rechtsextremisten missbraucht wird". Na sieh mal an.

Jetzt kommt der Knaller: Mehrere Botschafter, darunter auch der von Deutschland, haben am 28.08.2020 die Regierung von Simbabwe ermahnt, die Rechte der Bürger nicht im Namen der Corona-Krise einzuschränken. "Covid-19 darf nicht als Ausrede benutzt werden, um die fundamentalen Freiheiten der Bürger einzuschränken." Geil oder? Genau mein Humor.

Steht da im Artikel 8 des Grundgesetzes nicht irgendetwas von Versammlungsfreiheit? Oder gilt diese wie in Nord-Korea nur für die regierungsfreundlichen Veranstaltungen? Man gewinnt langsam den Eindruck, die Politiker in Deutschland können machen was sie wollen. Was ist nur aus diesem Land geworden?

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass der überwiegende Teil der Corona- Demonstranten damals nicht den Virus selbst, sondern nur die getroffenen Maßnahmen kritisiert haben, z.B. weil sie sich in ihren Grundrechten eingeschränkt fühlten. Und das sollte doch in einem Rechtsstaat erlaubt sein.

Am Tag nach der Corona - Demo lief die Staatspresse erwartungsgemäß zur Hochform auf: Die Zeit titelte euphorisch "Tausende demonstrierten am Samstag Seite an Seite mit Rechtsradikalen. Jeder Demokrat müsste darüber schockiert sein". Und die SPD - Vorsitzende, Frau Saskia Esken, bezeichnet die Demonstranten als "Covidioten". Komisch, die Black-Live-Matters-Demonstrationen haben die Gesundheit nicht gefährdet. Die hatte Sie noch bejubelt:

Das gleiche Muster übrigens beim Spiegel:

Die Verblödung der Politik und der Staatspresse ist für mich mit Worten nicht mehr zu beschreiben. Von Corona-Leugnern, Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen geht also eine Gefährdung für die Gesellschaft aus. Und nicht anstecken kann man sich auf Black-Live-Matters-Demonstrationen, in der Party-Szene von Stuttgart, auf Flüchtlingsbooten und auf den regierungskonformen Veranstaltungen.

Wie gehirnamputiert muss man sein, um diese Zusammenhänge nicht zu erkennen. In Deutschland wird nichts unversucht gelassen, Andersdenkende zu kriminalisieren und zu diffamieren. Meinungspluralismus ist in Deutschland offensichtlich nicht mehr gewollt.

Dabei sind Zweifel doch durchaus angebracht. So plädierten selbst die Kassenärzte für eine Lockerung der Corona-Regeln:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article215486794/Corona-Deutschland-Kassenaerzte-plaedieren-fuer-Lockerung-der-Regeln.html

Das Agieren der Polizei bei der Corona-Demonstration in Berlin war aus meiner Sicht eine Schande für einen demokratischen Rechtsstaat. Die Poliziestrategie, den überwiegend friedlichen Demonstranten den Weg zu versperren, um sukzessive den Raum für die Menschen zu verkleinern, damit die Corona - Abstände nicht eingehalten werden können ... war einfach nur perfide. Beim Anblick der voll aufgerüsteten Hundertschaften fühlte ich mich an die Montags-Demonstrationen 1989 in den letzten Tagen des SED - Regimes erinnert.

Wenn ich mir manche Festnahmen anschaue, dann fehlen mir einfach die Worte. Guckst Du dieses Video an, in dem vier Polizisten eine Frau malträtieren:

#PolizeiDeinFreundundHelfer?

Wie beschämdend ist das denn? Die Polizei, die sich bei linken AntiFa-Eskalationen, in Clan-Vierteln und in der Stuttgarter Partyszene vorführen lässt, geht bei friedlichen Demos mit voller Brutalität gegen das eigene Volk vor. Aus meiner Sicht waren die Polizisten an diesem Samstag billige Erfüllungsgehilfen der Berliner SED-Politik. Na klar, die Polizei hat nur ihren Job gemacht.

Hochinteressant finde ich übrigens die Ausführungen von Angela Spelsberg, die als studierte Epidemiologin eine diametral andere Meinung als ihr exMann, dem vermeintlichen Gesundheitsexperten der SPD, Karl Lauterbach, vertritt. Guckst Du:

Ich frage mich vor diesem Hintergrund schon, ob es verhältnismäßig ist, alles zu ruinieren, um eine Virusdurchseuchung zu verlangsamen? Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/18 hat rund 25.100 Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Das war laut Robert-Koch-Institut (RKI) die höchste Zahl an To­des­fällen in den vergangenen 30 Jahren:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/106375/Grippewelle-war-toedlichste-in-30-Jahren

In 2020 redeten wir im ersten Halbjahr 2020 schon von einer Pandemie, als die Sterberate Deutschlands noch deutlich unter der von 2017 und 2018 lag.

https://www.welt.de/debatte/plus215257850/Covid-19-Was-die-Sterbedaten-der-verschiedenen-Laender-verraten.html

Aus meiner Sicht haben die bisherigen Corona-Shutdowns Teile der Wirtschaft bereits irreperabel geschädigt. Je länger weitere "Corona-Maßnahmen" verhängt werden, desto größer wird der ökonomische Kollaps am Ende aller Tage sein.

Interessant finde ich die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für Unternehmen vor dem Hintergrund der Corona - Einschränkungen. Diesen Sachverhalt muss man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen: Unternehmen, die Ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern nicht mehr erfüllen können, müssen keine Insolvenz anmelden. Interessant. Schon vor der Corona - Krise wurden in der Bankenbranche die Gefahren von sog. "Zombie-Unternehmen" diskutiert. Diese sind -vereinfacht gesagt- nur wegen der niedrigen Kreditzinsen durch die Niedrigzinspolitik der EZB "überlebensfähig". Mit der Aufweichung des Insolvenzantragsrechts wird sich dieses Risiko signifikant erhöhen, da das Insolvenzrecht nun völlig von der tatsächlichen wirtschaftlichen Situation der Unternehmen abgekoppelt wird. Schaun mer mal, welche Auswirkungen das auf die Bankenbranche und die Wirtschaft haben wird.

Ich hoffe sehr, dass ich mich täusche, aber aus meiner Sicht werden wir noch in 2021 Insolvenzen und Entlassungen auf einem Niveau erleben, wie wir es seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben. Die Einschläge werden tief sein. Selbst wenn die Produktion nun sukzessive wieder anlaufen wird ... Deutschland befand sich bereits vor der Corona - Eskalation im Januar 2020 auf dem Weg in einen konjunkturellen Abschwung (mit Tendenzen zu einer Rezession). Daher ist meine persönliche Einschätzung über die weitere wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands nicht wirklich von Optimismus geprägt.

Trotz der Corona-Hilfsmaßnahmen werden die Kurzarbeit und die Arbeitslosigkeit spürbar steigen, gleichzeitig werden die Steuereinnahmen einbrechen. Dadurch werden Bund, Länder und Kommunen massive Probleme haben, die Kosten der Veruntreuung der Sozialsysteme äh der Willkommenspolitik zu finanzieren. Ich erwarte Steuerhöhungen (Vermögenssteuer plus zusätzlich eine Corona-Abgabe analog dem Solidaritätszuschlag), eine Anhebung der Sozialversicherungsbeiträge und weitere kreative Umverteilungsphantasien der sozialistischen Einheitspartei. Die ersten Ergüsse der SPD und der Linken kann man ja bereits nachlesen.

Die Verschuldung der EU-Staaten wird durch die Corona-Hilfsmaßnahmen weiter signifikant steigen, ebenso die Target II Salden. Der Wohlstand wird spürbar abnehmen. Am Ende aller Tage wird der soziale Frieden aus dem Gleichgewicht kommen. In diesem politischen Umfeld werden dann Themenfelder wie Enteignungen, Bargeldverbot und Einschränkungen der persönlichen Freiheit auf die Agenda kommen. Und ... endlich hat Berlin eine Ausrede, wenn Deutschland an die Wand gefahren ist. Natürlich, das Corona- Virus ist Schuld.

Schaun mer mal, wie es sich weiter entwickeln wird. Spannend bleibt für mich, ob Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, künftig in Ihren Grundrechten (weiter) eingeschränkt werden. Davon ist aus meiner Sicht auszugehen. Vielleicht müssen die, die keinen Impfpass haben, dann künftig eine Binde am Arm tragen. Man weiß es nicht.

So blöd es klingt, aber das Corona-Virus hat für mich sogar positive Aspekte.

1) Die Politik und die Gutmenschen/Klimaaktivisten werden bald erkennen, dass der Wohlstand der vergangenen Jahrzehnte nicht gottgegeben ist. Völlig überraschend wird die Bevölkerung dann feststellen, dass der in der Welt einzigartige deutsche Sozialstaat von der Leistungsfähigkeit und Ertragskraft der Wirtschaft und der Leistungskraft und dem Leistungswillen der steuerzahlenden Bevölkerung abhängt ... und nicht von den Umverteilungsfantasien der linken Politiker.

2) Die linksgrün versiffte Politik wird in Zukunft endlich keine finanziellen Spielräume mehr haben, um weiter Milliarden an Steuergeldern zu veruntreuen. Sehr geil.

3) Die Bundesregierung hat leider wieder einmal bewiesen, dass sie es nicht kann. Warum eine Maskenpflicht in Supermärkten erst ab dem 20.04.2020? Und im März gab es noch keinen unmittelbaren Handlungsbedarf? Hmmm, könnte es vielleicht daran liegen, dass wir in Deutschland gar nicht genug Masken zur Verfügung hatten? Komisch, 2012 hat sich der Bundestag genau mit dem heutigen Szenario auseinander gesetzt: Eine von Asien ausgehende, weltweite Verbreitung eines hypothetischen neuen Virus, welches den Namen Modi-SARS-Virus erhält. Grotesk oder? Offensichtlich war der Bevölkerungsschutz dann wohl doch nicht so wichtig. Die Analyse war reine Selbstbefriedigung:

  2016 Deutscher Bundestag - Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012

4) Mehr als der Klimanotstand beunruhigt mich der offensichtliche Hirnnotstand in diesem Land. Viele Klimaschützer werden in der Corona-Krise festgestellt haben, das der Produktionsstop in der Industrie völlig überraschend zu Kurzarbeit geführt hat ... und dann zeitverzögert zu Arbeitslosigkeit führen wird. Vielleicht realisieren sie ja in diesem Zusammenhang, dass die Industrie zwar CO2 produziert, aber ein sicherer Arbeitsplatz auch durchaus Vorteile hat. Wir brauchen ein gesundes Verhältnis von Ökologie und Ökonomie. Und da hat Deutschland in den letzten 30 Jahren sehr viel erreicht. Mit einem Agrarstaat und CO2-freier Kohlrabizucht werden wir jedenfalls nicht genug Arbeitsplätze als Alternative generieren können. Daher rechne ich weiterhin mit Freitags-Demonstrationen. Aber diese werden dann nicht mehr im Kontext der Rettung des Klimas stattfinden, sondern für die Rettung von Arbeitsplätzen.

Das beste Video, welches ich in letzter Zeit zu diesem Thema gesehen habe, stammt von Sahra Wagenknecht. Es heißt "Von wegen Wissenschaftskanzlerin – Ein Jahr Anmaßung und gebrochene Versprechen":

DDR 2.0

Das Meinungsspektrum in Deutschland ist zwischenzeitlich soweit nach links gerückt, dass heute jeder, der sich z.B. kritisch mit der unkontrollierten Masseneinwanderung und den verheerenden finanziellen, kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen auseinander setzt, als "Nazi" in die rechte Ecke gestellt wird. Meinungen, die noch vor wenigen Jahren von der CDU vertreten wurden (z.B. CDU Wahlplakat "Asylmissbrauch, Merkelrede "Multikulti"), gelten heute bereits als rechtsextrem. Und wer nicht Links ist, der muss Rechts sein. Und jede von Links abweichende Meinung wird an den Pranger gestellt.

Es ist echt krass, in Deutschland werden doch tatsächlich Diskussionen über Enteignungen z.B. von Wohnungsunternehmen geführt. Haben die Leute eigentlich vergessen, wie die Häuser in Leipzig und Ost-Berlin vor der Wende aussahen? Der kleine Kevin von der SPD, der jahrelang erfolgreich in einem Callcenter (quasi als Callboy) gearbeitet hat, philosophierte sogar darüber, BMW zu verstaatlichen. Wo bleiben da eigentlich die Aufschreie von der Politik oder der Bevölkerung? Für mich ist das heute in vielerlei Hinsicht die DDR 2.0 unter der sozialistischen Einheitspartei CDUdieGrünenSPD von IM Erika.

Und wenn ich mir den Wahlslogan der CDU im Bundestagswahlkampf 2017 anschaue ... komisch, der kommt mir doch irgendwie bekannt vor:

Die Reden von Politikern beinhalten oft nur Worthülsen. Mein Problem ist, dass ich bei politischen Reden zuhöre. Wenn ich das richtig verstehe, dann findet es Frau Merkel nicht gut, wennn das Volk etwas zu sagen hat:

Auch der Bundesvorsitzende der Grünen, Robert Habeck, ona äh philosophiert aus meiner Sicht öffentlich über die Abschaffung der Demokratie. "Ja, das wollen wir." Guckst Du:"

Offensichtlich interessiert es in Deutschland niemanden, wenn Politiker demokratische Strukturen abschaffen wollen. Unfassbar.

Ich bin der tiefen Überzeugung, dass wir mit der aktuellen Politik alles aufs Spiel setzen, was diesen Staat jahrzehnte lang ausgemacht hat: einen sozialen Frieden, die soziale Sicherheit, den Rechtsstaat, die Gleichberechtigung der Frau und die Meinungsfreiheit. Ich habe das Grundvertrauen in dieses Land verloren und finde ich es begrenzt lustig, den selbst verschuldeten Niedergang Deutschlands als Zeitzeuge miterleben zu müssen.

Und offensichtlich bin ich nicht der Einzige, der sich dieses Disaster nicht mehr anschauen möchte:

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus205011766/Migrationsbericht-Hunderttausende-Deutsche-verlassen-das-Land.html

Danke Angela, Du hast nur 14 Jahre gebraucht, um (m)ein Land zu ruinieren.

Unerträglich ist, dass diese linken (Achtung: doppeldeutig) Politiker wirklich glauben, Sie hätten die Meinungshoheit für sich gepachtet. Das sieht man z.B. an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier [#not my president], der in offizieller Funktion darüber ona äh philosophiert, dass die Schlepperin Kapitänin Rackete mkt ihrem Schiff selbstverständlich in den italienischen Hafen reinfahren dürfe. Na klar Walter, Frau Rackete steht natürlich über dem italienischen Gesetz.

Oder Außenminister Heiko Maas, der das links populistische Gegröle von Herbert Grönemeyer in einem Tweed bejubelt hat. Mich erinnert der Grönemeyer-Auftritt in diesem Konzert eher an eine Rede im Berliner Sportpalast von 1943. Soso, der Herbert aus Bochum und der kleine Heiko möchten also "diktieren, wie eine Gesellschaft auszusehen hat". Sorry, aber wer so etwas sagt, kann kein Demokrat sein.

Zwischenzeitlich werden sogar Links-Extremisten von Abgeordneten im Deutschen Bundestag hofiert. Martina Renner, eine Abgeordnete der Linken, trug bei einer Rede im Bundestag ein Antifa-Abzeichen. Genau mein Humor. Die Linkspartei bekennt sich offen zu Linksextremismus und Verfassungsfeindlichkeit. Wenn ich mir in diesem Kontext die Krawalle beim G20 Gipfel in Hamburg anschaue oder ganz aktuell die Gewalt von Linksextremen in Friedrichshain, als Polizisten angegriffen und 19 Beamte verletzt wurden ... kann man nur zu einem Schluss kommen: In Deutschland wird heute mit zweierlei Maß gemessen.

Das Gewalt- und Gefährdungspotenzial von Linksradikalen wird geduldet, tabuisiert oder "runtergespielt". Und gleichzeitig werden Hotlines beim Bundesamt für Verfassungsschutz gegen "Rechtsextremismus" eingerichtet. Dort kann jeder Verdacht auf Rechtsextremismus anonym gemeldet werden. Na sieh mal an. Wir sind also wieder soweit. Meldestellen für anonyme Denunziation. Das erinnert mich doch sehr an die Stasi und die GeStaPo.

In diesem Zusammenhang macht mich der Spruch von Ignacio Silone sehr nachdenklich: "Der neue Faschismus wird nicht sagen, ich bin der Faschismus. Er wird sagen, ich bin der Antifaschismus."

Aus meiner Sicht dürfen Links- und Rechtsextremismus keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.

Im September 2019 hat sich übrigens der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck zum Thema "Links" geäußert. Er empfindet es als bedrohlich, dass viele in den linksliberalen Kreisen sehr pauschal alles ablehnen und sogar als Gefahr für die Demoktratie verurteilen, was rechts der politischen Mitte oder rechts von der Union ist." Man könne in einer offenen Gesellschaft mit unterschiedlichsten Meinungen nicht alles akzeptieren, "aber nicht alles, was wir nicht akzeptieren, ist deshalb gleich verfassungsfeindlich."

Chapeau Herr Gauck. Hätten Sie das doch mal früher gesagt, und vor allem in offizieller Funktion. Dann sollten Sie nur noch bei "linksliberal" das "liberal" weglassen ... und dann passt es:

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/joachim-gauck-die-angst-der-linksliberalen-vor-rassismus-16405501.html

Die Politik hat offensichtlich vergessen, was Demokratie eigentich bedeutet. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt "Herrschaft des Volkes". Zu den Kernelementen einer Demokratie gehören demokratische Wahlen. Und als Demokrat hat man gefälligst ein Wahlergebnis zu respektieren. Was passiert bei uns?

Nach der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten von Thüringen verkündet Frau Dr. Merkel, dass "dieser Vorgang unverzeihlich ist und deshalb auch das Ergebnis wieder rückgängig gemacht werden muss." Hmmm, habe ich irgendetwas verpasst? Wahlergebnisse werden jetzt rückgängig gemacht, wenn sie seiner Hoheit nicht passen? Das hat es nicht mal beim Erich gegeben. DDR 2.0

Bei den Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen ist die AfD mit 27,5%, 23,5% und 23,4% jeweils die zweitstärkste Kraft geworden. Jau, dazu kann man stehen wie man will. Aber muss man die Wähler der AfD nach den Wahlen als rechtsradikal diffamieren? Bei diesen handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um kahlgeschorene Glatzen in Springerstiefeln, sondern um normale Menschen, die einfach keinen Bock mehr auf die Politik von Frau Dr. Merkel und Co. haben. Was ich bemerkenswert finde: Bei den vorherigen Wahlen waren die Afd-Wähler noch die "Guten", als sie CDU- und SPD gewählt haben. Jetzt sind sie über Nacht zu Rechtsradikalen mutiert.

Meine analytische Sicht der Dinge nach der Wahl in Thüringen: Die Linken haben über 30% der Wählerstimmen erhalten, die AFD etwa ein Viertel. Damit habe die politischen Ränder über 55% der Stimmen erhalten, während die Altparteien mit 21,8% (CDU) und 8,2% (SPD) nicht einmal Drittel der Stimmen erhalten haben. Offensichtlich ist die Politik der ehemaligen Volksparteien nicht mehr im Sinne des Volkes.

Ich behaupte, diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Flüchtlingspolitik der großen Koalition zurückzuführen. Ohne die fatale Entscheidung in 2015 würde die AFD heute immer noch keine Bedeutung haben.

Presse

Journalismus hat in einer Demokratie den Auftrag einer ausgewogenen Recherche, dem neutralen Beleuchten der Sachverhalte von allen Seiten und dem Ermöglichen einer eigenständigen Meinungsbildung. In Deutschland ist der öffentliche Rundfunk mittlerweile zum Staats- und Propagandafernsehen abgewirtschaftet und nimmt seine eigentliche Funktion als kritischer Beobachter schon lange nicht mehr wahr. Sorry, aber ARD und ZDF ("mit dem Zweiten lügt man besser") haben mittlerweile das Niveau von Nord-Korea erreicht. Und mit Blick auf die heutige Staatspropaganda war sogar Joseph ein Amateur.

Hallo Staatspresse: Ich will nicht wissen, was Ihr Pappnasen oder die Regierung von einem Sachverhalt haltet, ich will einfach nur über die Sache selbst informiert werden. Denken kann ich nämlich selbst. Ich brauche kein betreutes Denken.

Eine kritische Presse hätte in den letzten Jahren viele Impulse für wichtige und notwendige Diskussionen setzen können:

Wie der Fall Schrappe und die Intensivbetten-Recherche gezeigt hat, gab es "eine unheilige Allianz aus Wissenschaftlern, Medien und Politik". Die allermeisten Medien sorgten für die nötige Reichweite, indem sie die Gegenpositionen der Regierung als unwissenschaftlich, gefährlich und rechtsradikal abqualifizierten. Dies ist für mich eine besorgniserregende Blaupause, um jede politische Entscheidung debattenlos durchzusetzen. Mit sachlicher Meinungsbildung hat das nicht mehr viel zu tun. Und ich weiß nicht, wer mich mehr anwidert: Diejenigen, die im Bundestag alles kritiklos abnicken. Oder diese Medien, die vor lauter Haltung den Boden der Neutralität verlassen haben? Oder die vielen Dumpfbacken von ARD und ZDF, die einfach alles ohne kritisches Hinterfragen als Meinung übernehmen?

Ab 2015 habe ich beim Lesen deutscher Presse nur noch Brechreize gekriegt. Staatsfernsehen empfand ich mindestens genauso schlimm. Daher habe ich und nur noch ausländische Presse gelesen. Seit 2018 nehme ich leichte positive Veränderungen wahr, imsbesondere in der Welt. Chapeau an dieser Stelle an die Redaktion. Lob und Anerkennung für viele kritische Artikel zur Flüchtlings-, Energie- und allgemeinen Politik. Ich lese die Zeitung seitdem wieder im Abo ... und bin sehr zufrieden. Vielleicht ein Tipp für die vielen Dumpfbacken in der ersten Reihe ...

Für die Bewertung der Qualität der Staatspresse sollte man exemplarisch mal die Vorkommnisse in der Silvesternacht 2015/2016 in Köln reflektieren. Es kam nachweislich zu zahlreichen sexuellen Übergriffen auf Frauen durch Gruppen junger Männer vornehmlich aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum. Ich verstehe nicht, wieso sich Politik, Polizei und Medien so schwer tun, Dinge beim Namen zu nennen. Wo bitteschön ist denn das Problem, Gewalt und Verbrechen durch Ausländer als solche zu thematisieren?

Ein geniales Beispiel für Manipulation ist mich die nachfolgende Schlagzeile in der "Zeit online" aus 2017. Na sieh mal an: Die bösen Rechtsradikalen von der AfD schüren doch tatsächlich Vorurteile, dass zwei Drittel unserer neuen Gäste nicht lesen und schreiben können. Komisch, zwei Jahre vor der Gehirnwäsche war es noch anders:

Mit meiner Wahrnehmung bin ich offensichtlich nicht alleine. Eine umfassendste wissenschaftliche Studie zur Rolle der deutschen Medien während der Hochphase des Flüchtlingszustroms wurde von Michael Haller, einem Journalisten und Medienwissenschaftler, durchgeführt. Er war bis September 2010 Professor für Allgemeine und Spezielle Journalistik am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig. Er zieht in seinem Rückblick ein ernüchterndes Fazit: Journalisten sind ihrer Rolle als Aufklärer nicht gerecht geworden. Statt kritisch zu berichten, "hat der Informationsjournalismus die Losungen der politischen Elite übernommen". Damit ist die Presse selbst mehr als politischer Akteur, denn als neutraler Beobachter aufgetreten. Sorgen und Ängste der Bevölkerung wurden hinter der story der Willkommenskultur fast völlig zurückgedrängt, Andersdenkende seien diskursiv ausgegrenzt worden.

https://www.welt.de/kultur/medien/plus231564339/ARD-und-ZDF-Die-Fehlerkultur-des-oeffentlich-rechtlichen-Rundfunks.html

Greta und Klima

Mehr als der Klimanotstand beunruhigt mich der offensichtliche Hirnnotstand. Leute, auch wenn das Klima sich erwärmt, zieht Euch ganz warm an.

Aus meiner Sicht ist das "Klima-Thema" für Merkel und die große Koalition ein perfektes Ablenkungsmanöver von den vielen innenpolitischen Problemen. Die Klima-Hysterie und die ideologische Verblendung der Bevölkerung ermöglicht es der Politik, neue Steuern in erheblichem Umfang erheben ... und das Volk jubelt, anstatt sich (wie in Frankreich) gelbe Westen anzuziehen. Aus meiner Sicht werden die verschiedenen Ökosteuern nur für eines benötigt: der Finanzierung der Flüchtlingspolitik. CO2 - Abgabe hört sich aber besser an als Flüchtlingssteuer.

Ich verstehe auch den ganzen Hype um Greta nicht. Da wird ein krankes Mädchen, welches von seinen Eltern und zwielichtigen Organisationen instrumentalisiert wird, von den Deutschen als Heilige verehrt, während die Meinungen von Wissenschaftlern ignoriert werden. Die ehemalige Nation der Techniker und Ingenieure wandelt sich gerade in eine links-grün versiffte ideologische Gesellschaft von Öko-Marxisten.

Nicht das der falsche Eindruck entsteht. Mit Blick auf meine Kinder und Enkel müssen wir noch viele Anstrengungen für eine saubere Umwelt und den Umweltschutz auf den Weg bringen. Aber ich werbe für einen professionellen Übergang, der Ökonomie und Ökologie in Einklang bringt. Und da haben wir in den lezten 40 Jahren verdammt viel erreicht. Ich bin gebürtiger Duisburger, und weiß wie dreckig der Rhein früher war. Heute kann man im Rhein wieder schwimmen ... und auch die Probleme des "sauren Regens" im Schwarzwald sind nicht mehr sichtbar. Ich will damit sagen: wir haben als Industrienation in den letzten Jahrzehnten bereits jede Menge erreicht ... und müssen einfach nur weitermachen.

Bei dem "Greta-Hype" wundert mich, sie hat keine Ahnung von Physik, Meteorologie oder Klimatologie, aber sie wird auf unzählige Klimakonferenzen und politische Veranstaltungen rund um die Welt eingeladen. Das zeigt doch, dass es nicht um die Wissenschaft, sondern einzig und allein um politische Agitation geht. Nun ja, da hat Frau Dr. Merkel ja große Erfahrungen, schließlich war sie ja mal FDJ-Sekretärin für politische Agitation.

Deutschland und die F4F-Demonstranten haben (vor der Corona-Pandemie) gottgleich die heilige Greta angebetet. Was aber die wenigsten wissen: Greta hat sich pro Atomkraft ausgesprochen. In den deutschen Medien wird Greta jeden Tag hofiert. Aber diese Info scheint offensichtlich ein so unwichtiges Detail zu sein, dass man es in der Berichterstattung einfach mal weglässt. Es passt ja nicht in die Ideologie.

Guckst Du dieses Video mit Ausschnitten aus einer Pressekonferenz, in der Greta ohne Drehbuch ihrer Hintermänner keine einzige Frage beantworten kann:

Ich fand den Auftritt von Greta vor der UN lächerlich. Der einzige Politiker, der diese Show auf den Punkt kommentiert hat, war wieder einmal Boris Palmer, der Oberbürgermeister von Tübingen. Der Mann ist einfach in der falschen Partei: "Nein, wir haben Deine Jugend nicht zerstört. Wir haben eine Welt erschaffen, die heute bessere Lebenschancen für junge Menschen bietet als jemals zuvor in der Geschichte."

Ich finde, dem ist nichts hinzuzufügen. Außer diesem Foto:

Da sieht man Kinder, deren Jugend tatsächlich zerstört wird. Von uns. Sie schuften für die Rohstoffe, die wir für die Batterien der eMobilität und unsere Handys benötigen. Auch diese Nebenwirkungen werden von der Klima-Bewegung verschwiegen. So ist z.B. die Förderung von Kobalt unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten mehr als grenzwertig, da diese Länder definitiv nicht unsere Sozial-, Umwelt- und Menschenrechtsstandards erfüllen. Auch aus diesem Grund geht mir die Klimahysterie und diese elendige Doppelmoral so was von auf den Sack.

Als Banker werbe nur für eines: Das Politik auf der Basis von wissenschaftlichen Expertisen entwickelt wird ... und nicht auf der Grundlage von Halbwissen oder dem Gelaber eines 16-jähriges Mädchens. Was die wenigsten wissen (wollen), die weltweite Lebensmittelproduktion hat einen Anteil von etwa 35 Prozent am weltweiten Treibhausgas-Ausstoß ... und die Weltbevölkerung wächst und wächst und wächst.

Gerade in diesem Kontext frage mich jeden Tag, warum wir die deutsche Schlüsselindustrie Automobil abwickeln, anstatt Otto- und Dieselmotoren weiter zu optimieren. Bosch hat beispielsweise einen synthetischen Kraftstoff ("Care-Diesel") entwickelt, der aus Rest- und Abfallstoffen sowie Altspeiseölen und Fettresten, also zu 100 Prozent regenerativ hergestellt werden kann. Zwar entsteht bei der Verbrennung nach wie vor CO2. Doch durch die Nutzung von Abfällen und Reststoffen, die ja bereits existieren und nicht extra produziert werden müssen, ist die gesamte Klimabilanz eines mit diesem Diesel betankten PKW um 65 Prozent reduzierbar. Die deutsche Regierung verhindert allerdings laut Focus die Markteinführung.

Was mir echt Sorgen macht. Wir sind nicht auf dem Weg in ein "klimaneutrales Industrieland", sondern in ein "industrieneutrales Klimaland". Läuft. Ich weiß nicht, worüber ich mich mehr aufregen soll, über die ökonomischen Fehlsteuerungen, die elendigen Heucheleien, oder die Zerstörung der Deutschen Automobilindustrie.

Apropos zerstören. Ich bin mir nicht sicher, ob ein eAuto (über die Totalperiode betrachtet) tatsächlich eine günstigere CO2-Bilanz aufweist, als ein moderner Benziner oder Diesel. Eine Studie des Kölner Physikprofessors Christoph Buchal, die von dem Münchner Ifo-Institut veröffentlicht wurde, behauptet beispielsweise, dass Elektroautos klimaschädlicher als Diesel sind. Laut den Ergebnissen der Studie belasten Elektroautos das Klima um 11 bis 28 Prozent mehr als ein Dieselfahrzeug. Grund sei der erhöhte C02-Ausstoß, der bei der Herstellung der Akkus anfällt, denn die Gewinnung von Kobalt, Mangan und Lithium benötigt einen sehr hohen Energieeinsatz. Aus diesem Grund haben Batterie-Autos bereits einen gewaltigen CO2-Fußabdruck, wenn sie nagelneu auf die Straße kommen.

Auch wegen der begrenzten Rohstoff-Ressourcen ist für mich das eAuto nur eine Übergangslösung und die Brennstoffzelle die Zukunft.Und auch das Thema "Batterien als Sondermüll" finde ich hoch interessant:

https://www.handelsblatt.com/mobilitaet/motor/elektroauto-ausgebrannter-tesla-in-oesterreich-wird-zum-hochgefaehrlichen-sondermuell/25232168.html?ticket=ST-3559097-SAKfGyXkl0zqShb2Q7Um-ap1

Ohne Atomstrom wird der CO2 Ausstoß beim eAuto doch nur vom Auspuff an den Schornstein des Kohle-Kraftwerks verlagert. Und der Erderwärmung ist es am Ende aller Tage scheiß egal, ob CO2 während der Autofahrt entsteht, bei der Batterieproduktion oder bei der Entsorgung der Batterien. Und die kritischen Fragen über Kinderarbeit bei der Gewinnung von Kobald oder den enormen Wasserverbrauch bei der Gewinnung von Lithium lassen wir einfach mal weg. Geschenkt.

Die pauschale Verurteilung von kritischen "Klimahinterfragern" als "Klimaleugnern" oder das Ausrufen von Klimanotständen finde ich persönlich grenzwertig. Ich bin Banker und kann diesen Sachverhalt nicht wirklich seriös beurteilen. Natürlich kann ich mir gut vorstellen, dass die Erderwärmung irgendwie "menschengemacht" ist. Aber mich beschäftigt in diesem Zusammenhang ein Sachverhalt. In den vielen Millionen Jahren der Erdgeschichte wechselten sich Eiszeiten und Warmzeiten ab. Aber was die wenigsten wissen: der Großteil der Erdgeschichte war die Erde völlig eisfrei. Also die meiste Zeit gab es kein Eis am Nord- und Südpol.

Quelle: Bayrischer Rundfunk, alpha-Centauri "Wieso kommt es zu Eiszeiten?"

Der Autor, Harald Lesch, ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt er die Grundzüge des Universums.

Ich habe im Internet einen interessanten Gedanken gelesen. Da hat eine junge Frau versucht, zu verstehen, warum der Nationalsozialismus in Deutschland möglich war. Und sie hat Parallelen zur aktuellen Klimadebatte gezogen: Gleichschaltung der Medien. Ideologie von Fakten. Denunzieren von Menschen mit anderen Meinungen. Verbreitung von Hysterie.

Da ist was dran.

Im November 2019 hat das EU-Parlament den Klimanotstand für Europa ausgerufen. Auch in Deutschland haben zwischenzeitlich mehrere Städte diesen bekannt gegeben. Beim Wort "Notstand" kriege ich ein komisches Grummeln in der Magengegend. Ich schließe in diesem Land gar nichts mehr aus. Meine Sorge ist, dass ich in meinem Leben noch Notstandsgesetze unter Ausschluss der Parlamente sehen werde. Ich hoffe sehr, dass ich mich täusche.

Auch die Benennung von Ursula von der Leyen zur höchsten EU - Bürokratin macht mir große Sorgen. Sie hat bereits als Bundesverteidigungsministerin bewiesen, dass sie es nicht kann [trotz Beraterkosten im dreistelligen Millionenbereich]. Einer ihrer ersten Amtshandlungen in der EU war der sog. "green Deal" mit einem Budget von 1.000.000.000.000 Euro. Diese Kohle ist von den europäischen Staaten und den Steuerzahlern aufzubringen. Halleluja.

Video: Prof. Lüdecke im Deutschen Bundestag

Video: Klimaschwindel

die Grünen

Ich bin ja seit vielen Jahren begeisterter Anhänger der Partei der Kiffer, Pädophilen und Verbote. Um mit Alfred Tetzlaff zu sprechen: "Die Grünen sind nicht grundsätzlich dumm - sie haben nur sehr viel Pech beim Nachdenken".

Nicht, dass der falsche Eindruck entsteht: ich bin ein Naturfan und absolut für Umweltschutz. Und natütlich setze ich mich sehr kritisch mit meinem eigenen "ökologischen Fußabdruck" auseinander. Da ich beim Konsum, bei der Ernährung, beim Wohnen und in der Mobilität sehr verantwortungsvoll agiere ... fahre ich ohne schlechtes Gewissen einen Mustang. Schließlich fahre ich pro Jahr mehr km mit dem Rad als mit dem Auto. Und ich lasse mir den Spaß von Greta und den Öko-Faschisten nicht verderben.

Genau aus diesem Grund nerven mich diese autoritären Weltverbesserer und deren Versuch, moralische Ansprüche festzulegen und jeden über Verbote und Verzichte erziehen zu wollen. Die Grünen glauben offensichtlich, sie hätten die Meinungsdeutungshoheit für sich gepachtet. Wer sich in deren Augen "falsch" verhält wird an den Pranger gestellt. Und wer seinen Lebensstil nicht ändern möchte, muss sich heutzutage sogar schämen: Flug-Scham, Fleisch-Scham, SUV-Scham etc. Heute werden SUV´s bereits mit Aufklebern beklebt oder mit Farbe besprüht. Ich behaupte, es wird nicht mehr lange dauern, bis die Autos mutwillig beschädigt oder in beliebter Antifa-Tradition angezündet werden.

Ich wundere mich jeden Tag, wie tiefenentspannt die Menschen in diesem Land mit den Zielen der Grünen umgehen. Der Grünen-Fraktionschef, Anton Hofreiter, ona äh philosophiert im Staatsfernsehen kritisch über den Eigenheim-Bau und in ihren Debatten sprechen die Grünen offen von Enteignungen ... und keine Sau interessiert es. Nun ja, vielleicht verstehen die Öko-Sandalenträger und Fähnchenwinker das Wort „Vergesellschaftung“ ja nicht. Und wenn man der Staats-Propagana Glauben schenken darf, können die Grünen auf 20% der Stimmen hoffen.

Leute, auch wenn die Erde sich erwärmt, zieht Euch warm an.

Es ist immer das gleiche Muster bei den Grünen. Viel Meinung - wenig Ahnung. 2004 hat der damalige Grünen-Chef, Jürgen Trittin, behauptet, die Förderung der erneuerbaren Energien wird den deutschen Durchschnittshaushalt monatlich nicht mehr als eine Kugel Eis kosten. Komisch, die Realität sieht irgendwie anders aus:

https://www.welt.de/wirtschaft/article231634757/Deutsche-zahlen-auch-2020-europaweit-am-meisten-fuer-Strom.html

Wie gehirnamputiert muss man eigentlich sein, um diese Partei zu wählen? Sie wollen enteignen, die Steuern weiter erhöhen, das Auto und das Einfamilienhaus verbieten, die Migration und das Re-Settlement weiter penetrieren, und sie schaffen die teuersten Energiepreise... und ich wäre unbegrenzt lieferfähig für die Erweiterung der Liste in Richtung Öko-Faschismus. Aber sie genehmigen dem Mob zumindest eine Flugreise pro Jahr. Sehr großzügig, oder?

Viel Meinung wenig Ahnung. Und heuchlerisch Wasser predigen und Wein saufen. Es gibt genügend Beispiele.

Der Mann mit der geilen Frisur ist da ganz weit vorne dabei:

Katharina Schulze ist seit 2017 eine von zwei Vorsitzenden der Grünen im Bayrischen Landtag und ist die Spezialistin für Windräder:

Und die Kanzlerkandidatin, Annalena Baerbock, glänzt mit Unwissenheit beim Thema Elektromobilität:

Unfassbar oder? Welcher Gehinamputierte wählt solche Politiker?

Und auch die Doppelmoral der Grünen finde ich immer wieder bemerkenswert. Jedes Jahr sterben unzählige Vögel in den Propellern der Windräder. Aber Frau Katrin Göring-Eckardt erzählt den verblödeten Deutschen das grüne Märchen, dass sie sich für "jede einzelne Biene und jeden Schmetterling und jeden Vogel in diesem Land einsetzen". Und die Deutschen sind offensichtlich so indoktriniert, dass sie den Scheiß auch noch glauben:

Fakt ist, hunderttausende Vögel und Insekten werden jährlich durch Windräder getötet. Und völlig überraschend müssen für den Bau von Windkraftanlagen auch erhebliche Waldflächen gerodet werden. Komisch, da ketten sich keine Aktivisten an die Bäume, denn die Windmühlen passen ja wunderbar in die Ideologie. Aber wehe, wenn ein einzelner Baum, z.B. im Rahmen der Bauarbeiten von Stuttgart 21, gefällt werden muss. Dann ist das Geschrei der Grünen groß, weil ja ein wertvolles Öko-System zerstört und der seltene Juchtenkäfer unbedingt geschützt werden muss. Genau mein Humor.

Reinhold Messner hat die Zerstörung der Natur durch Windkraftanlagen übrigens wie folgt kommentiert: "Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn man genau das zerstört, was man eigentlich bewahren will: Die Natur". Da ist was dran.

Begrenzt lustig finde ich auch die Doppelmoral der grünen Öko-Faschisten. So fordert der grüne Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek für jeden Bürger eine Begrenzung von Flugreisen. Komisch, ausgerechnet die Politiker der grünen Bundestagsfraktion fliegen am meisten.

https://www.focus.de/politik/deutschland/doppelmoral-beim-fliegen-liste-zeigt-beim-reisen-sind-die-gruenen-politiker-die-schlimmsten-umweltsuender_id_11016930.html

Ach, und wo wir gerade so schön bei den grünen Heuchlern sind, schaut Euch das Video über Georg Kössler (36) an. Der sitzt für die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus und vertritt den arabisierten und islamisierten Stadtbezirk Neukölln:

Bemerkenswert finde ich insbesondere, wie sich grüne Politiker "gegen Deutschland" positionieren, und keinen interessiert es:

"Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland noch nie etwas anzufangen und weiß es bis heute nicht.“ Diesen Satz hat Robert Habeck in seinem Buch „Patriotismus – Ein linkes Plädoyer“ geschrieben.

Ob sich die CDU und CSU noch an die Aussage von Herrn Söder erinnert?

Na ja, was solls, die Bundestagsvizepräsidentin, Claudia Roth, ist 2015 fröhlich bei einer Demonstration mitmarschiert, bei der Transparente wie "Deutschland, Du mieses Stück Scheiße" und "Deutschland verrecke" skandiert wurden.

https://www.bayernkurier.de/inland/8411-claudia-roth-auf-abwegen

Wenn ich mir in diesem Kontext die Wahlprognosen für die Volkskammerwahlen 2021 anschaue, wird mir nur noch schlecht. Die Deutschen sind einfach nur blöd.

Ich behaupte: Nachdem die Politik gemerkt hat, wie leicht lockdowns und Ausgangssperren im Rahmen von Corona in der Bevölkerung durchzusetzen waren, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir die ersten willkürlichen Klima-Lockdowns sehen werden. Da mache ich jede Wette.

Also Leute, immer schön grün wählen. Läuft.

Aber ohne mich. Ciao Deutschland.

Steuerbelastung

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) untersucht regelmäßig die Steuerbelastung in den Mitgliedsländern.

In keinem der 37 OECD-Staaten, zu denen die meisten europäischen und nordamerikanischen Länder gehören, sind die Einkommenssteuer und die Sozialabgaben höher als in Deutschland.

Noch Fragen?

Zweifelt eigentlich jemand daran, dass sich der Staat die zur Bekämpfung der "Corona-Pandemie" aufgewendeten Milliarden nach der Bundestagswahl von der steuerzahlenden Bevölkerung zurückholen wird? Die Vorbereitungen sind schon getroffen. Bereits in 2020 die Verfassungsmäßigkeit einer Vermögensabgabe zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie geprüft:

  2020-04 Vermögensabgabe

Ach ja, bitte nicht vergessen: Die Milliarden für die Willkommenspolitik holt sich der Staat natürlich auch zurück. Da der Bundeshaushalt im Hinblick auf "Kostenarten" nicht wirklich transparent ist, werden diese Milliarden bei der Bemessung der Vermögensabgabe natürlich add on drauf geschlagen.

Gnade uns Gott, wenn nach der Bundestagswahl 2021 rotrotgrün an die Macht kommt.

Das Einzige was in Deutschöand wirklich perfekt funktioniert, ist das Eintreiben von Steuern und Abgaben. Nannte man früher Raubrittertum.

(Alters-)Armut

Ich zitiere einfach mal Bundeszentrale für politische Bildung:

"Im Jahr 2019 galt rund jede sechste Person in Deutschland als armutsgefährdet: 15,9 Prozent der Bevölkerung bezogen ein Einkommen, das weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens entsprach. Ohne die umverteilende Wirkung von Sozialleistungen wäre sogar knapp jede vierte Person in Deutschland armutsgefährdet. Überdurchschnittlich häufig sind Erwerbslose betroffen – sechs von zehn waren 2019 armutsgefährdet (58 Prozent). Ebenso besteht bei Alleinerziehenden und bei Personen ohne Schulabschluss ein auffällig hohes Armutsrisiko – 43 bzw. 47 Prozent galten 2019 als armutsgefährdet."

Die Armutsgefährdungsquote bei Rentnern über 65 Jahre liegt bei 15,75%:

https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61785/armutsgefaehrdung

Das finde ich wirklich beschämend. Die Menschen zahlen Jahrezehnte in die Sozialversicherung ein und können sich am Ende aller Tage nicht von der Rente ernähren. Gleichzeitig veruntreut der Staat Millarden für die Willkomenspolitik. Danke Berlin.

Man kann sich an dieser Stelle auch einmal die Frage stellen, warum es in Deutschland mehr als 950 gemeinnützige Tafeln gibt. Die sammeln überschüssige Lebensmittel und verteilen sie an Menschen in Not. Nach eigenen Angaben versorgen die Tafeln etwa 1,65 Millionen Menschen. Respekt, an alle, die sich hier engagieren.

Ach ja, auf der Homepage der Tafel ist nachzulesen, dass "mehr als ein Viertel der Menschen, die Lebensmittel von den Tafeln beziehen, im Rentenalter sind. Ihr Anteil steigt von Jahr zu Jahr."

Noch Fragen?

Fuck you.

Rentenniveau

Ich zitiere einfach mal Wikipedia:

Deutschland im europäischen Vergleich: International lag Deutschland im Jahre 2017 beim zu erwartenden Rentenniveau (in % des Netto-Einkommens) mit 50,5 % deutlich unter dem OECD-Durchschnitt. Kroatien (129,2 %) und die Niederlande (100,6 %) weisen sogar ein höheres Rentenniveau im Vergleich zum Netto-Einkommen auf. Es folgen Portugal (94,9 %), Italien (93,2 %), Österreich (91,8 %), Ungarn (89,6 %), Bulgarien (88,9 %) oder Luxemburg (88,4 %). Der EU-28-Durchschnitt erreichte 70,6 %, der OECD-Durchschnitt 62,9 %.

https://de.wikipedia.org/wiki/Standardrentenniveau

Noch Fragen?

Fuck you.

Strompreise

Die deutschen Strompreise sind die höchsten in Europa. Was hatte Jürgen Trittin damals behauptet? Die erneuerbaren Energien werden den deutschen Durchschnittshaushalt monatlich nicht mehr als eine Kugel Eis kosten. Vielleicht meinte er ja pro Kilowattstunde - man weiß es nicht.

Die Realität ist, dass Stromkunden in Deutschland mehr als doppelt so viel zahlen wie in den Nachbarländern Polen [14,8 ct] und den Niederlanden [14,3 ct]. Aber auch in Österreich [21 ct] und Frankreich [19 ct] ist der Strom im Verhältnis sehr viel günstiger als in Deutschland:

Großartige Energiepolitik.

https://strom-report.de/strompreise-europa/

Noch Fragen?

Tabuisierung der Antifa

still @work

innere Sicherheit

still @work

EZB

Mein Vertrauen in die Europäische Zentralbank würde ich als höchst überschaubar bezeichnen. Beruflich werde ich oft gefragt, ob die EZB durch ihre Nullzinspolitik an Glaubwürdigkeit verloren hat. Meine Antwort darauf ist relativ klar: Eine Bank mit einer von der Politik eingesetzten geschäftsführenden Direktorin, die sich der Veruntreuung von mehreren hundert Millionen Euro schuldig gemacht hat, kann keine Glaubwürdigkeit verlieren, sie hat keine.

Ich bin überzeugter Europäer, aber ein Gegner der EU als "Institution", weil regelmäßig entscheidende Posten (wie z.B. bei Frau von der Leyen, die als Verteidigungsministerin bewiesen hat, dass sie es nicht kann) willkürlich im Hinterzimmer an Versager äh Gefolgsleute verteilt werden. Genauso verhält es sich bei der EZB.

Zur EZB in Ihrer Funktion als Bankenaufsicht möchte ich mich aus beruflichen Gründen nicht äußern, da bitte ich um Verständnis :-) Die EZB überwacht zwar unmittelbar nur die als bedeutend eingestuften 114 europäischen Banken mit einem Bilanzvolumen über 30 Mrd. Euro, nimmt aber über den einheitlichen Aufsichtsmechanismus großen Einfluss auf die nationalen Behörden Bundesbank und BaFin. Ich kann soviel sagen: Vergnügungssteuerpflichtig ist die Regulatorik nicht. So hat die EZB beispielsweise in 2016 umfangreiche Meldeanforderungen für ein granulares statistisches Kreditmeldewesen eingeführt, bei dem von den Banken Kredite auf der Kundenebene ab 25.000 Euro gemeldet werden müssen. Einen Mehrwert für Erkenntnisse im Hinblick auf systemische Bankenrisiken kann ich nicht erkennen. Und viele weitere regulatorische Meldeanforderungen halte ich aus dem gleichen Grund in hohem Maße für Selbstbefriedigung. Am meisten stört mich, dass z.B. die BaFin als ausführende Behörde faktisch selbst gesetztes Recht ("Erwartungshaltung") vollzieht, und damit gottgleich die Rolle des Gesetzgebers übernimmt.

Wie hervorragend die Bankenaufsicht funktioniert, hat der Betrugsskandal von Wirecard gezeigt. Der Schaden liegt bei knapp unter 2 Mrd. Euro. Aber Hauptsache die BaFin quält willkürlich die Volksbanken und Sparkassen ...

Mit der Macht der EZB habe ich ein riesen Problem. Jüngstes Beispiel: Klimapolitik. Wer zum Geier hat der EZB eigentlich das Mandat übertragen, Klimapolitik zu betreiben? Ich halte das für einen ordnungspolitischen Skandal. Nicht, dass ich gegen Ökologie oder eine ausgewogene Klimapolitik bin. Aber auch hier hat die EZB Zuständigkeiten an sich gerissen, die ihr nicht zustehen. Vermutlich, um von Ihrer weichgespülten Geldpolitik abzulenken.

Seit der Einführung des Kaufprogrammes für Unternehmensanleihen (CSPP) gehört die EZB zu den bedeutendsten Käufern am Markt. Ich lese in verschiedensten Publikationen von gezielten Käufen der EZB in green Bonds von Unternehmen bzw. Institutionen. Damit gilt der bisherige Grundsatz der "Marktneutralität" für die EZB offensichtlich nicht mehr. Es wird auch nicht mehr lange dauern, bis die EZB den Banken vorschreiben wird, wie sie ihre Liquidität zu investieren hat. Stichwort green finance. Diese künstliche Nachfrage führt dann dazu, dass die für alle Kapitalmarktteilnehmer entscheidenden Parameter (Zinssatz und Risikoaufschlag) manipuliert ähhh verzerrt werden, denn ein grünes Ankaufprogramm senkt dann die Risikoprämien der Anleihen grüner Investitionsprojekte.

Apropos. Manipulation von Spreads kommt mir irgendwie bekannt vor. Seit Jahren kauft die EZB Staatsanleihen (und sonstige Wertpapiere) in einem unvorstellbaren Ausmaß auf, um insbesondere das Zinsniveau und die Risikoaufschläge der südeuropäischen Staaten zu drücken. So hat sich die Bilanzsumme der EZB seit dem Ausbruch der Finanzkrise in 2008 mehr als vervierfacht (von 1,5 Billionen Euro auf ca. 7,0 Billionen Euro). Aus meiner Sicht ist das Markt-Manipulation und verbotene, illegale Staatenfinanzierung zugleich.

Die Geldpolitik der EZB hat dazu geführt, dass der Zinssatz für "neue" Staatsschulden in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken ist, sogar in den negativen Bereich. Das führt zu der paradoxen Situation, dass viele europäische Finanzminister Schulden machen und dafür sogar Zinserträge erhalten. Unter diesen Rahmenbedingungen ist es nicht wirklich überraschend, dass der Verschuldungsgrad aller europäischen Staaten in den letzten Jahren gestiegen ist. Und der Staatshaushalt wird trotzdem insgesamt mit weniger Zinsaufwand belastet. Geil, oder?

Fatal finde ich in diesem Kontext, dass diese expansive Geldpolitik nicht mal ebenso beendet werden kannn. Damit fehlen der EZB geldpolitische Reaktionsmöglichkeiten im Hinblick auf die Geldwertstabilität und die Inflation. Bei steigenden Inflationsraten hat die EZB beispielsweise in der Vergangenheit die Zinsen erhöht. Blöd ist, dass bei steigenden Zinsen einige Länder wie Griechenland und Italien etc. ernsthafte Probleme bekommen, sich zu refinanzieren. So war es aus meiner Sicht absehbar, dass die EZB, die bisher eine Inflationsrate "unter, aber nahe bei 2%" angestrebt hat, im Juli 2021 eine Strategieüberprüfung vorgenommen hat. Völlig überraschend (damit konnte niemand rechnen) strebt die EZB nun ein (a)symmetrisches mittelfristiges Inflationsziel von 2% an. Das bedeutet, künftig werden befristet auch Inflationsraten von über 2% akzeptiert. Da weder der befristete Zeitraum noch die Höhe konkret definiert sind, kann die EZB bei steigenden Inflationsraten folglich willkürlich entscheiden, ob sie reagiert oder nicht. Ein kluger Schachzug, wie ich finde, insbesondere wenn ich mir die Preissteigerungen per 08/2021 anschaue.

Keine Frage, nach der Eskalation der Corona-Pandemie hat die EZB mit der Bereitstellung von Liquidität richtig gehandelt. Aber der weitere Ankauf von Staatsanleihen der Euroländer war aus meiner Sicht weder angemessen noch notwendig.

Die steigende Verschuldung der EU-Länder und die Negativzinsen sind aus meiner Sicht schon isoliert betrachtet ein Desaster. Beides zusammen hat aus meiner Sicht das Potenzial, dass das Finanzsystem in absehbarer Zeit implodieren wird. Es bleibt abzuwarten, ob Banken und Versicherungen ein solches Marktumfeld über einen längeren Zeitraum überleben werden, zumal das Geschäftsmodell von Banken durch die Digitalisierung und sonstige disruptive Entwicklungen und den Verbraucherschutz aus meiner Sicht sowieso gefährdet ist. Fakt ist, Negativzinsen führen dazu, dass die private Altersversorge über Lebensversicherungen nicht mehr (oder nur noch höchst eingeschränkt) funktionieren wird. Und das finde ich persönlich fatal, denn das deutsche Rentenniveau ist im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten sehr niedrig.

Für Negativzinsen trägt die Staatsratsvorsitzende nur bedingt die Verantwortung. Aber ich schlage Frau Dr. Merkel trotzdem als Totengräber der Altersversorgung im Zentralkomitee in Berlin für den Karl-Marx-Orden vor. Für das niedrige Rentenniveau, die Besteuerung von Niedrigrenten und die Altersarmut (bei gleichzeitiger Veruntreuung der Sozialsysteme) ist definitiv ihr Verdienst.

Mich wundert es an der Stelle immer wieder, wie tiefenentspannt die Bevölkerung mit all diesen Rahmenbedingungen umgeht. Die Rahmenbedingungen der Altersvorsorge, die Negativzinsen auf dem Girokonto und die steigende Inflation führen am Ende aller Tage zu einem Vermögensverlust, der spürbar sein wird. Ich bezeichne das als multiple Enteignung.

Schaun mer mal, wie es weitergeht. Hoch spannend finde ich das derzeitge Marktumfeld mit sehr hohen Bewertungen im Aktienmarkt und Höchstpreisen auf dem Immobilienmarkt. Beides führe ich auf die EZB-Politik zurück. Gleichzeitig ist das Marktumfeld sehr fragil, wie die Corona-Eskalation sehr deutlich gezeigt hat. Die aktuell steigende Inflation, das Zinsumfeld mit Niedrig- und Negativzinsen, die verzerrten Risikoaufschläge, die hohe Verschuldung der europäischen Staaten, die Gefahr von Zombie-Unternehmen ... und das alles in einem Corona-Umfeld mit drohenden Lockdowns und keine Ende ist in Sicht. Für mich als Controller ist das kein guter Cocktail.

Ach ja, im Jahre 2011 verließ der ehemalige Chefvolkswirt der EZB, Jürgen Stark, aus Protest die EZB. Zur Begründung gab er sinngemäß an, es sei eine Illusion, "zu glauben, dass die Geldpolitik die großen strukturellen und fiskalischen Probleme in der Euro-Zone lösen kann". Rund 10 Jahre nach Starks Abgang stelle ich fest: er hatte offensichtlich Recht. In einem Interview von 2020 gab er an: "Das, was ich damalsbefürchtet habe, ist nicht nur eingetreten, es ist sogar noch schlimmer gekommen".

999

Trainer

Dreizehn Jahre lang habe ich als Fußballtrainer Teams beim SV Fellbach (und eine Saison bei der Spvgg. Rommelshausen) von den Minis bis zu den Aktiven trainiert. Es war eine tolle Zeit, die "Jungs" über so viele Jahre privat, sportlich und pädagogisch zu begleiten und sie erwachsen werden zu sehen. Einige haben den Sprung in die A-Jugend Bundesliga-Kader des VfB Stuttgart und der Stuttgarter Kickers geschafft. Es ist rückblickend ein tolles Gefühl, daran ein kleines bisschen mitgewirkt zu haben.

Meine letzte Saison 2007/2008 war die schwierigste von allen und hat sehr viel Kraft und Energie gekostet. Danach brauchte ich eine Auszeit. Was ich damals nicht wusste (und ehrlich gesagt auch nicht erwartet hatte) ... die schöpferische Pause dauert bis heute an. Die Leidenschaft ist heute immer noch da, aber mein Beruf und meine eigenen sportlichen Aktivitäten lassen mir leider zu wenig Zeit.

2007/2008 SV Fellbach 2. Mannschaft (Bezirksliga)

2006/2007 Spvgg. Rommelshausen A1

2004/2005 SV Fellbach A2

2002/2003 SV Fellbach B2

2001/2002 SV Fellbach C1

2000/2001 SV Fellbach D1

1999/2000 SV Fellbach D1

1998/1999 SV Fellbach D1

1997/1998 SV Fellbach E1

1996/1997 SV Fellbach E1

1995/1996 SV Fellbach E1

1994/1995 SV Fellbach F1

1993/1994 SV Fellbach F1

2007 / 2008 SV Fellbach 2. Mannschaft (Bezirksliga)

Nach der Trennung von „Etna“ ging der SV Fellbach mit einer völlig neu formierten II. Mannschaft in die Bezirksliga-Saison 2007/2008. Das Rumpfteam bestand weitestgehend aus ehemaligen A-Jugendlichen der Jahrgänge 1986 bis 1988. Mit einem Durchschnittsalter von unter zwanzig Jahren zählte das Team zu den jüngsten Mannschaften der Liga:

stehend: Uwe Madej, Vladimir Trickov, Stephan Weinreich, Patrick Kicherer, Denis Kloka, Gianluca Marsiglio, Özenc Ates, Owusu-Twum Kwadwo, Christoph Braitmaier, Lukas Kohler, Erich Pantea, Erwin Pantea knieend: Ulas Özcerkes, Mario Morelli, Elmedin Ikanovic, Gianluca Palmeri, Sascha Leonhardt (Kapitän), Stefan Gallert, Sebastian Kristen, Steffen Prochazka, Philipp Ackermann nicht auf dem Foto: Daniel Stankovic, Andre Schmotz, Nico Elefteriadis, Philipp Kirsch, Bülent Güner, Sascha Kurras

Leider zog es sich wie ein roter Faden durch die gesamte Hinrunde. Oft haben wir gut gespielt, jedoch keine Punkte geholt. Im Sturm wurden hochkarätige Chancen verratzt, in der Abwehr leichtfertig die Tore verschenkt. Dazu kamen viel zu viele unnötige gelbrote Karten durch Undiszipliniertheiten. Ab der Mitte der Saison wurden dann vermehrt Spieler aus dem Verbandsligateam eingesetzt, um den drohenden Abstieg zu vermeiden. Trotzdem wurde der Klassenerhalt erst am allerletzten Spieltag erarbeitet. Das war dann zum Ende der Saison für Trainer und Spieler nur noch begrenzt lustig, unter der Woche mit den Jungs zu trainieren ... und im Spiel dann andere einsetzen.

Von Anfang an ist in dieser Saison jede Menge schief gelaufen ... aber am Ende aller Tage war es für den SV Fellbach strategisch wichtig, dass der Abstieg vermieden werden konnte und die 2. Mannschaft weiterhin in der Bezirksliga kicken konnte.

2006/2007 Spvgg. Rommelshausen A1

Meine einzige Saison als Trainer außerhalb von meinem Heimatverein SV Fellbach. Es war für mich auf jeden Fall eine Bereicherung, da die Uhren in einem "kleinen Verein" ganz anders ticken als bei einem großen. Insgesamt war es eine wunderbare Saison, und die Mannschaft hat viele tolle Spiele mit einem dynamischen, schnellen Fußball abgeliefert:

stehend: Trainer Uwe Madej, Usama Hamaideh, Sebastian Bauer, Pietro Vetere, David Kampka (Mannschaftskapitän), Paul Bauer, Lennart Bräutigam, Leonardo Dir, Torsten Winkler, Trainer Erwin Pantea

knieend: Sebastian Kristen, Philip Lieb, Bosko Trifunovic, Mathias Jakobs, Simon Madej, Steffen Prochazka, Erich Pantea

es fehlen auf dem Bild: Mark Retz, Süleyman Akyildi

2004/2005 SV Fellbach A2

stehend: Elmedin Ikanovic, Steffen Munk, Cedomir Marincovic, Philipp Kirsch, Petar Deljak, Özenc Ates, Trainer Uwe Madej

knieend: Philipp Ackermann, Harun Akcay, Sebastian Kristen, Sascha Leonhardt, Giancarlo Lipari, Sercan Bilen, Fabian Madej

es fehlen: Adrian Fleuchaus, Patrick Pfisterer, Erdem Ürün, Atila Yöndem

2002/2003 SV Fellbach B2

stehend von links: Günter (ohne "th") Eibner, Sebastian Pfund, Elemdin Ikanovic, Adrian Fleuchaus, Cesur Sevimli, Atila Yöndem, Rui da Costa, Philipp Kirsch (Mannschaftskapitän), Steffen Munk, Uwe Madej

sitzend von links: Baris Tarhan, Giancarlo Lipari, Erdem "Ronaldo" Ürün, Sascha Leonhardt, Philipp Ackermann, Patrick Pfisterer, Fabian Madej

es fehlen: Cedomir Marinkovic, Alexandros Sarantos

2001/2002 SV Fellbach C1

stehend von links nach rechts: Philipp Kirsch, Boris Kößl, Andreas Herzog, Kagan Söylemezgiller, Damiano Minutolo (*), Elmedin Ikanovic, Attila Yöndem, Jeremy Boucheix, Trainer Uwe Madej

knieend von links nach rechts: Philipp Ackermann, Antonio Baratta, Patrick Pfisterer, Fabian Madej, Sascha Leonhardt, Erdem Ürün, Dominik Stempf, Baris Tarhan Es fehlt: Günter (ohne "th") Eibner

2000/2001 SV Fellbach D1

von links nach rechts: Sven Armbruster, Enzo Mosca, Sebastian Kristen, Christian Cucciolillo, Kagan Söylemezgiller, Domenico Fugetta, Sebastian Quast, Yücel Özkara, Sebastian Bauer

knieend von links nach rechts: Manuel Schmid, Simon Madej, Alexander Fein, Oliver Hirschmann, Marc Baumann, Sebastian Pfeifer, Rossella Caputo und Markus Lyska

es fehlt: Benjamin Kuch

1999/2000 SV Fellbach D1

1998/1999 SV Fellbach D1

1997/1998 SV Fellbach E1

1996/1997 SV Fellbach E1

1995/1996 SV Fellbach E1

1994/1995 SV Fellbach F1

1993/1994 SV Fellbach F1

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